Die Schwarze Sonne

Die Schwarze Sonne (Untertitel: Das dunkle Geheimnis der Zeit) ist eine Mystery-Hörspielserie von Günter Merlau.

Produktionsdaten
Titel: Die Schwarze Sonne – Das dunkle Geheimnis der Zeit
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: seit 2006
Genre: Mystery
Länge: ca. 70 Minuten
Folgen: 20+
Verlag/Label: Lausch Medien (bis 2010)
Maritim (seit 2016)
Mitwirkende
Autor: Günter Merlau
Musik: Debbie Wiseman

HandlungBearbeiten

Adam Salton ist, ausgehend vom England des Jahres 1885, auf der Suche nach den Ursprüngen eines Familiengeheimnisses, die ihn über den gesamten Erdball führt. Er wird begleitet von seinem väterlichen Freund Nathaniel de Salis. Nach und nach decken die beiden Protagonisten eine okkulte Verschwörung auf, die auch mit den zeitgenössischen Persönlichkeiten Jules Verne und Helena Blavatsky in Verbindung zu stehen scheint. Adam kommt seiner Familiengeschichte immer näher, die sich weit in die Vergangenheit und auch in die Zukunft erstreckt. Über Generationen und Kontinente schlängeln sich die Handlungsfäden und Lebenslinien zu einem Gewebe, das die Vorstellung von Raum und Zeit infrage zu stellen scheint und Adam immer wieder mit der Frage nach dem ersten Ursprung allen Seins konfrontiert.[1]

Die Komplexität der Serie fußt in den unterschiedlichen Zeitebenen und historischen Hintergründen. Zahlreiche Verschwörungstheorien und Schöpfungsmythen, bis hin zu Theorien der Quantenphysik, werden raum- und zeitumspannend verknüpft. Die Serie greift Theorien Helena Blavatskys, des Hermetic Order of the Golden Dawn und der Thule-Gesellschaft auf, aber auch das fiktive Philadelphia-Experiment oder Montauk-Projekt. Handlungsorte sind u. a. das ländliche England, Tibet und Australien.[1]

VeröffentlichungsgeschichteBearbeiten

Die ersten zehn Folgen erschienen ab 2006 unter dem Label Lausch – Phantastische Hörspiele. 2011 stellte die Firma die Eigenproduktion von Erwachsenenhörspielen ein.[2]

2016 übernahm das Hörspiel-Label Maritim die Reihe, während Lausch Medien weiterhin als Produzent fungierte.[3]

Die Serie wird medial begleitet durch einen Podcast, der jede Folge analysiert und Hintergrundinformationen zu den historischen Ereignissen und Personen der Serie aufzeigt.[4]

Die Serie war 2006 für den seit 2000 von Hörspielhörern vergebenen Hörspiel-Award nominiert, Günter Merlau erhielt den zweiten Platz für die beste Regiearbeit.[5]

FolgenBearbeiten

Folge Titel[6] Produktionsjahr Verlag / Label
01 Das Schloss der Schlange 2006 Lausch Medien
02 Böses Erwachen 2006 Lausch Medien
03 Weißes Gold 2007 Lausch Medien
04 Vril 2007 Lausch Medien
05 Akasha 2007 Lausch Medien
06 Whitechapel 2007 Lausch Medien
07 Goldene Morgenröte 2007 Lausch Medien
08 Das verlorene Paradies 2008 Lausch Medien
09 Die Herren der Welt 2009 Lausch Medien
10 Aiwass 2010 Lausch Medien
11 Heilige Geometrie 2016 Maritim
12 Die gekrümmte Zeit 2016 Maritim
13 Nedr Gwind 2017 Maritim
14 Dem Tode nah 2017 Maritim
15 Phasenraum 2017 Maritim
16 Anura 2018 Maritim
17 Hölle auf Erden 2018 Maritim
18 Reise zum Mittelpunkt der Sonne 2019 Maritim
19 Adam Qadmon 2019 Maritim
20 Gefangener No. 7 2020 Maritim

Sprecher (Auswahl)Bearbeiten

Einige Sprecher und ihre Rollen:[7]

Der Autor und Regisseur Günter Merlau übernahm ebenfalls eine Sprecherrolle.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Inhaltskritiken im Magazin unclesally*s (vom Autor Holger Köhler online re-published)
  2. Christian Kirchesch: Günter Merlau über Drizzt, Die Schwarze Sonne und die Härte des Hörspielgeschäfts. In: digitalista.de. 13. März 2015, abgerufen am 22. Februar 2017.
  3. Adriane Haussmann: Die Schwarze Sonne. Hörspielklassiker feiert Comeback. In: audio-kritiken.de. 12. Oktober 2016, abgerufen am 13. März 2017.
  4. [1] Podcast und Blog parallel zur Serie
  5. Hörspiel-Award 2006. In: hoerspiel-award.de. Christoph Morgenroth, 2006, abgerufen am 22. Februar 2017.
  6. Tonträger von Die Schwarze Sonne im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  7. Mitwirkende der Folgen bei Discogs