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Die Deutsche Rentenversicherung Hessen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung und ein Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung. Das bedeutet, dass die Beitragszahler – also Versicherte und Arbeitgeber – ihren Rentenversicherungsträger selbst verwalten. Hauptsitz ist in Frankfurt am Main, Dienststellen für Versicherungs- und Rentenangelegenheiten befinden sich in Darmstadt, Künzell, Kassel und Königstein im Taunus.

Deutsche Rentenversicherung
Hessen
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Sozialversicherung Gesetzliche Rentenversicherung
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Zuständigkeit Hessen
Sitz Frankfurt am Main
Geschäftsführung Birgit Büttner (Vorsitz), Thomas Hild-Füllenbach
Versicherte 1,9 Mio. (2013)[1]
Rentner 750.000 (2013)[2]
Haushaltsvolumen 8,2 Mrd. Euro (2014)[3]
Website DRV Hessen
Hauptverwaltung am Schaumainkai (Städelstraße 28) in Frankfurt am Main

Als einer von 14 eigenständigen regionalen Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung betreut die Deutsche Rentenversicherung Hessen rund 1,9 Millionen Versicherte, 750.000 Rentner sowie 100.000 Arbeitgeber in Hessen. Sie ist die regionale Ansprechpartnerin für zurzeit 1,7 Millionen Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund in Hessen, wenn es um Fragen rund um Rente, Rehabilitation und Altersvorsorge geht. Ihr Versichertenbestand erhöht sich jährlich, bis eine Verteilungsquote von 55 Prozent bei den Regionalträgern und 45 Prozent für die Bundesträger bis zum Jahr 2020 erreicht ist. Mit einem Gesamtvolumen von 8,2 Milliarden Euro ist der Haushalt 2014 der Deutschen Rentenversicherung Hessen der größte öffentliche Etat nach dem Landeshaushalt. Das Gros der Ausgaben entfällt auf die Rentenzahlungen mit 6,45 Milliarden Euro. Das sind 84 Prozent der Gesamtausgaben. Die Verwaltungs- und Verfahrenskosten betragen 115 Millionen Euro; das sind nur 1,5 Prozent der Gesamtausgaben. Die Deutsche Rentenversicherung Hessen beschäftigt insgesamt 2400 Mitarbeiter in der Verwaltung und in ihren trägereigenen Rehabilitationseinrichtungen.

Inhaltsverzeichnis

OrganisationBearbeiten

SelbstverwaltungBearbeiten

Organe der Selbstverwaltung sind die Vertreterversammlung und der Vorstand. Diese beiden Gremien sind zu gleichen Teilen mit ehrenamtlich tätigen Vertretern von Versicherten und Arbeitgebern besetzt. Für die laufenden Verwaltungsgeschäfte zeichnet der hauptamtliche Geschäftsführer verantwortlich. Dieser gehört dem Vorstand mit beratender Stimme an.

VertreterversammlungBearbeiten

Manfred Schmidt (alternierender Vorsitz), Gerd Brücker (Vorsitz)

VorstandBearbeiten

Gabriele Kailing (alternierender Vorsitz), Stefan Hoehl (Vorsitz)

GeschäftsführungBearbeiten

Seit April 2014 führt eine Geschäftsführung die laufenden Verwaltungsgeschäfte. Sie besteht seit dem 1. Februar 2016 aus Birgit Büttner (Erste Direktorin) und Thomas Hild-Füllenbach.[4]

ServiceBearbeiten

Die Deutsche Rentenversicherung Hessen ist dezentral organisiert mit ihrer Hauptverwaltung in Frankfurt am Main und ihren vier Dienststellen für Versicherungsangelegenheiten in Darmstadt, Frankfurt am Main in Königstein, Fulda in Künzell und Kassel.

Auskunfts- und Beratungsstellen sowie SprechtageBearbeiten

10 regionale Auskunfts- und Beratungsstellen in Bad Nauheim, Darmstadt, Frankfurt am Main, Gelnhausen, Gießen, Heppenheim (Bergstraße), Kassel, Künzell, Marburg und Wiesbaden sowie regelmäßige Beratungstage an 17 Sprechtagsorten sichern für alle Rentenversicherten in Hessen eine umfassende Aufklärung und Beratung rund um das Thema Rente, Rehabilitation und zusätzliche private Altersvorsorge. Die Berater führen jährlich 540.000 Gespräche durch; davon 280.000 persönlich vor Ort.

Servicestellen für RehabilitationBearbeiten

In sieben trägerübergreifenden Servicestellen für Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Hessen in Bad Nauheim, Darmstadt, Frankfurt am Main (2), Gießen, Kassel und Künzell werden behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in allen Fragen der Rehabilitation umfassend und qualifiziert beraten, unabhängig davon, welcher Rehabilitationsträger zuständig ist.

VersichertenältesteBearbeiten

Ehrenamtliche Versichertenälteste der Deutschen Rentenversicherung Hessen geben in den Städten und Landkreisen Auskunft in Rentenfragen, nehmen Anträge entgegen und helfen beim Ausfüllen. Ihre Zahl bezifferte die Deutsche Rentenversicherung zuletzt mit 75 bis 80.[5]

Ärztliche UntersuchungsstellenBearbeiten

Medizinische Begutachtungen für Erwerbsminderungsrenten und Rehabilitationsleistungen werden von den Untersuchungsstellen des Ärztlichen Dienstes der Deutschen Rentenversicherung Hessen in Bad Nauheim, Darmstadt, Frankfurt am Main, Kassel, Künzell und Marburg durchgeführt.

BetriebsprüfdienstBearbeiten

Die Betriebsprüfungen im Rahmen der Beitragsüberwachung erfolgen durch die Prüfbezirksstellen Südhessen in Bensheim, Rhein-Main in Frankfurt am Main, Westhessen in Königstein im Taunus, Mittelhessen in Marburg und Nordhessen in Kassel.

Kliniken für RehabilitationBearbeiten

Zur Durchführung medizinischer Rehabilitationsmaßnahmen unterhält die Deutsche Rentenversicherung Hessen fünf eigene Rehabilitationseinrichtungen:

  • Klinik Sonnenblick, Marburg[6]
  • Eleonoren-Klinik, Lindenfels-Winterkasten[7]
  • Klinik Kurhessen, Bad Sooden-Allendorf[8]
  • Klinik am Park, Bad Schwalbach
  • Rehabilitationszentrum am Sprudelhof, Bad Nauheim

AufgabenBearbeiten

Die Leistungen der Deutschen Rentenversicherung Hessen reichen von der individuellen Auskunft und Beratung in den Bereichen Rente, Rehabilitation und private Altersvorsorge, über die Aufbereitung der Versicherungskonten (Kontenklärung) bis hin zur Bearbeitung und Entscheidung der Anträge auf Leistungen zur medizinischen oder beruflichen Rehabilitation sowie von Rentenleistungen (bei Erwerbsminderung, Alter und Tod).

FinanzierungBearbeiten

Finanziert werden diese Leistungen durch die Beiträge der Versicherten und ihrer Arbeitgeber sowie durch Zuschüsse des Bundes. Dafür verantwortet die Deutsche Rentenversicherung Hessen mit rund 7,5 Milliarden Euro den zweitgrößten öffentlichen Haushalt in Hessen.

GeschichteBearbeiten

Rechtsvorgängerin war bis 2005 die Landesversicherungsanstalt Hessen (LVA Hessen), die ihrerseits 1946 durch die Fusion der Landesversicherungsanstalt Großherzogtum Hessen (mit Sitz in Darmstadt) und der Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau (mit Sitz in Kassel) entstanden war.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DRV-Hessen= Archivlink (Memento des Originals vom 9. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutsche-rentenversicherung.de
  2. DRV-Hessen= Archivlink (Memento des Originals vom 9. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutsche-rentenversicherung.de
  3. DRV-Hessen= Archivlink (Memento des Originals vom 9. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutsche-rentenversicherung.de
  4. Deutsche Rentenversicherung Hessen. In: deutsche-rentenversicherung.de. Abgerufen am 23. April 2014.
  5. RVH Zahlen und Fakten (Memento vom 9. Dezember 2013 im Internet Archive)
  6. Homepage Klinik Sonnenblick=http://www.klinik-sonnenblick.de/HKMA/de/Navigation/_home_node.html
  7. Homepage Eleonorenklinik=http://www.klinik-sonnenblick.de/HKMA/de/Navigation/_home_node.html
  8. Homepage Klinik Kurhessen=http://www.klinik-kurhessen.de/HKBS/de/Navigation/_home_node.html