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Die Pfeiler der Macht (Film)

Film von Christian Schwochow (2016)

Die Pfeiler der Macht ist ein zweiteiliger deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2016 nach Ken Folletts gleichnamigem Roman unter der Regie von Christian Schwochow, der im Januar 2016 im ZDF ausgestrahlt wurde.

Filmdaten
Deutscher TitelDie Pfeiler der Macht
OriginaltitelA Dangerous Fortune
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch, Englisch
Erscheinungsjahr2016
Länge180 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieChristian Schwochow
ProduktionMarc Junker
Cornelia Popp
Kerstin Schmidbauer
Robin von der Leyen
MusikDaniel Sus
Cornelius Renz
KameraFrank Lamm
SchnittJens Klüber
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

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Die unbeschwerte Jugend des Hugh Pilaster im London der 1860er Jahre endet jäh mit dem Selbstmord seines Vaters in einer Wirtschaftskrise.

HintergrundBearbeiten

Die Dreharbeiten fanden vom 15. September 2014 bis zum 21. November 2014 in Dublin statt.[2]

ErstausstrahlungBearbeiten

Der erste Teil wurde im ZDF am 25. Januar 2016 gesendet, der zweite Teil am 27. Januar. Beide Teile waren schon zwei Tage vorher in der Mediathek online abrufbar.[3]

RezeptionBearbeiten

KritikenBearbeiten

„Gedreht vor allem in Dublin und Umgebung, ist Die Pfeiler der Macht trotz eines für deutsche Fernsehverhältnisse üppigen Budgets von acht Millionen Euro keine reine Materialschlacht, sondern Ausstattungs- und Schauspielerfilm zugleich. Und – auch wenn er im zweiten Teil melodramatische Schlagseite bekommt – ein großer Spaß.“

David Denk: Süddeutsche Zeitung[4]

„Der Regisseur Christian Schwochow hat schon einige großartige Stücke hingelegt (zuletzt Bornholmer Straße) und auch bewiesen, dass er große Vorlagen bewältigen kann (Uwe Tellkamps Der Turm). Aber mit Die Pfeiler der Macht musste er wohl auf Nummer sicher gehen, um dem ZDF einen Zweiteiler zu bescheren, der auch ins Vorweihnachtsprogramm gepasst hätte: opulentes Kostümfernsehen mit großer Besetzung (aus der Jeanette Hain als Oberintrigantin heraussticht), ab und an Dialogwitz und schließlich eine seifenopernartige Lovestory. Ein paar Längen hat das Ganze allerdings auch.“

„Dialoge, Musik, Handlungsverlauf: In dem ZDF-Zweiteiler Pfeiler der Macht will einfach nichts funktionieren. Nur zwei junge Schauspieler stemmen sich gegen das Fiasko. […] Schwochow hat sich mit diesen 180 Minuten keinen Gefallen getan und uns erst recht nicht. Man wird den Eindruck nicht los, dass er selbst nicht so richtig weiß, was er mit all der Follett’schen Fülle anfangen sollte; wie ein Kind, das mit dem Schmuck seiner Mutter spielt – dies und jenes mal ins Licht hält, die eine Kette fallenlässt, die andere wieder aufhebt und zum Schluss des ganzen Gefunkels so überdrüssig ist, dass es die Kette zerreißt.“

Heike Kunert: Die Zeit[6]

EinschaltquotenBearbeiten

Die Erstausstrahlung des ersten Teils von Die Pfeiler der Macht am 25. Januar 2016 wurde in Deutschland von 5,47 Millionen Zuschauern gesehen.[7]

