Dave Rempis

US-amerikanischer Jazz- und Improvisationsmusiker
Dave Rempis im Club W71, 2017

Dave Rempis (* 24. März 1975 in Wellesley, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Jazz- und Improvisationsmusiker (Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon).

Leben und WirkenBearbeiten

Rempis wuchs in Wellesley, Massachusetts, in der Nähe von Boston auf. Sein Vater stammt aus Griechenland; seine Mutter aus Indianapolis. Er begann mit acht Jahren Saxophon zu spielen; während der Highschool trat er in seiner Heimatstadt auf. Ab 1993 studierte er klassisches Saxophonspiel an der Northwestern University bei Frederick Hemke, daneben Anthropologie und Musikethnologie. Im Rahmen des Studiums verbrachte er ein Jahr im International Centre for African Music and Dance an der University of Ghana in Legon, wo er sich mit afrikanischer Musik beschäftigte und mit dortigen Highlife- und Reggae-Bands spielte. Nach seiner Graduierung an der Northwestern 1997 wurde er in Chicago Mitglied der Formation The Vandermark Five unter Leitung von Ken Vandermark. Es folgten Tourneen durch die Vereinigten Staaten und Europa. Er spielte auch in Vandermarks Territory Band und dessen Resonance Project sowie im Ingebrigt Håker Flaten-Quintett.

Außerdem leitet Rempis seit Anfang der 2000er Jahre eigene Ensembles wie The Rempis Percussion Quartet und das Dave Rempis Quartet. Ferner arbeitete in verschiedenen Duo- und Trio-Projekten (mit Frank Rosaly und im Ballister Trio mit Fred Lonberg-Holm und Paal Nilssen-Love). Mit Nate McBride, Tim Daisy und Jeb Bishop spielte er in der Formation The Engines sowie im Quartett Bishop/Rempis/Kessler/Zerang. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er auch mit Musikern zusammen wie Paul Lytton, Axel Dörner, Peter Brötzmann, Hamid Drake, Steve Swell, Roscoe Mitchell, Fred Anderson, Nels Cline, Mars Williams oder Joe McPhee. 2006 wurde Rempis beim Down Beat Critics’s Poll in der Kategorie Alt- und Baritonsaxophon in der Kategorie Rising Star nominiert.

Daneben betätigte er in Chicago sich als Konzertveranstalter, u. a. für die Konzertreihe der Elastic Arts Foundation, des Umbrella Music Festival und der Konzertreihe des Downtown Sound Gallery 2006/07. Er organisierte auch das Indie-Rock Pitchfork Music Festival in Chicagos Union Park.

Diskographische HinweiseBearbeiten

  • New Jazz and Improvisation (482 Music, 2003)
  • Dave Rempis Quartet – Out of Season (482 Music, 2004) mit Anton Hatwich, Jim Baker, Tim Daisy
  • The Rempis Percussion Quartet – Circular Logic (Utech Records, 2005) mit Anton Hatwich, Frank Rosaly, Tim Daisy
  • Rip Tear Crunch (482 Music, 2006)
  • The Rempis Percussion Quartet – Hunter-Gatherers (482 Music, 2007)
  • The Engines (Okka Disk, 2007)
  • Cyrillic (482 Music, 2008), mit Frank Rosaly
  • The Rempis Percussion Quartet – The Disappointment of Parsley (Not Two Records, 2009)
  • The Engines – Wire and Brass (Okka Disk, 2010)
  • The Rempis Percussion Quartet – Montreal Parade (482 Music, 2011), mit Ingebrigt Håker Flaten
  • Ballister Trio: Mechanisms (Clean Feed, 2012)
  • The Rempis Percussion Quartet: Cash and Carry (Aerophonic, 2015), mit Ingebrigt Håker Flaten, Tim Daisy, Frank Rosaly
  • Dave Rempis, Albert Wildeman, Ryan Packard: Polynia (Aerophonic, 2016)
  • The Rempis Percussion Quartet: Cochonnerie (2017), dto.
  • Lattis (2017) solo
  • Dave Rempis/Matt Piet/Tim Daisy: Hit the Ground Running (Aerophonic, 2017)
  • Dave Rempis//Tim Daisy: Dodecahedron (Aerophonic, 2018), mit Jason Adasiewicz, Jim Baker, Fred Lonberg-Holm, Steve Swell, Katherine Young, Aaron Zarzutzki ´
  • Spectral: Empty Castles: (2018), mit Darren Johnston, Larry Ochs
  • The Early Bird Gets (2019), mit Brandon Lopez, Ryan Packard

WeblinksBearbeiten

 Commons: Dave Rempis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien