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Wappen der Familie von Sebottendorf am Schloss Rottwerndorf

Damian von Sebottendorf (* 1519; † 1585) war ein deutscher Hofrat von 1557 bis zu seinem Tod Reichspfennigmeister im Ober- und Niedersächsischen Reichskreis.

LebenBearbeiten

Bis zu dessen Tod im Jahr 1553 diente er als Geheimsekretär für den Kurfürsten Moritz von Sachsen. Unter dessen Nachfolger August war er anschließend Hofrat. Im Jahre 1563 bekleidete Damian von Sebottendorf das Amt des Obersteuereinnehmers und war seit 1574 Geheimer Rat.[1] Weiterhin fungierte er als Beisitzer am Oberhofgericht, diente als Diplomat bei auswärtigen Verhandlungen und spielte als Einnehmer der Tranksteuer oder im Obersteuerkollegium eine wichtige Rolle in der kursächsischen Finanzverwaltung.[2]

Daneben war er als Reichspfennigmeister und Pfennigmeister des Reichskreises tätig. Das Amt des für den nieder- und den obersächsischen Reichskreis zuständigen Reichspfennigmeisters hatte er seit dem Reichstag zu Augsburg in den Jahren 1556/57 inne. Auf diesem Reichstag wurde die räumliche Aufteilung der Zuständigkeit des Reichspfennigmeister auf zwei Amtsinhaber beschlossen. Damian von Sebottendorf war der erste Reichspfennigmeister für die beiden sächsischen Reichskreise und bekleidete dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1585.[1]

Damian von Sebottendorf veranlasste ab 1556 den Wiederaufbau des Herrenhauses in Rottwerndorf im Stil eines Renaissanceschlosses.

AnmerkungenBearbeiten

  1. a b Josef Leeb: RTA RV 1556/57. S. 1153 f. (reichstagsakten.de).
  2. Martina Schattkowsky: Reichspfennigmeister im Ober- und Niedersächsischen Reichskreis. Zur Kommunikation zwischen Kaiser und Reichsständen um 1600. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. 2001, S. 17–38, hier S. 24 (digitale-sammlungen.de).