Unterschiede zur RomanvorlageBearbeiten

  • Hugh, Edward, Solly und Micky besuchen zur gleichen Zeit das Internat in Windfield, als sich Hughs Vater nach dem Bankrott seiner Firma das Leben nimmt. Hugh lebt fortan bei seiner Mutter Lydia (die bis ans Ende des Romans am Leben ist) und seiner Schwester Dotty in Folkestone und besucht dort eine einfache Schule. Maisie und ihr Bruder Dan verlassen den arbeitslosen Vater, um ihm nicht zusätzlich zur kranken Mutter zur Last zu fallen. Dan wandert nach Amerika aus, während sich Maisie als Stallbursche und Zirkusartistin über Wasser hält.
  • Seth Pilaster lehnt im Gegensatz zum Film Hugh und seine Mutter Lydia nicht ab, sondern unterstützt sie finanziell und setzt durch, dass Hugh im Bankhaus Pilaster eine Ausbildung absolvieren kann.
  • Im Gegensatz zu seinem Cousin Edward und Micky sowie der Darstellung im Film verabscheut er das Glücksspiel.
  • Kurz nach dem Tode von Seth fällt Hugh in Ungnade, als er im Haus seines Onkels Joseph beim Sex mit Maisie erwischt wird. Hugh wird deshalb – nicht aus freien Stücken – nach Amerika geschickt.
  • Solly Greenbourne wird im Buch immer als sehr dicke Person beschrieben und beschäftigt sich nicht mit Literatur und Gedichten. Hughs und Maisies Sohn Hubert, wie er im Buch genannt wird, ist und bleibt Maisies einziges Kind.
  • Nach Hughs Rückkehr wird nicht er, sondern Edward zum Partner im Bankhaus ernannt. Edwards erstes Geschäft als Partner soll die Finanzierung einer Eisenbahn für Mickys Vater werden. Hugh äußert Bedenken und so einigen sich die Teilhaber, das riskante Geschäft gemeinsam mit der Greenbourne-Bank abzuwickeln. Im Buch setzt es Augusta unter anderem mit Bestechung durch, dass ihr Ehemann Joseph anstelle von Sollys Vater Ben in den Adelsstand erhoben wird. Solly verweigert daraufhin die Zusage zu den Vereinbarungen der Finanzierung. Micky tötet Solly und in der Folge wird die Eisenbahn gebaut.
  • Im Buch stirbt Joseph, ihm folgt Edward als Seniorpartner der Bank. Obwohl Edward mehr Zeit in Clubs, in Bordellen und mit seinem Jugendfreund Micky verbringt, erpresst Augusta die anderen Teilhaber, ihren Sohn als neuen Seniorpartner einzusetzen. Auch im Buch treibt der neue Hafen in Südamerika die Bank in den Bankrott, hier hat allerdings Edward als Seniorpartner ohne das Wissen der anderen Teilhaber nachträglich die Verträge ändern lassen und alles Geld an die Hafengesellschaft ausbezahlt. Auch im Buch macht Micky seinen Freund Edward mit Sex und Versprechungen einer gemeinsamen Zukunft gefügig.
  • Einige Namen wurden zwar aus dem Buch aufgegriffen, jedoch anderen Personen zugeordnet. Rachel Bodwyn ist die Tochter eines Rechtsanwalts, die einige Zeit mit Micky Miranda verheiratet ist. Augustas Tochter heißt Clementine und heiratet auch. Edward heiratet Emily, die – wie im Film auch – keine Kinder bekommt, weil Edward nicht mit ihr das Bett teilt. Florence Stalworthy hat Interesse an Hugh. Diese Beziehung wird allerdings von Augusta sabotiert, damit ihr ungeliebter Neffe nicht in eine Adelsfamilie einheiraten kann.
  • Hugh lernt seine Frau Nora nach seiner Rückkehr aus Amerika kennen. Sie ist eine einfache Angestellte, die Hugh heiratet, damit er ihr aufgrund seines Einkommens ein gutes Leben ermöglichen kann.
  • Samuel Pilaster lebt zwar auch im Buch in einer Beziehung mit seinem „Sekretär“, steht jedoch zu jeder Zeit hinter seinem Neffen Hugh und stellt sich auch des Öfteren gegen seinen Cousin Joseph. Samuel unterstützt Hugh auch dabei, nach dem Bankrott des Bankhauses Pilaster das Vermögen der Familie zu liquidieren und so die Schulden der Bank ordnungsgemäß zu tilgen. Es ist Augusta, die sich nicht mit dem Verlust abfinden kann und vorschlägt, Barreserven aus der Bank zu holen und sich ins Ausland abzusetzen.
  • Micky tötet im Verlauf des Buches neben Seth Pilaster und Solly Greenbourne auch Peter Middleton und Tonio da Silva. Peter ertränkt er noch während seiner Schulzeit in Windfield. Als er Edward glauben macht, dieser habe Peter auf dem Gewissen, wird das die Grundlage für die lange und enge Beziehung mit der Familie Pilaster. Tonio da Silva stammt aus Mickys Heimat und war bereits mit ihm in Windfield im Internat. Gegen Ende des Buches wird Tonio von Micky in London erschossen. Micky tötet sich nicht selbst, sondern ertrinkt am Ende des Romans. Er hat Augusta versprochen, sie mit nach Südamerika zu nehmen. Als sie jedoch erkennt, dass er sie nur benutzt hat, um außer Landes zu kommen, schließt sie ihn in ihrem Überseekoffer ein und wirft diesen mitsamt Micky über Bord.
  • Edward nimmt sich nicht das Leben, sondern stirbt nach seiner Auswanderung nach Frankreich in Antibes an den Folgen der Syphilis, mit der er sich bei einem seiner vielen Bordellbesuche angesteckt hat.
  • Nora verlässt Hugh, da sie sich nicht mit einem Leben in Armut abfinden will, und lässt die gemeinsamen drei Kinder am Weihnachtsabend allein zurück. Als Maisie Hugh besuchen möchte, findet sie seine drei Söhne und nimmt sich ihrer an. Am Ende des Buches heiraten Hugh und Maisie und er adoptiert den gemeinsamen Sohn Hubert.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Die Pfeiler der Macht. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, September 2015 (PDF; Prüf­nummer: 154 088 V).
  2. Die Pfeiler der Macht bei crew united. Abgerufen am 2. Februar 2018.
  3. Die Pfeiler der Macht. Ein modernes, abgründiges Märchen. ZDF, archiviert vom Original am 4. Februar 2016; abgerufen am 3. Februar 2018 (Offizielle Website des ZDF).
  4. David Denk: Sex, Lügen und Fünf-Uhr-Tee. Süddeutsche Zeitung, 24. Januar 2016, abgerufen am 3. Februar 2018.
  5. Michael Hanfeld: ZDF verfilmt Ken Follett. Säulenheilige sind sie alle nicht. In: Feuilleton. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Januar 2016, abgerufen am 3. Februar 2018.
  6. Heike Kunert: Und irgendwann singt Yvonne Catterfeld. Die Zeit, 25. Januar 2016, abgerufen am 3. Februar 2018.
  7. Christian Rupp: Primetime-Check: Montag, 25. Januar 2016. Quotenmeter.de, 26. Januar 2016, abgerufen am 3. Februar 2018.