De bello Iugurthino

De bello Iugurthino ist nach De coniuratione Catilinae die zweite historische Monographie von Sallust. Das Werk behandelt die Geschehnisse des Krieges, den Gaius Marius und Lucius Cornelius Sulla Felix 111–106 v. Chr. gegen den Numiderkönig Jugurtha führten, und ist um das Jahr 40 v. Chr. entstanden.

Der Anfang des Bellum Iugurthinum mit Glossen in der Handschrift Rom, Biblioteca Apostolica Vaticana, Vaticanus Palatinus lat. 883, fol. 21r (12. Jahrhundert)

Hauptthema des Werkes ist weniger die Schilderung des Jugurthinischen Krieges, als vielmehr das Aufzeigen bestimmter innenpolitischer Verhältnisse in Rom. Vor allem der Gegensatz zwischen Nobilität und Plebejern, das Unwesen der Parteienkämpfe und die Bürgerkriege werden thematisiert.

An den Schluss seiner Ausführungen setzt Sallust die These, dass der Verfall des Gemeinwesens auf das Machtstreben der Politiker zurückzuführen sei.

Siehe auchBearbeiten

Textausgaben und ÜbersetzungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Klaus Bringmann: Zum Parteienexkurs in Sallusts Bellum Iugurthinum, RhM 117 (1974), S. 95–103.
  • Karl Büchner: Der Aufbau von Sallusts Bellum Jugurthinum. Steiner, Wiesbaden 1953.
  • Christina V. Dix: Virtutes und vitia. Interpretationen der Charakterzeichnungen in Sallusts Bellum Iugurthinum. Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 2006. ISBN 978-3-88476-850-1
  • Peter Fiedler: Die beiden Überfallschlachten auf Metellus und Marius im Bellum Iugurthinum des Sallust, WS 78 (1965), S. 108–127.
  • Bardo Gauly: Art. Gaius Sallustius Crispus (86–34 v. Chr.). De bello Iugurthino. In: Volker Reinhardt (Hrsg.): Hauptwerke der Geschichtsschreibung (= Kröners Taschenausgabe. Band 435). Kröner, Stuttgart 1997, ISBN 3-520-43501-2, S. 553–556.
  • Dieter Timpe: Herrschaftsidee und Klientelstaatenpolitik in Sallusts Bellum Jugurthinum. In: Hermes 90 (1962), S. 334–375.
  • Karl Vretska: Studien zu Sallusts Bellum Iugurthinum, Wien 1955.

WeblinksBearbeiten

Wikisource: Bellum Iugurthinum – Quellen und Volltexte (Latein)