Die Zukunft (Paris)

Die Zukunft war eine deutsch-französische Exilzeitschrift, die die Untertitel Ein Neues Deutschland: Ein neues Europa, Organ der Deutsch-Französischen Union und Journal Anti-Hitlérien trug. Sie erschien im Zeitraum zwischen dem Münchner Abkommen im September 1938 und dem deutschen Einmarsch in Frankreich im Mai 1940 in 81 großformatigen Exemplaren in Paris. Herausgeber war Willi Münzenberg, der bei der Finanzierung von Olof Aschberg und französischen Politikern aus dem Umfeld der Freimaurer Unterstützung erhielt.[1] Chefredakteure waren Arthur Koestler, Hans Siemsen und Werner Thormann. Zu den bekannten Autoren und Unterstützern der Zeitschrift zählten unter anderen: Ignazio Silone, Alfred Döblin, Thomas Mann, Manès Sperber, Sigmund Freud, Julien Benda, Aldous Huxley und Franz Werfel.

Die historische Publikation ist Forschungsgegenstand eines gemeinsamen Projekts des französischen Nationalarchivs in Paris und des Instituts für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum. Ausgangshypothese des Forschungsprojekts ist, dass die „Zukunft“ eines der bedeutendsten antifaschistischen Medien gewesen sei und zugleich letzte Einheitsbewegung der Anti-Hitleropposition vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Babette Gross: Willi Münzenberg. Eine politische Biographie. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1967, S. 324.
  2. „Der Traum von Hitlers Sturz – noch vor dem Zweiten Weltkrieg …“, Webdarstellung des (2013 auf zwei Jahre angelegten) deutsch-französischen Forschungsprojekts „Die Zukunft“