Die Affäre der Sunny von B.

Film von Barbet Schroeder (1990)

Die Affäre der Sunny von B. (Reversal of Fortune) ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Barbet Schroeder aus dem Jahr 1990. Die Handlung beruht auf dem gleichnamigen biografischen Roman von Alan M. Dershowitz, dem Verteidiger des wegen Mordes an seiner Ehefrau Sunny angeklagten Claus von Bülow.

Film
Deutscher TitelDie Affäre der Sunny von B.
OriginaltitelReversal of Fortune
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1990
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Barbet Schroeder
Drehbuch Nicholas Kazan
Produktion Edward R. Pressman,
Oliver Stone
Musik Mark Isham
Kamera Luciano Tovoli
Schnitt Lee Percy
Besetzung

HandlungBearbeiten

Die Geschichte wird zum Teil aus der Perspektive der komatös im Krankenhaus liegenden Sunny von Bülow in Rückblenden erzählt.

Der dänische Adelige Claus von Bülow heiratet seine Affäre, die vermögende Sunny. Die Ehe befindet sich jedoch schon bald in der Krise. Claus hat neben regelmäßigen Treffen mit Prostituierten eine Affäre mit einer gesellschaftlich hochgestellten Dame. Sunny konsumiert derweil regelmäßig Drogen und übermäßig Alkohol.

Eines Tages wird Sunny in einem komatösen Zustand vorgefunden, wie bereits einige Monate zuvor schon einmal, diesmal erwacht sie jedoch nicht mehr. Ursache ist eine Überdosis Insulin. Ihr Ehemann wird wegen Mordversuches angeklagt, ihm wird vorgeworfen, ihr Insulin gespritzt zu haben. In einem ersten Gerichtsverfahren wird er zu einer Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt.

Der Film zeigt die Vorbereitungen eines Jura-Professors und seines Teams für einen zweiten Prozess. In Rückblenden erfährt man von Situationen und der Beziehung zwischen Claus und Sunny. In einem Revisionsprozess wird Claus von Bülow freigesprochen. Bis zum Ende bleibt jedoch unklar, wie es zu der Insulindosis kam.

KritikenBearbeiten

Roger Ebert beschrieb in der Chicago Sun-Times vom 17. Oktober 1990, dass den Charme des Filmes ausmache, dass letztlich nicht der Versuch unternommen wird zu erklären, ob es sich um einen Mordversuch handelte und wer ihn ausgeführt haben könnte. Es sei „genial“, dass die im komatösen Zustand befindliche Sunny von Bülow die Narration führe. Der Film sei kein Dokudrama, sondern eher ein Film über die Persönlichkeiten der beteiligten Menschen.[1]

AuszeichnungenBearbeiten

Jeremy Irons gewann im Jahr 1991 den Golden Globe Award sowie den Oscar als Bester Hauptdarsteller, Barbet Schroeder und Nicholas Kazan erhielten bei beiden Verleihungen jeweils eine Nominierung. Der Film war zudem als Bester Film – Drama für den Golden Globe Award, für den Artios der Casting Society of America und für den Political Film Society Award für Exposé nominiert.

HintergrundBearbeiten

Der Film wurde in New York und in Newport (Rhode Island) gedreht,[2] die Weltpremiere fand am 12. September 1990 auf dem Toronto Film Festival statt.[3] Das Einspielergebnis in den Vereinigten Staaten belief sich auf 15,4 Millionen US-Dollar.[4]

LiteraturBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Kritik von Roger Ebert
  2. Filming locations für Reversal of Fortune
  3. Premierendaten für Reversal of Fortune
  4. Box office / business für Reversal of Fortune

WeblinksBearbeiten