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Die Dietrich Grönemeyer Stiftung gGmbH für Prävention und Gesundheitsförderung mit Sitz in Bochum wurde im Mai 2007 von Dietrich Grönemeyer gegründet. Ziele sind die Förderung der Kindergesundheit und die Etablierung von Gesundheitsunterricht in Schulen, aber auch weitere Projekte im Bereich der Prävention und Rehabilitation.

Dietrich Grönemeyer Stiftung
Rechtsform: Stiftung, gemeinnützige GmbH
Zweck: Förderung der Kindergesundheit und Etablierung von Gesundheitsunterricht an den Schulen, Projekte im Bereich der Prävention und Rehabilitation
Vorsitz: Dietrich Grönemeyer
Bestehen: seit 2007
Stifter: Dietrich Grönemeyer
Sitz: Bochum
Website: www.dg-stiftung.de

Inhaltsverzeichnis

ZieleBearbeiten

Grönemeyer setzt sich für die gesundheitliche Aufklärung ein. Er plädiert für die Einführung von Gesundheitsunterricht an Schulen[1] und ist Gastredner im Rahmen der Kinderuniversitäten. Kinder- und Familienbücher wie Der kleine Medicus, Die neuen Abenteuer des Kleinen Medicus oder Wir Besser-Esser verkörpern beispielhaft seinen Ansatz.

Ausgangspunkt und HintergrundBearbeiten

2005 erschien das Buch Der kleine Medicus, das medizinische Botschaften Grönemeyers transportiert. Hightech und Naturheilkunde müssen, so der Autor, mit liebevoller Medizin verbunden werden, im Mittelpunkt steht der Mensch. Der Autor macht seine jungen Leser mit den Geheimnissen ihres eigenen Körpers vertraut und erklärt, was sie selber tun können, um gesund zu leben und sich die Errungenschaften der Medizin zunutze zu machen.

Der kleine Medicus diente mit als Initialzündung für die Gründung der Dietrich Grönemeyer Stiftung gGmbH für Prävention und Gesundheitsförderung. Im Rahmen der Stiftungsarbeit dienen die Kleiner-Medicus-Bücher als didaktisch aufbereitetes, unterrichtsbegleitendes Element für Wissensvermittlung. Das Buch solle ein Beispiel geben, wie ein Gesundheitsunterricht informativ und gleichzeitig spannend gestaltet werden könnte. Deshalb ist es auch in sechs Schulstunden mit Pausen, Sport- und Entspannungsteil gegliedert.

Die ProjektarbeitBearbeiten

Nachfolgend werden die verschiedenen Projekte der Dietrich Grönemeyer Stiftung vorgestellt.

Der Medi-CircusBearbeiten

Der Medi-Circus, ein Gesundheitsmusical auch für kleinere Bühnen, basiert auf Grönemeyers Musical Der Kleine Medicus – dem ersten Kinder-Gesundheitsmusical überhaupt. Das Mitmach-Theater Medi-Circus ist eine verkürzte Form des Musicals aus dem Jahre 2009. Themen sind u. a.: Gesundheitsunterricht, Musik, Bewegung und Artistik. An jedem Spielort des Bühnenstücks gibt es zudem ein Workshop-Angebot mit Akrobatik- und Jonglierkursen, Tanz- und Gesangsaktivitäten für die Kinder und eigens konzipierten Entspannungs- und Bewegungsworkshops für Pädagogen.

Im November und Dezember 2012 erreichte der Medi-Circus, unterstützt von der Techniker Krankenkasse,[2] mit seinen medizinischen Botschaften 52 Hessische Schulen und damit mehr als 5000 Schülerinnen und Schüler. Es folgte eine Küstentour an der Nord- und Ostsee im Juli 2013. Im September wurde der Medi-Circus auf Schulbühnen in Nordrhein-Westfalen gezeigt, insgesamt sahen, die Küstentour eingerechnet, mehr als 10.000 Zuschauer die Vorstellungen.

Die Medicus-GesundheitsspieleBearbeiten

Die Medicus-Gesundheitsspiele verbinden Sport und Spiel mit Gesundheitsunterricht. In Kooperation mit Sportvereinen organisiert die Stiftung regionale Gesundheitstage in allen Bundesländern, zu denen sie Schulen aus der gesamten Region einlädt. Gestartet wurde diese Initiative der Stiftung mit dem Sportverein SV Bayer Wuppertal. Bisher wurden in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen diese Spiele neun Mal durchgeführt (Stand: Juli 2014).

Die GesundheitsbotschafterBearbeiten

Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 12 aller Schulformen können sich seit 2009 als Gesundheitsbotschafter ausbilden lassen. Möglich macht das die Kooperation zwischen dem Hessischen Kultusministerium[3] und der Stiftung. Die Ausbildung soll bei Schülern das Bewusstsein für Vorbeugung und Gesundheit schärfen. In einem zweitägigen Seminar lernen die Teilnehmer von Ärzten und Pädagogen, wie sie ihr Leben selbstverantwortlich in die Hand nehmen und bereichern können.

Therapeutisches GolfenBearbeiten

Die Dietrich Grönemeyer Stiftung möchte durch ihre Förderkonzepte Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Dazu baut sie auf neue und alternative Therapieformen wie dem therapeutischen Golfen. Der konzentrierte und koordinierte Bewegungsablauf und die mentale Fokussierung auf das Ziel bieten gerade Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, ungeahnte Fähigkeiten zu erfahren, Leistungsgrenzen auszudehnen und so mit Sportsgeist über sich hinauszuwachsen. Das steigert nicht nur das Selbstwert-, sondern auch das Lebensgefühl.

Erwin und RosiBearbeiten

Nach dem Erfolg des Medi-Circus für Teenager gingen 2014 „Erwin und Rosi“ auf Tour.[4] Die Theater-Produktion, die in zehn Städten in Nordrhein-Westfalen gezeigt wurde, basiert auf der Vorlage von Erwin und Rosis geistigem Vater, Dietrich Grönemeyer, und dessen gleichnamiger Gesundheitsreihe im Pixibuch-Format. Dabei liegt der Fokus des 40-minütigen, interaktiven Schauspiels besonders auf Bewegung und Gleichgewicht – soll das Stück doch gerade die motorischen, sensorischen und geistigen Fähigkeiten der Kinder fördern. Abgerundet wird der Auftritt durch ein Begleitprogramm: Unter Anleitung von Motopäden bekommen Kinder auf einem Bewegungs-Parcours ein besseres Gefühl für ihr Gleichgewicht. Ein eigens zu diesem Zweck entwickelter Bewegungskalender für Kitas und Schulen dient als Übungsanleitung und soll die Nachhaltigkeit des Projektes sicherstellen.

Die GesundheitsstadtBearbeiten

Mit der Idee der „Medicus-Gesundheitsstadt“ bietet die Dietrich Grönemeyer Stiftung bundesweit Städten und Gemeinden ihre Projekte als „Komplettpaket“. Die Stadt oder Gemeinde, als Mitveranstalter, erhält den Titel „Medicus-Gesundheitsstadt“. Eingebunden werden lokale Sportvereine, Schulen, Kindergärten, niedergelassene Ärzte und Medien. Die Mitmach-Theater „Medi-Circus“ und „Erwin und Rosi“ gastieren an Kitas und Grundschulen. In anschließenden Workshops vertiefen Schüler und Lehrer das Erlebte. Auf einer begleitenden Gesundheitsmesse haben örtliche Unternehmen und Krankenkassen die Chance, sich zu präsentieren, während Ärzte Gesundheitschecks anbieten können.

FinanzierungBearbeiten

FundraisingBearbeiten

Grönemeyer fotografiert in aller Welt. Der Erlös aus dem Verkauf der Bilder im Rahmen eines Fundraising-Projektes fließt zu 100 Prozent in die Stiftungsarbeit. Mit dem Kauf eines Bildes kann etwa gezielt eine Schulpatenschaft übernommen und so die Aufführung eines der Mitmach-Theater der Dietrich Grönemeyer Stiftung ermöglicht werden.

Ein weiteres Projekt nennt sich „Kiste orange“[5]: Zehn Kilo Orangen aus Mallorca – ungewachst, ohne Chemie. Mit der Bestellung einer „Kiste orange“ fördern Spender nicht nur die Gesundheit, sie helfen auch symbolisch bei der Ernte eines mallorquinischen Orangenbaumes mit. Denn viele Orangenhaine werden nicht mehr abgeerntet. Mit der Folge, dass überreife Orangen vom Baum fallen, verderben und den Boden dauerhaft durch Übersäuerung schädigen. Vor allem aber unterstützt die Kiste Orange die Dietrich Grönemeyer Stiftung dabei, gesundheitsorientiertes Verhalten bei Kindern und in Schulen zu fördern und bewegungseingeschränkten Menschen wieder Kraft und Lebensfreude zu schenken. Der Reinerlös aus jeder Bestellung kommt direkt den Projekten der Dietrich Grönemeyer Stiftung zugute.

SpendenBearbeiten

Als gGmbH ist die Dietrich Grönemeyer Stiftung maßgeblich auf Spenden angewiesen, um ihre Präventions- und Rehabilitationsprojekte zu finanzieren.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1] morgenweb: Grönemeyer: Täglich eine Stunde Sport. 12. Dezember 2012
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 17. Februar 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tk.de Techniker Krankenkasse: „Gesundheit für Deutschland“
  3. [2] Hessische Kultusministerium: Gesundheitsspiele
  4. [3] Website von Erwin und Rosi
  5. [4] Mallorca Magazin: "Orangen wie von Oma Wally", 8. März 2012