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Die Depotfunde der Aunjetitzer Kultur umfassen alle als Depot- oder Hortfunde bezeichneten Niederlegungen, die aus dem Siedlungsgebiet der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur bekannt geworden sind.

Inhaltsverzeichnis

Aunjetitzer Depotfunde in Niedersachsen und HessenBearbeiten

Aunjetitzer Depotfunde in ThüringenBearbeiten

Depot Zusammensetzung Datierung Gefunden Verbleib
Depot von Dermsdorf 93 Bronzebeile 2011 Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Weimar
Depot von Griefstedt
Depot von Hersleben
Depot von Jena
Depot von Krautheim
Depot von Mittelhausen
Depot von Neunheilingen
Depot von Orlishausen
Depot von Saalburg
Depot von Straußberg
Depot von Tottleben

Aunjetitzer Depotfunde in Sachsen-AnhaltBearbeiten

Depot Zusammensetzung Datierung Gefunden Verbleib
Depot von Badingen
Depot von Bebertal
Depot von Belleben
Depot von Bennewitz 297 Randleistenbeile 2000–1700 v. Chr. 1879 Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin
Depot von Bernburg/Köthen
Depot von Börnecke
Depot von Dankensen
Depot von Dederstedt
Depot von Derenburg
Depot I von Dieskau goldene Beilklinge, zwei goldene Armbänder, goldener Armring, Ösenring aus Elektron und acht weitere goldene Objekte[1] (evtl. Grabbeigaben aus dem Bornhöck) 2000–1700 v. Chr. 1874 Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin (seit 1945 als Beutekunst im Puschkin-Museum Moskau)
Depot II von Dieskau 27 Ringe, zwei Armspiralen, drei Stabdolche, elf Stabdolchklingen, drei unterschiedliche Beile, 23 Spiralröllchen (alles Bronze) 106 Bernsteinperlen[2] 2000–1700 v. Chr. 1904 Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale)
Depot III von Dieskau 293 Beile, zwei ganze und eine halbe Doppelaxt, vier Ringe, eine Stabdolchklinge, sechs Armspiralen, weitere Fragmente[3] 2000–1700 v. Chr. 1937 Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale)
Depot von Domsen Acht Ösenhalsringe, Tongefäß, darin: Kette aus bronzenen Spiralröllchen und Bernsteinperlen, sechs große Noppenringe, zwei Armspiralen, zwei offene Armringe, ein Randleistenbeil, vier Cyprische Schleifennadeln, mehrere kleinere Bronzegegenstände[4] 2013 Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Halle (Saale)
Depot von Endorf
Depot von Gerwisch
Depot von Giersleben
Depot von Gladau
Depot von Gröbers
Depot von Groß Schwechten zehn Stabdolchklingen, 13 Nieten, vier Schaftschuhe 2000–1700 v. Chr. 1861 Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel, Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin
Depot von Halle
Depot von Halle-Giebichenstein
Depot I von Halle-Kanena
Depot II von Halle-Kanena
Depot III von Halle-Kanena
Depot von Halle-Reideburg
Depot von Hausneindorf
Depot von Helfta
Depot von Hessen
Depot von Hoym
Depot von Karow
Depot von Kläden acht Randleistenbeile, Fragment eines Randleistenbeils, zwei Löffelbeile, ein Knickwandmeißel, eine Rautenkopfnadel, eine Speerspitze (nicht erhalten), evtl. weitere Bronzegegenstände (nicht erhalten)[5] (evtl. Grabbeigaben) 1750–1650 v. Chr. 1843 Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel, Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin
Depot von Krüden
Depot von Kütten
Depot von Langenstein
Depot von Mehringen
Depot von Meineweh
Depot von Milzau
Depot von Molkenberg
Depot von Naumburg
Himmelsscheibe von Nebra Himmelsscheibe, zwei Schwerter, zwei Beile, ein Meißel, zwei Armspiralen 1999 Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale)
Depot von Oldisleben
Depot von Osterburg
Depot von Osterfeld
Depot von Possenhain
Depot von Queis Armspirale, Nadel, Collier aus 27 bronzenen Spiralröllchen und 18 Bernstein-Perlen 2200–2000 v. Chr. 2001 Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale)
Depot von Querfurt
Depot von Roßdorf
Depot von Schkopau 120 (124) Flachbeile 1821 Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale), Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin, Harzmuseum Wernigerode
Depot von Schollene
Depot von Tarthun
Depot von Tilleda
Depot von Trebbichau/Fuhne
Depot von Tuchheim
Depot von Unterrißdorf
Depot von Walsleben
Depot von Welbsleben
Depot von Zehmitz zwei Schleifennadeln, ein Noppenring, ein Bronzedraht, drei Spiralröllchen 2003 Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Halle (Saale)
Depot von Zörbig

