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Der Mann der Friseuse

Film von Patrice Leconte (1990)

Der Mann der Friseuse ist ein Film des französischen Regisseur Patrice Leconte aus dem Jahr 1990. Der Film basiert auf einem Drehbuch von Claude Klotz und Patrice Leconte und wurde von den Filmstudios Lambart Productions produziert. Gedreht wurde in Barneville-Carteret (Manche) und Senlis (Oise) in Frankreich.

Filmdaten
Deutscher TitelDer Mann der Friseuse
OriginaltitelLe Mari de la coiffeuse
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1990
Länge82 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegiePatrice Leconte
DrehbuchClaude Klotz
Patrice Leconte
ProduktionThierry de Ganay
MusikMichael Nyman
KameraEduardo Serra
SchnittJoëlle Hache
Besetzung
Chronologie

Nachfolger →
The Essential Michael Nyman Band

Das Premierendatum in Deutschland war der 31. Januar 1991.

HandlungBearbeiten

Antoine hat durch ein jugendliches Erlebnis beschlossen, eine Friseuse zu heiraten: Im Alter von zwölf Jahren übt eine alleinstehende, rothaarige Friseuse einen erotischen Reiz auf ihn aus. Eine entsprechende Äußerung gegenüber seinen Eltern beantwortet der Vater mit einer Ohrfeige, für die er sich aber kurz darauf entschuldigt.

Als Erwachsener betritt Antoine eines Tages einen Friseursalon und beschließt, die Friseuse zu heiraten. Diese stimmt dem Heiratsantrag nach drei Wochen Bedenkzeit tatsächlich zu. Antoine genügt es, im Salon zu sitzen und seine Frau Mathilde zu beobachten. Beide scheinen längere Zeit mit der Situation zufrieden zu sein. Um jedoch nicht ein eventuelles Ende ihres Glücks zu erleben, stürzt sich Mathilde, unter dem Vorwand Joghurt besorgen zu wollen, während eines Unwetters in einen reißenden Fluss und hinterlässt Antoine einen Abschiedsbrief.

Zum Schluss sieht man Antoine im Salon sitzen und Kreuzworträtsel lösen. Er wäscht einem hereinkommenden Kunden die Haare, tanzt – wie schon während des ganzen Films – zu arabischer Musik, und hat offenbar die Realität noch nicht akzeptiert: „Die Friseuse muss gleich kommen“, sagt er zu dem Kunden.

KritikenBearbeiten

„Eine formal beeindruckende, mit ungewöhnlich leichter Hand und sanftem Humor inszenierte Geschichte einer amour fou, inszeniert als Bekenntnis zu Fantasie und Sinnlichkeit.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„… eiskalt, kalkuliert, auf Schönheit frisiert, nur Anreize, keine Reize. Mathilde flüchtet drehbuchgemäß mit einem Sprung ins Wasser. Der ehemalige Werbefilmer Leconte wundert sich, daß ihm noch kein Film zu lang geraten sei: er irrt sich.“

epd Film 2/1991

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten