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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Deggingen
Deggingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Deggingen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 36′ N, 9° 43′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 492 m ü. NHN
Fläche: 22,7 km2
Einwohner: 5331 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 235 Einwohner je km2
Postleitzahl: 73326
Vorwahl: 07334
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 9
73326 Deggingen
Website: www.deggingen.de
Bürgermeister: Karl Weber
Lage der Gemeinde Deggingen im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-KreisLandkreis EsslingenLandkreis HeidenheimLandkreis ReutlingenRems-Murr-KreisOstalbkreisOstalbkreisAdelbergAichelberg (Landkreis Göppingen)AlbershausenBad BollBad DitzenbachBad ÜberkingenBirenbachBöhmenkirchBörtlingenDeggingenDonzdorfDrackensteinDürnau (Landkreis Göppingen)Eislingen/FilsHeiningen (Landkreis Göppingen)Ebersbach an der FilsEschenbach (Württemberg)Eschenbach (Württemberg)GammelshausenGeislingen an der SteigeGingen an der FilsGöppingenGruibingenHattenhofen (Württemberg)Heiningen (Landkreis Göppingen)HohenstadtKuchen (Gemeinde)LautersteinMühlhausen im TäleOttenbach (Württemberg)RechberghausenSalachSchlatSchlierbach (Württemberg)SüßenUhingenWäschenbeurenWangen (bei Göppingen)WiesensteigZell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Blick vom Aussichtspunkt bei Berneck (754 m) auf Deggingen, dahinter die Nordalb
Ökologisch wertvolle Wacholderheide auf der Nordalb bei Deggingen
Reichenbach im Täle, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1979

Deggingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg, die zum Landkreis Göppingen gehört.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Deggingen liegt etwa in der Mitte des Oberen Filstals am Aufstieg zur Schwäbischen Alb in 470 bis 520 Meter Höhe.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Deggingen gehört die ehemals selbstständige Gemeinde Reichenbach im Täle. Zur Gemeinde Deggingen in den Grenzen vom 31. Dezember 1974 gehören das Dorf Deggingen, der Weiler Berneck, Kirche und Kloster Ave Maria (Tugstein) und die Häuser Bierkeller und Nordalb sowie die abgegangene Ortschaft Bogenweiler. Zur ehemaligen Gemeinde Reichenbach im Täle gehören das Dorf Reichenbach im Täle und das Gehöft Gairen sowie die abgegangene Burg Gerenberg.[2]

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

GeschichteBearbeiten

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1975 wurde Reichenbach im Täle nach Deggingen eingemeindet.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg für die Daten ab 1961

Datum Einwohner
1837 2419
1907 2331
17. Mai 1939 2584
13. September 1950 3820
06. Juni 1961 4737
27. Mai 1970 5415
31. Dezember 1983 5508
25. Mai 1987 5548
31. Dezember 1991 5814
31. Dezember 1995 5709
31. Dezember 2000 5668
31. Dezember 2005 5664
31. Dezember 2010 5456
31. Dezember 2015 5279

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

In Deggingen wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Deggingen hat nach der letzten Wahl 15 Mitglieder (unverändert). Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[5]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,51 %
35,71 %
12,78 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-11,98 %p
+11,45 %p
+0,54 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 51,51 8 63,49 9
FW Freie Wähler Deggingen 35,71 5 24,26 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 12,78 2 12,24 2
gesamt 100,0 15 100,0 15
Wahlbeteiligung 64,85 % 54,03 %

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2007 Karl Weber, er wurde im März 2015 mit 86,9 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt. Mit Weber hatten sich auch Wolfgang Schweizer (8,5 %) und Andreas Fischer (2,1 %) um das Amt beworben.

WappenBearbeiten

Im Wappen des Ortes ist ein weißer Elefantenkopf mit darunterliegendem gelben, sechszackigen Stern auf rotem Hintergrund zu sehen. Der Elefant war das Wappentier der Grafen von Helfenstein, die den Ort bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1627 besessen haben. Der Stern ist wahrscheinlich nur ein unterscheidendes Beizeichen. Elefantenkopf und Stern sind erstmals 1551 als Gerichtssiegel des Markts Deggingen belegt. 1954 wurde am Rathaus ein anders aussehendes Stadtrelief angebracht, welches das Helfensteiner Wappen mit dem des Ortsadels verbindet. Auf Antrag der Gemeinde verlieh das Innenministerium am 30. Juni 1959 das ursprüngliche Wappen mit den Helfensteiner Farben Weiß und Rot.

PartnerschaftenBearbeiten

Partnergemeinde von Deggingen ist Kottmar in der Oberlausitz in Sachsen. Es waren noch weitere Partnerschaften angedacht, die aber niemals realisiert wurden.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

StraßeBearbeiten

Deggingen wird in seiner Nord-Süd-Achse durch die Bundesstraße 466 geteilt. Die Bundesstraße führt durch das komplette Obere Filstal und verbindet somit die Bundesautobahn 8 mit Geislingen. Täglich ist diese Straße durch Berufspendler und Güterverkehr stark frequentiert.

Öffentliche VerkehrsmittelBearbeiten

Deggingen war von 1903 bis 1983 durch die Nebenbahn Geislingen an der Steige–Wiesensteig („Tälesbahn“) an das Schienennetz angebunden. Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen erbauten das Bahnhofsgebäude als Einheitsbahnhof vom Typ IIb.[6] Heute verbinden Buslinien Deggingen u. a. mit den Städten Göppingen, Geislingen an der Steige und Wiesensteig.

RadBearbeiten

Der Bereich des ehemaligen Bahndamms wurde in einen Fahrradweg umgebaut. Dadurch besitzt das Obere Filstal ein hervorragend ausgebautes Fahrradwegenetz und ist Bestandteil der „Filstalroute“.

FlugverkehrBearbeiten

Im Weiler Berneck befindet sich ein Segelfluggelände.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Heilig Kreuzkirche
 
Ave Maria
 
Ehemaliges Gasthaus Post

Deggingen liegt an der Schwäbischen Albstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Im Norden von Deggingen liegt die „Nordalb“, die einen hervorragenden Ausblick in das Obere Filstal bietet.

VereineBearbeiten

  • 1674 wurde die Schützengesellschaft Deggingen gegründet.
  • 1867 wurde der Liederkranz Concordia Deggingen gegründet. Mit ihren acht Untergruppen (Gemischter Chor, Junger Chor, Jugendchor, Kinderchor, Notahopser, Mandolinen-, Theater- und Binokelgruppe) ist die Concordia einer der am stärksten strukturierten Vereine in Deggingen.
  • 1958 wurde der Musikverein Deggingen gegründet. Die Blasmusik im Ort weist eine über 100-jährige Tradition auf.
  • Pfadfinder Deggingen: 1962 wurde der DPSG-Stamm Deggingen gegründet.
  • 1985 wurde der BSC Deggingen e.V. gegründet

GebäudeBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Marcel Atze (* 1967), Germanist, Volkskundler und Bibliothekar in Wien
  • Johann Georg Martin Dursch (1800–1881), katholischer Professor der Ästhetik und Schriftsteller
  • Ulrich von Kirchbach (* 1956), Jurist, seit 2002 Bürgermeister für Kultur, Jugend und Soziales und Integration der Stadt Freiburg im Breisgau
  • Monika Müller (* 1971 in Reichenbach), mehrfache deutsche Meisterin im Synchronschwimmen

LiteraturBearbeiten

  • Fritz Darcis, Herbert Allmendinger: Deggingen und Reichenbach im Täle :ein Heimatbuch erarbeitet vom Arbeitskreis Heimatbuch: Geislingen an der Steige : Maurer, [2010]. ISBN 978-3-00-033078-0

WeblinksBearbeiten

  Commons: Deggingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 289–290
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Deggingen.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 462.
  5. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums
  6. Rainer Stein: Der württembergische Einheitsbahnhof auf Nebenbahnen. In: Eisenbahn-Journal Württemberg-Report. Band 1, Nr. V/96. Merker, Fürstenfeldbruck 1996, ISBN 3-922404-96-0, S. 80–83.