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Damian Marley

jamaikanischer Reggae-Musiker
Damian Marley, 2011

Damian Robert Nesta Marley genannt Jr. Gong (* 21. Juli 1978 in Kingston, Jamaika) ist ein jamaikanischer Reggae-Musiker. Er ist der jüngste Sohn von Bob Marley und der ehemaligen Miss World Cindy Breakspeare. Den Namen Jr. Gong trägt er in Anlehnung an den Spitznamen seines Vaters, Tuff Gong.

LebenBearbeiten

Marley begann mit 13 Jahren Musik zu machen, zuerst in der – zusammen mit Söhnen anderer berühmter Reggaemusiker gegründeten – Band The Shepherds, später sowohl mit seinen Marley-Brüdern als auch als erfolgreicher Solokünstler. Besonderer Beliebtheit erfreut er sich vor allem in den USA, die „Welcome-to-Jamrock“-Tour führte ihn im Frühjahr 2006 erstmals nach Deutschland. Im gleichen Jahr und im Jahr 2015 trat er auch beim Summerjam auf.

Musikalische KarriereBearbeiten

Mit dem Plattenlabel Tuff Gong, das von Bob Marley und seiner Band The Wailers gegründet wurde, veröffentlichte er im Jahre 1996 sein erstes Album Mr. Marley. Sein Bruder Stephen Marley war als Produzent sowie Mitautor maßgeblich daran beteiligt. Für sein zweites Album Halfway Tree sowie sein drittes Album Welcome to Jamrock erhielt er 2002 beziehungsweise 2006 den Grammy Award für das beste Reggae Album.

2010 nahm er, zusammen mit Nas, das Album Distant Relatives auf. Der Titel bezieht sich vor allem auf ihre gemeinsame afrikanische Herkunft. Die Einnahmen aus dem Album werden dazu verwendet, Schulen im Kongo zu errichten.

2017 veröffentlichte er Stony Hill.

Welcome to JamrockBearbeiten

Welcome to Jamrock war das Lied, das Damian Marley zum Durchbruch und allgemeiner Anerkennung in der Reggae-Szene verhalf. Er machte den „Worldjam-Riddim“ von Ini Kamoze so populär, dass innerhalb kürzester Zeit viele Tracks aus der Reggae-, Jungle/Drum-and-Bass- und HipHop-Szene diesen Riddim verwendeten. Markant sind die Basslinie und die Zwischenrufe „out in the streets, they call it merther!“.[1]

StilBearbeiten

Anders als die meisten seiner Brüder beschränkt sich Damian Marley musikalisch nicht nur auf die Domäne seines Vaters, den Roots-Reggae, sondern verarbeitet auch zahlreiche andere Einflüsse, vornehmlich aus Dancehall und R‘n’B. Sein vokaler Stil ist stark vom jamaikanischen MCing, dem Toasting, geprägt. Auf seinem Debüt-Album Mr.Marley überraschte er Reggae-Fans mit einem für sie ungewohnten Deejay-Stil.[2] Er selbst bezeichnet seine Musik als „Dancehall und Reggae“, versucht aber nicht zu separieren: „I’ve noticed … people trying to separate the two of them (Reggae and Dancehall). It’s Jamaican culture in general. I don’t try to classify or separate.“

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  R&B Vereinigte Staaten  ReggaeVorlage:Charttabelle/Wartung/Land unbekannt (US)
1997 Mr. Marley
300! 300! 300! 300! 300! 300! 2
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. September 1996
Produzenten: The Ghetto Youths Crew, Stephen Marley
2001 Halfway Tree
300! 300! 300! 300! 300! 300! 2
(79 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. September 2001
Grammy (Best Reggae Album)
Produzent: Stephen Marley
2005 Welcome to Jamrock
300! 300! 300! 34
 Gold

(14 Wo.)
7
 Gold

(34 Wo.)
4
(56 Wo.)
1
(105 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. September 2005
Grammy (Best Reggae Album)
Grammy (Best Urban/Alternative Performance)
Produzenten: Damian Marley, Stephen Marley
2010 Distant Relatives
38
(1 Wo.)
53
(1 Wo.)
11
(15 Wo.)
30
 Silber

(4 Wo.)
5
(19 Wo.)
1
(43 Wo.)
1
(79 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2010
mit Nas
Produzenten: Damian Marley, Stephen Marley
2017 Stony Hill
57
(1 Wo.)
58
(1 Wo.)
26
(2 Wo.)
94
(1 Wo.)
65
(1 Wo.)
300! 1
(65 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juli 2017
Grammy (Best Reggae Album)
Produzenten: Damian Marley, Stephen Marley

LivealbenBearbeiten

  • 2014: Bonnaroo Live ’06

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  R&B
2003 Jah Is My Rock
300! 300! 300! 300! 300! 87
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 2003
Caribbean Pulse feat. Damian „Jr. Gong“ Marley
2005 Welcome to Jamrock
Welcome to Jamrock
300! 300! 300! 13
 Silber

(14 Wo.)
55
(12 Wo.)
18
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 2005
The Master Has Come Back
Welcome to Jamrock
300! 300! 300! 74
(2 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Dezember 2005
2006 Road to Zion
Welcome to Jamrock
300! 300! 300! 300! 300! 57
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 2005
feat. Nas
Beautiful
Welcome to Jamrock
300! 300! 300! 39
(6 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: April 2006
feat. Bobby Brown
All Night
Welcome to Jamrock
300! 300! 300! 79
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: August 2006
feat. Stephen Marley
2010 As We Enter
Distant Relatives
300! 300! 300! 39
(4 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Mai 2010
mit Nas
2012 Make It Bun Dem
300! 34
(9 Wo.)
300! 58
 Silber

(8 Wo.)
300!
 Platin
300!
Erstveröffentlichung: April 2012
mit Skrillex

Weitere Singles

  • 1998: Me Name Jr. Gong
  • 2000: It Was Written
  • 2001: Where Is the Love
  • 2001: Still Searchin’
  • 2001: Educated Fools (Remix) (mit Bounty Killer)
  • 2002: Suzie (mit Ingel Chanta)
  • 2003: Na Na Na Na (Remix) (112 feat. Spragga Benz, Lady Saw, Buccaneer und Damian “Jr. Gong” Marley)
  • 2003: Neva
  • 2004: Trenchtown / Revolution in Paradise (Heath Hunter feat. Stephen und Damian Marley)
  • 2005: Khaki Suit (feat. Bounty Killer und Eek-a-Mouse)
  • 2005: Gangsters and P. I. M. P. S. (mit Twins of Twins)
  • 2006: The Traffic Jam (Stephen Marley feat. Damian “Jr. Gong” Marley)
  • 2006: Move / There for You
  • 2007: One Loaf of Bread (Something for You)
  • 2007: Now That You Got It – Remix (Gwen Stefani feat. Damian “Jr. Gong” Marley)
  • 2008: Mission (mit Stephen Marley)
  • 2010: Promise Land (Dennis Brown und Damian “Jr. Gong” feat. Nas)
  • 2010: Land of Promise (mit Nas)
  • 2010: Jamrock
  • 2011: Jah Army (Stephen Marley feat. Damian “Jr. Gong” Marley)
  • 2011: 96 Degrees Cover (2nd Generation) (Third World feat. Stephen und Damian Marley)
  • 2012: Go Hard (Wayne Marshall feat. Damian Marley, Bounty Killer und Vybz)
  • 2012: Can’t Keep Me Down (Cypress Hill und Rusko feat. Damian Marley)
  • 2013: Kingston Town (mit Busy Signal)
  • 2017: Bam (Jay-Z feat. Damian „Jr. Gong“ Marley)

QuellenBearbeiten

  1. Out in the street, they call it merther. Abgerufen am 22. März 2018 (englisch).
  2. Claude Mills: Damian Marley: Conveying solid, conscious lyrics. In: Jamaica Gleaner, 2. Januar 2003; abgerufen am 10. Juli 2019
  3. a b Chartquellen: Singles Alben UK US1 US2
  4. a b Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

WeblinksBearbeiten

  Commons: Damian Marley – Sammlung von Bildern