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Der Tunnel (2001)

deutscher Fernsehfilm von Roland Suso Richter (2001)

Der Tunnel ist ein deutscher Film aus dem Jahr 2001, welcher auf einer wahren Begebenheit basiert (Siehe: Tunnel 29). Es wirken unter anderem Heino Ferch, Nicolette Krebitz und Alexandra Maria Lara mit. Der Film wurde im Fernsehen in zwei Teilen ausgestrahlt, jedoch existiert auch eine Kinofassung.

Filmdaten
OriginaltitelDer Tunnel
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2001
LängeFernsehen: 188 Minuten,
Kinofassung: 157 Minuten
Stab
RegieRoland Suso Richter
DrehbuchJohannes W. Betz
ProduktionNico Hofmann
Ariane Krampe
MusikHarald Kloser,
Thomas Wanker
KameraMartin Langer
SchnittPeter R. Adam (Kino),
Eva Schnare (TV-Zweiteiler)
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Nachdem Harry Melchior 1961 die Schwimmmeisterschaften der DDR gewinnt, gelingt ihm die Flucht in den Westen. Am Checkpoint Charlie passiert er verkleidet und mit einem gefälschten Pass die Grenze und folgt somit seinem Freund Matthis Hiller, dem kurz zuvor die Flucht durch die Kanalisation gelungen ist. Allerdings ist bei dem Fluchtversuch seine schwangere Freundin Carola festgenommen worden und sitzt nun im Zuchthaus.
Harry möchte unbedingt, dass seine Schwester, sein Schwager und deren Tochter von den Fluchthelfern ebenfalls in den Westen geholt werden, muss aber erfahren, dass der Trick mit den gefälschten Pässen nur bei jeweils einem Mitglied einer Familie funktioniert.

Harry hat daraufhin eine geniale, aber beinahe unmögliche Idee: Da die DDR alle oberirdischen Möglichkeiten, in den Westen zu gelangen, zugemacht hat und ebenso die Kanalisation kontrolliert, fasst Harry den Entschluss, einen Tunnel unter der Mauer hindurch zu graben. Hierbei kommt ihm zugute, dass Matthis von Beruf Ingenieur ist. Zusammen mit Vittorio „Vic“ Costanza und Fred von Klausnitz, die auch schon Harrys Fluchthelfer waren, mieten Matthis und Harry eine stillgelegte Fabrik, aus deren Keller sie einen Tunnel unter der Mauer graben wollen.

Als die Truppe eines Abends in einem Café sitzt und die Pläne schmiedet, werden sie von Fritzi Scholz belauscht. Sie findet heraus, von wo die Truppe gräbt und dringt am nächsten Tag während der Arbeiten in die alte Fabrik ein. Von den Männern erwischt und gefasst, gesteht Fritzi, dass sie sie belauscht hat und sie ebenfalls ihren Verlobten in den Westen holen möchte. Nachdem letzte Zweifel, Fritzi könnte ein Spitzel sein, ausgeräumt sind, komplettiert Fritzi von nun an das Team.

Die Arbeiten gehen langsam voran. Als die Truppe schon unter der Berliner Mauer hindurch ist, rollt über ihnen ein Panzer über die Straße, der den Tunnel beinahe zum Einsturz bringt und Harry verschüttet. Jedoch gelingt es Fritzi, Harry zu retten, was auch die letzten seiner Zweifel an ihrer Person ausräumt. An einem Grenzübergang wird Vitt plötzlich von der Polizei wegen Verdachts der Fluchthilfe festgenommen und bis auf weiteres ins Gefängnis gesteckt. Allerdings gibt er im Gefängnis nichts von dem Tunnel preis und behauptet, trotz Folterung, unschuldig zu sein, sodass er am Heiligabend 1961 wieder freigelassen wird.

Die Arbeiten gehen allerdings nicht so schnell wie gedacht voran. Deshalb beschließt die Truppe, weitere Leute aufzunehmen, was auch die Zahl der Westflüchtlinge erheblich erhöht. Harry ist anfangs nicht begeistert davon, allerdings bleibt ihm angesichts der langen Zeitspanne des Tunnelbaus keine andere Wahl.

Als die Tunnelarbeiten nun schneller voranschreiten, bekommt der amerikanische Fernsehsender NBC davon Wind und bietet finanzielle Absicherung sowie eine nicht unerhebliche Summe für die Exklusivrechte des Tunnelbaus.

KritikBearbeiten

Lexikon des internationalen Films: Ein ebenso überzeugendes wie beklemmendes Zeitporträt, das von guten Darstellern getragen wird und die Mittel des Spannungskinos wirkungsvoll zum Zwecke seiner engagierten Geschichte nutzt.[1]

AuszeichnungenBearbeiten

Weitere FluchtverfilmungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Tunnel. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 24. August 2017.