Die rollende Kugel (1927)

Film von Erich Schönfelder (1927)

Die rollende Kugel ist ein deutsches Stummfilm-Spielermelodram aus dem Jahre 1927.

Film
OriginaltitelDie rollende Kugel
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1927
Stab
Regie Erich Schönfelder
Drehbuch Rolf E. Vanloo
Produktion Paneuropa-Film, Berlin
Musik Pasquale Perris
Kamera Mutz Greenbaum
Karl Wellert
Besetzung

HandlungBearbeiten

Monte Carlo, in den 1920er Jahren. Die rollende Kugel, das ist die Kugel des Roulettes, und in dieser Welt der Glücksspieler und -spielerinnen spielt diese Geschichte. Dieses Drama gibt Einblicke in den Luxus des Mondänen und in die Welt der Schönen und Reichen, der Adeligen aber auch der Gefallenen. Triumph und Niederlage liegen hier sehr eng beieinander, die rollende Kugel kennt keine Gerechtigkeit, nur Gewinn oder Verlust.

Da gibt es zum Beispiel einen Spielversessenen; Haus und Hof hat er bereits verzockt, Frau und Kinder daheim zurückgelassen. Und dennoch kann er von der ewigen Versuchung nicht lassen, ganz im Glauben, dass nun endlich das Glück am Roulettetisch auf ihn warten werde. Da begegnet er dem Glück in gänzlich anderer, unerwarteter Form: ein junges Mädchen, verzweifelt wie er selbst, will sich in die Tiefe stürzen und umbringen. Im letzten Moment rettet er ihr Leben. Und im Moment, in dem er sich für jemanden außer sich selbst einsetzt, hat er auch Glück im Spiel und sprengt noch am selben Tag die Bank.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Die rollende Kugel entstand im Sommer 1927 im Filmatelier von Staaken (Berlin). Der Sechsakter mit einer Länge von 1819 Metern passierte die Filmzensur am 17. August 1927 und wurde mit Jugendverbot belegt. Die Uraufführung fand am 9. September 1927 im Tauentzienpalast statt.

Ernst Stern entwarf die Szenerien, Erich Grave sorgte als Bauleiter für deren Umsetzung. Artur Kiekebusch übernahm die Aufnahmeleitung.

Die Nachwuchsmimin Edda Croy war nur 1927 auf der Leinwand zu sehen; neben Die rollende Kugel trat sie noch in zwei weiteren Filmen auf.

KritikBearbeiten

Wiens Neue Freie Presse schrieb anlässlich der österreichischen Premiere: "Menschenschicksale, eingeordnet in die prächtige Kulisse der Riviera. Als Clou Spielsaalszenen von erheiternder Lebendigkeit. Erna Morena, wie immer vor allem dekorativ, Harry Liedtke, wie immer von charmanter Liederlichkeit und bestrickendem Leichtsinn. Adele Sandrock matronenhaft würdevoll, Edda Croy, eine niedliche, kleine Märtyrerin, die in den Armen ihres wiedergefundenen Bräutigams sich zuletzt von allen Uebeln erlöst fühlt. Die Riviera sorgt für schöne Landschaftsbilder, Regisseurwitz für ein paar sehr gelungene eindrucksvolle Detailaufnahmen."[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Die rollende Kugel“. In: Neue Freie Presse, 17. Dezember 1927, S. 11 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp

WeblinksBearbeiten