Diakonie-Klinikum Stuttgart

Krankenhaus in Stuttgart-West und Akademisches Lehrkrankenhaus der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Diakonie-Klinikum Stuttgart
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Trägerschaft Evangelische Diakonissenanstalt Stuttgart und Stiftung Paulinenhilfe Stuttgart
Ort Stuttgart
Koordinaten 48° 46′ 53″ N, 9° 9′ 52″ OKoordinaten: 48° 46′ 53″ N, 9° 9′ 52″ O
Geschäftsführer Bernd Rühle
Versorgungsstufe Versorgungsvertrag nach § 109 SGB V (Krankenhaus)[1]
Betten 400 Planbetten, 12 Plätze in der Psychosomatischen Tagesklinik
Mitarbeiter 1600
Fachgebiete 7 Hauptfachabteilungen, 1 Belegabteilung, Psychosomatische Tagesklinik
Gründung 2003
Website https://www.diakonie-klinik.de/
Lage
Diakonie-Klinikum Stuttgart (Baden-Württemberg)

Das Diakonie-Klinikum Stuttgart ist ein Krankenhaus in Stuttgart-West und Akademisches Lehrkrankenhaus der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Jährlich werden über 20.000 Patienten stationär behandelt, etwa 70.000 Patienten ambulant. Vorsitzender des Aufsichtsrats der gGmbH war seit Gründung 2003 Dietrich Bauer, heute Alfred Lein. Bis zum 30. November 2011 war Volker Geißel Geschäftsführer, der altersbedingt ausschied. An seine Stelle trat der bisherige Verwaltungsdirektor Bernd Rühle. Das Diakonie-Klinikum Stuttgart ist Mitgesellschafter am Evangelischen Bildungszentrum für Gesundheitsberufe Stuttgart (EBZ).

Das Haus ist als regionales Traumazentrum zertifiziert. Es verfügt über einen Schockraum und eine moderne interdisziplinäre Notaufnahme.

GeschichteBearbeiten

Das erste Krankenhaus der Stuttgarter Diakonissenanstalt war das Paulinenhospital in der Forststraße, das im Jahr 1854 auf Initiative der Stuttgarter Kaufmannsfrau Charlotte Reihlen und Prälat Sixt Carl von Kapff gegründet wurde.[2] Am 16. Januar 1906 weihte König Wilhelm II. von Württemberg zusammen mit seiner Frau Charlotte das als Chirurgische Klinik geplante Wilhelmhospital ein. Die Namen der nach dem Ehepaar benannten Gebäudeabschnitte „Wilhelmhospital“ und „Charlottenbau“ sind bis heute erhalten geblieben. Paulinenhospital und Wilhelmhospital wurden 1960 zum Diakonissenkrankenhaus zusammengelegt. Das Diakonie-Klinikum Stuttgart entstand am 1. Januar 2003 durch die Fusion der Orthopädischen Klinik Paulinenhilfe (gegründet 1845) und dem Diakonissenkrankenhaus Stuttgart.[3]

Das Diakonie-Klinikum erhielt an der Rosenbergstraße einen Neubau, dessen erster Bauabschnitt 2004 eingeweiht und dessen zweiter Bauabschnitt 2007 abgeschlossen wurde; es war seinerzeit eines der größten Krankenhausbauprojekte in Baden-Württemberg.[4] Seit 2005 ist die Diakonie-Klinikum Stuttgart Diakonissenkrankenhaus und Paulinenhilfe gGmbH, wie die korrekte Firmierung lautet, am gemeinsamen Standort in der Rosenbergstraße in Stuttgart.

Fachabteilungen und SpezialisierungenBearbeiten

 
Diakonie-Klinikum Stuttgart
 
Diakonie-Klinikum Stuttgart, Eingangsbereich

Das Diakonie-Klinikum Stuttgart verfügt über folgende Fachabteilungen:

Des Weiteren sind folgende Spezialabteilungen angegliedert:

  • Interdisziplinäres Brustzentrum
  • Prostatakrebszentrum
  • Kontinenz- und Beckenbodenzentrum
  • PET-Zentrum
  • Schilddrüsenzentrum
  • Gefäßzentrum
  • Ein mit einem Team aus Orthopäden, Neurochirurgen und Unfallchirurgen besetztes Wirbelsäulenzentrum. Dort wird angeboten: Mikroskopische und minimal-invasive Operationen bei Bandscheibenvorfällen und Verengungen des Spinalkanals, Ersatz von erkrankten Bandscheiben durch Bandscheibenprothesen im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule, dynamische, nicht versteifende Stabilisierung an der Lendenwirbelsäule, Versteifungsoperationen bei Instabilitäten, Fehlstellungen (z. B. Wirbelgleiten, Skoliose) und Entzündungen der Wirbelsäule, Stabilisierungs- und Dekompressionsoperationen bei Rheumabefall, Frakturen und Verletzungen (Wirbelbrüche, Wirbelverrenkungen) der Wirbelsäule sowie Stabilisierung und Aufrichtung von Wirbelbrüchen (Frakturen) bei Osteoporose mit Knochenzement (Kyphoplastie/Vertebroplastie).

Dokumentation über die alltägliche Arbeitsroutine 2021Bearbeiten

Eine Dokureihe blickt 2021 im Diakonissen – authentisch – in den Klinikalltag und zeigt ganz nah die Arbeit von Ärzten und Pflegekräften, die ihren Beruf lieben. Titel der Serie ist SOS Großstadtklinik. Eine Besonderheit der Aufnahmetechnik sind dabei 17 Remote-Kameras, die über mehrere Wochen Ausschnitte aus vier Stationen des Diakonissen-KH in Stuttgart aufgenommen haben, ohne dass Kamerateams im jeweiligen Raum anwesend sind.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Details: Diakonie-Klinikum Stuttgart. (Nicht mehr online verfügbar.) Verband der Krankenhäuser in Stuttgart e. V., archiviert vom Original am 11. Januar 2016; abgerufen am 5. Mai 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kliniken-stuttgart.de
  2. Ulrich Mack: Festschrift zum 160. Jubiläum der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart. (PDF; 1,2 MB) Grußwort. Mai 2014, S. 5, abgerufen am 5. Mai 2015.
  3. Frank Weberheinz: 100 Jahre Chirurgie im Wilhelmhospital - Interview mit Chefarzt Priv. Doz. Dr. med. Rainer Ernst. DiakonieKlinikum Stuttgart, archiviert vom Original am 4. Februar 2010; abgerufen am 5. Mai 2015.
  4. Das Diakonie-Klinikum Stuttgart. DiakonieKlinikum Stuttgart, archiviert vom Original am 16. August 2011; abgerufen am 5. Mai 2015.
  5. Leistungsspektrum der Urologie des Diakonie-Klinikums Internetauftritt des Klinikums
  6. SOS Großstadtklinik: Serien-Homepage in der ARD-Mediathek, Produzent SWR, 9 Folgen in der 1. Staffel