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Diamniadio ist eine Stadt im Département Rufisque der Metropolregion Dakar, gelegen im Westen des Senegal am Eingang der Cap-Vert-Halbinsel. Pläne, die verkehrsgünstig gelegene junge Stadt neben Dakar zu einem zweiten Regierungssitz auszubauen, führen seit 2014 zu ersten Ergebnissen.

Diamniadio
Diamniadio (Senegal)
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Koordinaten 14° 43′ 12″ N, 17° 10′ 58″ WKoordinaten: 14° 43′ 12″ N, 17° 10′ 58″ W
Basisdaten
Staat Senegal

Region

Dakar
Département Rufisque
Höhe 23 m
Fläche 30,2 km²
Einwohner 23.547 (2013)
Dichte 778,9 Ew./km²

Geographische LageBearbeiten

Diamniadio liegt rund neun Kilometer östlich der Départementspräfektur Rufisque und 30 Kilometer östlich der Metropole Dakar in den fruchtbaren Feuchtgebieten der Grand Niayes, die sich entlang der Grande-Côte von der Cap-Vert-Halbinsel bis zur Senegalmündung bei Saint-Louis hinziehen, gegen die salzhaltige Seeluft durch eine Kette von Küstendünen geschützt und bestens für Gartenbau geeignet.

Das Meer im Nordwesten ist 16 Kilometer, und die Petite-Côte bei Bargny im Südwesten sechs Kilometer entfernt. Durch die Autoroute 1 von Diamniadio getrennt, grenzt im Norden die Stadt Sébikotane an.

GeschichteBearbeiten

Der Ort Diamniadio wurde 2002 mit einer Fläche von 3023 Hektar aus der Communauté rurale Yéne herausgelöst und erhielt den rechtlichen Status einer Commune (Stadt).[1][2]

Die Regierung des Senegal unter Staatspräsident Macky Sall verfolgt den Plan, aus Diamniadio ein urbanes Zentrum von 300.000 Einwohnern zu entwickeln mit einer zentralen Funktion für das ganze Land. Ein nach dem früheren Staatspräsidenten Abdou Diouf benanntes Konferenzzentrum ist schon entstanden und war 2014 Veranstaltungsort des 15. Gipfeltreffens der Organisation internationale de la Francophonie. Der Bau der zweiten Universität in der Metropolregion Dakar, die nach Amadou-Mahtar M'Bow benannt wird, war 2017 so gut wie abgeschlossen.[3] Die Hälfte der Regierung soll nach Diamniadio übersiedeln und es soll ein zweiter Amtssitz für den Staatspräsidenten entstehen. Geplant ist auch ein Haus der Vereinten Nationen, das für bis zu 3000 UN-Beamte Platz bietet. Ab 2019 soll die Stadt im ÖPNV durch den Train express régional (TER) bedient werden, der die Metropole Dakar mit dem neuen Flughafen Dakar-Blaise Diagne verbindet.[4]

BevölkerungBearbeiten

Nach den letzten Volkszählungen hat sich die Einwohnerzahl wie folgt entwickelt:

Jahr Einwohner[5]
1988 ...
2002 10.898
2013 23.547

VerkehrBearbeiten

Diamniadio ist ein landesweit wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Hier bündeln sich Verkehrsverbindungen aus dem ganzen Senegal auf dem weiteren Weg durch die Cap-Vert-Halbinsel in die Metropole Dakar.

Mitten durch Diamniadio führt die Nationalstraße N 1. Sie verbindet die Stadt über Bargny, Rufisque und Pikine mit der Hafenmetropole Dakar im Westen und in Richtung Osten führt sie durch das Erdnussbecken mit den Städten Saly Portudal, Mbour, Fatick, Kaolack, Birkelane, Kaffrine, Malem Hodar, Koumpentoum und Tambacounda und sie endet in Kidira an der malischen Grenze. Parallel zur N1 verläuft am nördlichen Stadtrand die Bahnstrecke Dakar–Niger, die für den Güterverkehr im Erdnussbecken und mit dem Nachbarland Mali von Bedeutung ist. Am östlichen Stadtrand zweigt die N 2 von der N1 ab. Sie führt in einem großen Bogen durch den Norden des Landes, zunächst in einigem Abstand der Grande-Côte und dann dem linken Senegalufer folgend, durch die Städte Sébikotane, Pout, Thiès, Tivaouane, Kébémer, Louga, Saint-Louis, Richard Toll, Dagana, Ourossogui und trifft zuletzt in Kidira an der malischen Grenze wieder auf die N1.

Zwischen Diamniadio und Sébikotane gibt es eine Anschlussstelle der mautpflichtigen Autoroute 1 an die N2.

Der Flughafen Dakar-Blaise Diagne liegt 15 Kilometer südöstlich der Stadt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten