Hauptmenü öffnen

Die de Havilland Canada DHC-4 Caribou wurde als Kurzstart- und -landefähiges Transportflugzeug bei De Havilland Canada entworfen. Der Erstflug erfolgte im Juli 1958. Insgesamt wurden 307 Maschinen gebaut, davon gingen 159 Maschinen an die US-Armee. Das Flugzeug wurde in viele Länder exportiert und an militärische sowie zivile Nutzer verkauft.

De Havilland Canada DHC-4
C-7 Caribou.jpg
CV-2 Caribou der US Army
Typ: STOL-Transportflugzeug
Entwurfsland:

Kanada 1957Kanada Kanada

Hersteller:

de Havilland Canada

Erstflug: 30. Juli 1958
Indienststellung: 1961
Stückzahl: 307

Inhaltsverzeichnis

KonstruktionBearbeiten

Das Flugzeug war als Schulterdecker mit positiver V-Stellung der Tragflächen ausgelegt. Als Motoren dienten zwei Pratt & Whitney R-2000-7M2 mit je 1.081 kW (1.450 PS).

Die DHC-4 Caribou konnte 32 Soldaten oder zwei Jeeps oder 3.048 kg Last transportieren. Die Laderampe konnte auch von Fallschirmspringern verwendet werden.

Eine Besonderheit dieses Flugzeugtyps ist es, dass es bei voll gesetzten Landeklappen möglich ist, ausschließlich mit dem Bugrad aufzusetzen, ohne dass das Hauptfahrwerk Bodenkontakt bekommt.

VariantenBearbeiten

  • CC-108 bei der königlich kanadischen Luftwaffe.
  • YAC-1 Bezeichnung der ersten 5 Erprobungsmuster für die US-Armee.
  • AC-1 Bezeichnung für die erste Tranche von 56 Caribou bei der US-Armee. 1962 umbenannt in CV-2A.
  • CV-2A Bezeichnung ab 1962 bei der US-Armee, später in C-7A Caribou bei der US-Luftwaffe (Air Force) umbenannt.
  • CV-2B Zweite Tranche von 103 Caribou bei der US-Armee, später in C-7B bei der US-Luftwaffe umbenannt.
  • C-7A/B Benennung aller 144 von der US-Armee an die US-Luftwaffe übergebenen Caribou.

EinsatzBearbeiten

Die US-Armee wurde ab 1961 mit den CV-2 Caribou beliefert. Die Maschine wurde beispielsweise im Vietnamkrieg eingesetzt. 1967 wurden alle DHC-4 Caribou von der US-Armee zur US-Luftwaffe überstellt. Im Gegenzug durfte die US-Armee ihre Hubschrauber-Aktivitäten ausbauen.

Die australische Luftwaffe war der letzte Nutzer der Caribou; die letzten Maschinen standen bis Ende 2009 im Dienst bei der 38. Squadron auf der RAAF Base Townsville. Zwei Maschinen werden in Australien ausgestellt, im Australian War Memorial in Canberra und im Museum der RAAF bei Point Cook südwestlich von Melbourne.

Militärische NutzerBearbeiten

 
RAAF DHC-4 Caribou (A4-299) from No. 38 Squadron
 
C-7A der USAF

ZwischenfälleBearbeiten

Beim Betrieb der DHC-4 kam es von 1959 bis November 2017 zu 84 bekannt gewordenen Totalverlusten. Bei 39 davon wurden 244 Personen getötet. Von den Totalverluste ereigneten sich 37 im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg.[1]

Technische DatenBearbeiten

Kenngröße Daten[2]
Besatzung 3
Passagiere max. 32 Soldaten
Länge 22,12 m
Spannweite 29,12 m
Höhe 9,65 m
Flügelfläche 84,7 m²
Leermasse 6.577 kg
max. Startmasse 10.886 kg
Antrieb zwei Pratt & Whitney R-2000-7M2 mit je 1.081 kW (1.450 PS)
Höchstgeschwindigkeit 348 km/h in 1.980 m Höhe
höchstzulässige Geschwindigkeit 385 km/h (208 kn) unterhalb 3000 m (10.000 ft)
Minimalgeschwindigkeit 59 mph oder 95 km/h, mit Klappen in Landestellung
Dienstgipfelhöhe 7.559 m
Reichweite 320 km (3320 kg), 965 km (2720 kg) incl. Reservesprit

WeblinksBearbeiten

  Commons: De Havilland Canada DHC-4 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Unfallstatistik de Havilland Canada DHC-4 Caribou, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. November 2017.
  2. MacDonald Aircraft Handbook Green 1964, S. 249.