Dannenwalde (Gumtow)

Ortsteil von Gumtow

Dannenwalde ist ein Ortsteil der Gemeinde Gumtow im Landkreis Prignitz in Brandenburg.[1]

Dannenwalde
Gemeinde Gumtow
Koordinaten: 53° 1′ 35″ N, 12° 14′ 32″ O
Höhe: 57 m ü. NHN
Eingemeindung: 30. Juni 2002
Postleitzahl: 16866
Vorwahl: 033975
Blick vom Kolreper Wiesenweg auf Dannenwalde
Blick vom Kolreper Wiesenweg auf Dannenwalde

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt fünf Kilometer nördlich von Gumtow und 26 Kilometer östlich von Perleberg.[2] Zum Ortsteil gehören zwei bewohnte Gemeindeteile: das zwei Kilometer südlich gelegene Gut Bärensprung und der drei Kilometer westlich zu findende Weiler Friedheim. Darüber hinaus zählt der vier Kilometer südwestlich gelegene Wohnplatz Luisenhof zum Ort.[1][3]

Nachbarorte sind Schönebeck im Norden, Breitenfeld und Waldhof im Nordosten, Kolrep im Osten, Gumtow und Döllen im Süden, sowie Krams, Vettin und Kehrberg im Westen.[4]

GeschichteBearbeiten

1804 waren im 24 Hufe großen Dorf und Gut insgesamt 307 Einwohner ansässig und 39 Feuerstellen vorhanden. Neben neun Ganzbauern, zwei Kossäten, 16 Büdnern und 20 Einliegern zählten damals eine Schmiede, eine Ziegelei, eine Wassermühle und ein Förster, sowie über 600 Morgen Holz dazu. Zu dieser Zeit war Albrecht von Rohr, preußischer Regierungspräsident in Kleve, der Besitzer des zum Pritzwalkischen Kreise in der Prignitz der Mark Brandenburg, zur Kirchengemeinde in Demerthin und postalisch zu Kyritz gehörenden Ortes.[5]

Am 15. Oktober 1897 wurde die Schmalspurbahnstrecke von Perleberg nach Kyritz in Betrieb genommen und mit dem Bahnhof Dannenwalde wurde der Ort an die erste Verbindung der Kleinbahnen der Kreise West- und Ostprignitz angeschlossen.[6] 1969 erfolgte die Stilllegung der Strecke, zeitgleich zur Einstellung des Betriebes auf dem gesamten Kleinbahnnetz in der Prignitz.[7]

Zum 30. Juni 2002 schloss sich Dannenwalde mit 15 anderen Gemeinden zur Gemeinde Gumtow zusammen. Damals lebten hier 509 Einwohner.[8]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Ansicht der Dorfkirche von Süden

Einen Kilometer südwestlich vom Dorf breitet sich das Große Luch aus, ein größtenteils trockengelegtes Feuchtgebiet in dem sich die Quelle der Westlichen Jäglitz befindet.[2]

Söhne und TöchterBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil 1 – Prignitz – A–M. Bearbeitet von Lieselott Enders. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 3. Begründet von Friedrich Beck. Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-032-6, S. 150 ff.
  • Elisabeth von Falkenhausen: Die Prignitz entdecken – Natur und Kultur einer Region. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. Hendrik Bäßler Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-930388-70-7, Dannenwalde und andere Prignitz-Dörfer, S. 45 ff.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Dannenwalde (Prignitz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Gemeinde Gumtow – Ortsteile nach § 45 Kommunalverfassung – Bewohnte Gemeindeteile – Wohnplätze. In: service.brandenburg.de. Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, abgerufen am 25. Dezember 2015.
  2. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. Dannenwalde. In: gemeindegumtow.de. Gemeinde Gumtow, abgerufen am 25. Dezember 2015.
  4. BrandenburgViewer der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB)
  5. Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg: Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Erster Band. Die allgemeine Einleitung zur Kurmark, die Altmark und Prignitz enthaltend. Friedrich Maurer, Berlin 1804, Vierter Teil. Spezielle Landesbeschreibung. Zweiter Abschnitt. Die Prignitz. Drittes Kapitel. Der Pritwalkische Kreis, S. 450 (Volltext in der Google-Buchsuche [abgerufen am 18. Dezember 2015]).
  6. Zur Geschichte des Pollo. Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e. V., 5. November 2013, abgerufen am 19. Dezember 2015.
  7. Eröffnungen und Stilllegungen. Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e. V., 5. November 2013, abgerufen am 19. Dezember 2015.
  8. Gemeindezusammenschlüsse – Gumtow. In: service.brandenburg.de. Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, abgerufen am 16. April 2016.