Aunjetitzer Depotfunde in SachsenBearbeiten

Depot Zusammensetzung Datierung Gefunden Verbleib
Depot von Birkau ein Ösenhalsring, vier schwere ovale Ringe (zwei verschollen), neun kleine Ringe, eine Manschette (verschollen), eine Schmuckscheibe, eine aus 61 Bronzeperlen (verschollen) 1800–1600 v. Chr. 1923 Museum Bautzen
Depot von Bautzen (Fund 2) ein Rohgusshalsringbarren, zwei schweren ovalen offenen Ringe 1800–1600 v. Chr. ?
Depot von Bautzen (Fund 3) drei Ösenhalsringe 1800–1600 v. Chr. 1916/19
Depot von Coblenz (Fund 1) zwei Armringe, zwei Armbänder 1800–1600 v. Chr. 1885
Depot von Dobritz ein zungenförmiger Barren, ein rundstabiger Ring, zwei Bruchstücke (von Ösenhalsringen?), zwei Armspiralen, eine Dolchklinge 1800–1600 v. Chr. 1938
Depot von Ebendörfel ein Ösenhalsring (Bruchstück), zwei dünne ovale Ringe, zwei Halsringbruchstücke, vier Thüringer Ringe 1800–1600 v. Chr. 1885
Depot von Großhänchen zwei große und zwei kleine Ösenhalsringe, zwei dünne und zwei dicke schwere ovalen Ringe, einem Ringbruchstück, zwei Bruchstücke einer Armspirale 1800–1600 v. Chr. 1883
Depot von Hoyerswerda (Fund 1) zwei schwere ovale Ringe 1800–1600 v. Chr. ?
Depot von Kyhna Lanzenspitze, Schmuck aus Bronze und Bernstein 2100 v. Chr. Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz
Depot von Löbau zwei Ösenhalsringe 1800–1600 v. Chr. 1852
Depot von Nadelwitz zwei Lanzenspitzen, zwei Randleistenbeile; späterer Einzelfund: ein Absatzbeil (evtl. Grabbeigabe) 1600 v. Chr. 1926/1960 Museum Bautzen
Depot von Nieder-Neundorf drei Randleistenbeile, ein Bruchstück, ein Zungenbarren, ein Doppelmeißel, 37 Ösenhalsringe (teilweise nur Bruchstücke) 1800–1600 v. Chr. 1948
Depot von Olbersdorf 49 oder 50 Beile (nur eines erhalten) 1800–1600 v. Chr. 1778
Depot von Ostro drei rundstabige Ösenhalsringe, ein rundstabiger Halsring mit glatten Enden, zwei Blechschmuckscheiben 1800–1600 v. Chr. 1906 Museum Bautzen
Depot von Prohlis zwei Randleistenbeile, drei Armbänder, fünf Ösenhalsringe, vier Thüringer Ringe 1800–1600 v. Chr. 1953
Depot von Spittwitz (Fund 1) ein Halsringbarren, vier ovale offene Ringe 1800–1600 v. Chr. 1926
Depot von Uhyst ein Randleistenbeil, ein schmales verziertes Beil, drei Bruchstücke eines Schmalmeißels, Kopf einer durchbohrten Kugelkopfnadel 1800–1600 v. Chr. 1926
Depot von Wurschen vier Randleistenbeile 1800–1600 v. Chr. 1905 Museum Bautzen

Aunjetitzer Depotfunde in Berlin und BrandenburgBearbeiten

Depot Zusammensetzung Datierung Gefunden Verbleib
Depot von Angermünde zwei Scheibennadeln, ein gerippter Halskragen, zwei einspiralige Armbergen, eine Fingerberge, drei zylindrische Armspiralen, ein Randleistenbeil, eine Schleifennadel, eine Schmuckscheibe, eine Platte
Depot von Bagow
Depot von Berlin/Köpenick
Depot von Berlin/Lichtenrade
Depot von Berlin/Zehlendorf
Depot von Brandenburg/Kirchmöser
Depot von Buschow
Depot von Elstal
Depot von Forst vier schwere ovale offene Ringe
Depot von Freienwalde 15 massive Armringe Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin
Depot von Guben/Bresinchen 103 Randleistenbeile, acht Dolche, zwei Stabdolche, eine Doppelaxt, zehn Ösenhalsringe, neun schwere ovale offene Ringe, zwei große und zwei kleine Thüringer Ringe, neun Blutegelringe; in zwei Gefäßen deponiert, deren Zusammengehörigkeit nicht gesichert ist 1700 v. Chr. 1954 Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster Brandenburg an der Havel
Depot von Kriele
Depot von Langen
Depot von Lehnin
Depot von Lunow zwei Depots; I: ein Ring, ein Meißel (beide verschollen), II: eine Stabdolchklinge, ein Randleistenbeil, zwei Ösenhalsringe, zwei Armringe, einer Armspirale, ein Manschettenarmband Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin
Depot von Müncheberg ein Ösenhalsring, vier Ringe mit übereinanderliegenden Enden
Depot von Niederlehme
Depot von Phöben
Depot von Pillgram
Depot von Prietzen
Depot von Rathenow
Depot von Schöbendorf
Depot von Schulzendorf
Depot von Tieckow
Depot von Trieplatz
Depot von Wustermark

Aunjetitzer Depotfunde in Mecklenburg-VorpommernBearbeiten

Aunjetitzer Depotfunde auf niederlausitzer Gebiet (Polen)Bearbeiten

Depot Zusammensetzung Datierung Gefunden Verbleib
Depot von Beitzsch zwei Funde, I: fünf schwere ovale Armringen, II: eine Dolchklinge, zwei Ösenhalsringe
Depot von Cummeltitz 14 Halsringe mit spitzen Enden, sieben Ösenhalsringe, sechs ovale verzierte Armringe, ein unverzierter Ring, eine Schmuckplatte
Depot von Datten fünf massive ovale Armringe
Depot von Kraesem zwei massive Ringe, Bruchstück eines weiteren Rings
Depot von Oegeln sechs C-förmige Ringe, sieben Ösenhalsringe, drei Randleistenbeile, drei Spangenbarren, eine Armspirale, eine Nadel, eine Bronzescheibe verschollen
Depot von Pförten vier Beinringe, zwei Halsringe
Depot von Sadersdorf zwei Armspiralen, sechs Randleistenbeile, drei facettierte massive Bronzeringe verschollen
Depot von Tzschernowitz fünf massive ovale offene Ringe

LiteraturBearbeiten

  • Waltraud Bohm: Die ältere Bronzezeit der Mark Brandenburg. Berlin/Leipzig 1935.
  • Rolf Breddin: Der Aunjetitzer Bronzehortfund von Bresinchen, Kr. Guben. In: Veröffentlichungen des Museums für Ur- und Frühgeschichte Potsdam. Potsdam 1969. S. 15ff.
  • Wilhelm Albert von Brunn: Die Hortfunde der frühen Bronzezeit aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen (= Schriften der Sektion für Vor- und Frühgeschichte/Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Band 7/1). Akademie-Verlag, Berlin 1959.
  • Friederike Koch (Hrsg.): Bronzezeit – Die Lausitz vor 3000 Jahren. Kamenz 2007.
  • Ernst Probst: Deutschland in der Bronzezeit. München 1996.
  • Bernd Zich: Studien zur regionalen und chronologischen Gliederung der nördlichen Aunjetitzer Kultur. Berlin 1996.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Depotfunde der Aunjetitzer Kultur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

BelegeBearbeiten

  1. Depotfund I von Dieskau, OT Kabelsketal. In: museum-digital.de. 6. März 2015, abgerufen am 24. August 2015.
  2. Hortfund II von Dieskau. In: museum-digital.de. 16. November 2014, abgerufen am 24. August 2015.
  3. Hortfund III von Dieskau. In: museum-digital.de. 16. November 2014, abgerufen am 24. August 2015.
  4. Heiko Breuer, Robert Ganslmeier, Mechthild Klamm, Bernd Zich: August: Die Phytolithe aus dem frühbronzezeitlichen Hortfund Domsen, Burgenlandkreis. Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, August 2016, abgerufen am 16. Oktober 2017.
  5. Hortfund von Kläden bei Stendal. In: museum-digital.de. Abgerufen am 13. August 2017.