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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dettenhausen
Dettenhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dettenhausen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 36′ N, 9° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Tübingen
Höhe: 412 m ü. NHN
Fläche: 11,02 km2
Einwohner: 5431 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 493 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72135
Vorwahl: 07157
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 08 4 16 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bismarckstraße 7
72135 Dettenhausen
Website: www.dettenhausen.de
Bürgermeister: Thomas Engesser
Lage der Gemeinde Dettenhausen im Landkreis Tübingen
Landkreis BöblingenLandkreis CalwLandkreis EsslingenLandkreis FreudenstadtLandkreis ReutlingenLandkreis RottweilZollernalbkreisAmmerbuchBodelshausenDettenhausenDußlingenGomaringenHirrlingenKirchentellinsfurtKusterdingenMössingenNehren (Württemberg)NeustettenOfterdingenRottenburg am NeckarRottenburg am NeckarRottenburg am NeckarStarzachTübingenKarte
Über dieses Bild

Dettenhausen ist eine Gemeinde im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg (Deutschland). Sie gehört zur Region Neckar-Alb und zur europäischen Metropolregion Stuttgart.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Dettenhausen liegt auf der Schönbuchlichtung, etwa zwölf Kilometer südöstlich von Böblingen. Es befindet sich am Nordrand des Waldgebiets und gleichnamigen Naturparks Schönbuch. Ostnordöstlich erhebt sich der Betzenberg. Durchflossen wird die Ortschaft von der Schaich. Die Landesstraße 1208 (ehemals Bundesstraße 27) StuttgartTübingen führt hindurch.

NachbargemeindenBearbeiten

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Dettenhausen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Böblingen beziehungsweise zu den Landkreisen Reutlingen¹ und Tübingen²:

Waldenbuch, Walddorfhäslach¹, Pliezhausen¹, Tübingen² und Weil im Schönbuch

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Dettenhausen gehören das Dorf Dettenhausen und das Einzelhaus Hirschland.[2]

GeschichteBearbeiten

Die urkundliche Ersterwähnung der Gemeinde als Detenhusen war um das Jahr 1100. Jedoch wird vermutet, dass schon um 700 Menschen am Ort siedelten. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Schwaben.

PolitikBearbeiten

 
Rathaus Dettenhausen 2016

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Dettenhausen hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
63,3 %
18,7 %
18,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,7 %p
+5,2 %p
-5,9 %p
FWV/BuW Freie Wählervereinigung 63,3 9 62,6 9
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 18,7 3 13,5 3
BÜ/CDU Bürgerliche/Christlich Demokratische Union Deutschlands 18,0 2 23,9 2
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 68,5 % 57,4 %

BürgermeisterBearbeiten

Thomas Engesser wurde im November 2010 im ersten Wahlgang zum neuen Bürgermeister gewählt[3] und bei der Wahl im November 2018 mit 66,8 % wiedergewählt.[4] Frühere Bürgermeister waren Helmuth Bächle, Kurt Dörr und Hans-Joachim Raich. Letzterer hatte vor Engesser das Amt 16 Jahre bekleidet.[5]

PartnerschaftenBearbeiten

Dettenhausen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zum sächsischen Treuen im Vogtland (seit August 1991) und zum ungarischen Tab (seit 1994).

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schönbuchmuseum
 
Bahnhof

Museen und GedenkstättenBearbeiten

Das Schönbuchmuseum zeigt in den drei Bereichen Jagd, Stein und Wald vieles über das Leben in dieser Gegend.

Im Polizeimuseum ist eine historische internationale Sammlung von Polizeiuniformen von Bernhard Strobel zu sehen.

Denkmal für Gottlieb Aberle auf dem Friedhof in Dettingen und in Riedlingen. Gottlieb Aberle wurde am 21. April 1945 wegen angeblicher ‚Feindbegünstigung‘ mit zwei anderen Häftlingen durch Genickschuss von einem Kommando der Gestapo im Wald bei Riedlingen ermordet. Sein Vergehen: Er hatte im Schönbuch zwei schwer verletzte kanadische Fliegerpiloten gefunden und bei sich aufgenommen.[6]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Landesstraße 1208 führt im Norden nach Stuttgart und im Süden nach Tübingen.

Die Schönbuchbahn der Württembergischen Eisenbahngesellschaft verbindet die Gemeinde mit Böblingen und damit mit der S-Bahn nach Stuttgart.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 109.

FernwärmeBearbeiten

In Dettenhausen gibt es seit Ende 2009 ein Holzheizkraftwerk. Das Heizkraftwerk soll den Ort nach und nach mit Fernwärme versorgen. 2011 wurde zu diesem Zweck eine Bürgergenossenschaft gegründet. Das Wärmenetz soll vom Areal beim Bahnhof aus nach Dettenhausen ausgebaut werden.[7][8]

MedienBearbeiten

Am Ort übliche Tageszeitungen: Schwäbisches Tagblatt Tübingen und Stuttgarter Nachrichten.

Historische BautenBearbeiten

Die Evangelische Johanneskirche[9][10] wurde zwischen 1833 und 1834 nach den Plänen von Ludwig Friedrich Gaab[11] im Kameralamtsstil errichtet. Sie ist die Pfarrkirche der evangelischen Ortskirchengemeinde im Kirchenbezirk Tübingen.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Bernhard Zeller (1919–2008), Literaturhistoriker und Archivar
  • Wilfried Huber (1925–1986), Hochschul- und Bildungspolitiker, Erziehungswissenschaftler
  • Felix Huby (* 1938), Journalist und Autor

Personen, die in Dettenhausen leben oder gelebt habenBearbeiten

  • Lotte Reiniger (1899–1981), Scherenschneiderin und Buchillustratorin, lebte zuletzt und starb in Dettenhausen
  • Robert Schlienz (1924–1995), Fußballnationalspieler, lebte in Dettenhausen
  • Uwe Stamer (* 1944), evangelischer Religionspädagoge

Personen, die vor Ort wirktenBearbeiten

  • Ludwig Friedrich Gaab (1800–1869) Architekt und Baubeamter, Architekt der Johanneskirche in Dettenhausen.

LiteraturBearbeiten

  • Umfassende Materialien zur Gemeindegeschichte finden sich in der Gemeindechronik Dettenhausen – Geschichte und Gegenwart, Silberburg-Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-87407-367-X.
  • Wilhelm Böhringer: Heimatbuch der Schönbuchgemeinde Dettenhausen, Bürgermeisteramt Dettenhausen 1973.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 123–124
  3. http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/Engesser-gewinnt-die-Wahl;art372441,4569473
  4. https://www.dettenhausen.de/ceasy/modules/resources/main.php?id=1879&download=1
  5. http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Hans-Joachim-Raich-ueber-seine-Amtszeit-197706.html
  6. Vor 60 Jahren wurde der Dettenhäuser Gottlieb Aberle erschossen. In: tagblatt.de. 2. September 2016, abgerufen am 9. Februar 2016.
  7. tagblatt.de vom 16. Juli 2011
  8. tagblatt.de vom 21. Januar 2012
  9. Datenblatt, abgerufen am 8. Mai 2013
  10. Offizielle Website der Kirchengemeinde, abgerufen am 1. September 2018
  11. Bau und Zustandsbeschreibung, abgerufen am 8. Mai 2013
  12. Nachruf zum Tod von Herrn Stefan Nau, Ehrenbürger der Gemeinde Dettenhausen. Abgerufen am 6. November 2019.
  13. Felix Huby wird Ehrenbürger. Abgerufen am 6. Januar 2019.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dettenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien