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Dietzenbach Bahnhof

Bahnhof in Deutschland

Dietzenbach Bahnhof ist eine Bahnstation in Dietzenbach in Hessen und Endpunkt der Bahnstrecke Offenbach-Bieber–Dietzenbach. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.[1]

Dietzenbach Bahnhof
Empfangsgebäude des Dietzenbacher Bahnhofs
Empfangsgebäude des Dietzenbacher Bahnhofs
Daten
Betriebsstellenart Bahnhofsteil
Lage im Netz Endbahnhof
Bahnsteiggleise 1
Abkürzung FDZ
IBNR 8001456
Kategorie 6
Eröffnung 1. Dezember 1898
Profil auf Bahnhof.de Dietzenbach_Bahnhof
Lage
Stadt/Gemeinde Dietzenbach
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 0′ 29″ N, 8° 47′ 7″ OKoordinaten: 50° 0′ 29″ N, 8° 47′ 7″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen

Im Gegensatz zum offiziellen Betriebsstellennamen ist Dietzenbach Bahnhof heute betrieblich nur noch ein Haltepunkt und Bahnhofsteil des Bahnhofs Dietzenbach Mitte. Die Station dient heute ausschließlich dem S-Bahn-Verkehr.

GeschichteBearbeiten

Der Dietzenbacher Bahnhof wurde am 1. Dezember 1898 unter dem Namen Dietzenbach (Hessen) zusammen mit der Bahnstrecke Offenbach-Bieber–Dietzenbach eröffnet, einer Zweigstrecke der Rodgaubahn. Mit der Betriebsaufnahme der Gesamtstrecke begann hier der öffentliche Verkehr. Arbeiter und Handwerker nutzten die Verbindung zum Pendeln zu ihren Arbeitsplätzen in Offenbach und Frankfurt, die örtlichen Landwirte profitierten vom schnelleren Transport zu den Märkten der Großstädte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Verkehr nach Dietzenbach eine – wie es sich zeigen sollte nur kurze – Blüte. 1959 gab es noch 25 tägliche Zugverbindungen nach Offenbach, 1978 fuhren nur noch fünf Züge. Am 18. Juni 1982 wurde der Personenverkehr nach Dietzenbach schließlich ganz eingestellt, einige Jahre später dann auch die Expressgut- und Bahngepäckabfertigung.[2] Die Gleisanlagen wurden aber nicht abgebaut und blieben erhalten.

Zum Fahrplanwechsel 2003/2004 am 14. Dezember 2003 wurde der ehemalige Bahnhof Dietzenbach (Hessen), nunmehr Dietzenbach Bahnhof, zum barrierefreien Haltepunkt umgebaut und der Verkehr der S-Bahn-Linie S2 (Niedernhausen – Dietzenbach) der S-Bahn Rhein-Main auf der Strecke aufgenommen. Dabei wurde auch das Ausweichgleis demontiert und der Bahnhof zum Haltepunkt degradiert, er dient seitdem ausschließlich als Endstation der Züge nach Niedernhausen über den Offenbacher und den Frankfurter City-Tunnel, Höchst und Hofheim.

InfrastrukturBearbeiten

Das 1898 erbaute, denkmalgeschützte Empfangsgebäude[3] ist ein traufständiger Backsteinbau, an dessen südlichem Ende beidseitig ein Seitenrisalit vorhanden ist. Diese sind durch einen durchgehenden Dachfirst verbunden und weisen einen dreieckigen Giebel auf. Im Anschluss daran befindet sich ein flacher Güterschuppen mit einer überdachten Rampe. Das Gebäude befindet sich heute in Privatbesitz.[4]

Der Haltepunkt verfügt über einen barrierefreien Hausbahnsteig an einem südlich des Empfangsgebäudes vor der Max-Planck-Straße endenden Stumpfgleis. Die weiteren Gleise wurden im Rahmen der S-Bahn-Ertüchtigung abgebaut.

BetriebBearbeiten

Die S-Bahnen verkehren in einem Grundtakt von 30 Minuten. Zur Hauptverkehrszeit wird dieser Grundtakt auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet.

S-Bahn Rhein-Main
Vorherige Station Linie Nächste Station
Dietzenbach Mitte
← Niedernhausen
  Endstation

BusverkehrBearbeiten

Vom Dietzenbacher Bahnhof verkehrt die Stadtbuslinie OF-57 zum S-Bahnhof Dietzenbach Mitte, vereinzelt auch bis zum S-Bahnhof Dietzenbach-Steinberg.

ErweiterungspläneBearbeiten

Seit Beginn der Betriebsaufnahme gab es Pläne, die Strecke über Dietzenbach hinaus zu verlängern. Dietzenbach sollte also nicht Endpunkt der Strecke bleiben. 1906 und erneut 1913 war eine Fortführung nach Messel im Gespräch, der Erste Weltkrieg machte jedoch sämtliche Planungen zunichte.

Nach der Betriebsaufnahme der S-Bahn 2003 war im Gespräch, die Bahnstrecke weiterzubauen und die S-Bahnen über den Bahnhof Rödermark-Urberach, wo Anschluss an die Dreieichbahn Richtung Buchschlag besteht, zum zentralen Bahnhof Rödermark-Ober Roden fahren zu lassen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an fehlender Wirtschaftlichkeit und so ist Dietzenbach bis heute Endpunkt der Strecke geblieben.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dagmar Söder; Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen, Kreis Offenbach. Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden 1987, ISBN 3-528-06237-1.
  2. Geschichtspfad der Stadt Dietzenbach, abgerufen am 2. Oktober 2011
  3. Kreisstadt Dietzenbach: Altstadtrundgang, abgerufen am 2. Oktober 2011
  4. rodgau-bahn.de: S-Bahn-Baustelle Dietzenbach (Memento vom 18. Dezember 2013 im Internet Archive), abgerufen am 2. Oktober 2011.