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Domnitz

Ortsteil von Wettin-Löbejün
(Weitergeleitet von Dalena)

Domnitz ist ein Ortsteil der Stadt Wettin-Löbejün im nördlichen Saalekreis in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Domnitz
Koordinaten: 51° 37′ 51″ N, 11° 50′ 28″ O
Höhe: 143 m
Fläche: 17,08 km²
Einwohner: 656 (27. Apr. 2015)
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 06193
Vorwahl: 034603
BrachwitzDöblitzDomnitzGimritzNauendorf (Saalekreis)Neutz-LettewitzPlötzRothenburg (Saale)WettinWettin, OT DößelLöbejünSaalekreisKarte
Über dieses Bild
Lage von Domnitz in Wettin-Löbejün
Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Domnitz nordwestlich von Halle, südöstlich von Könnern und westlich von Löbejün. Unmittelbar südlich des Ortes beginnt der Bach Plötze, der nach Norden bis Dalena fließt und dann nach Westen abfließt, bis der aus Dornitz kommende Sixbach einmündet. Dann verlässt die Plötze die Gemarkung und fließt nördlich der Fuhne zu.

OrtschaftsgliederungBearbeiten

Als Ortsteile der Ortschaft Domnitz sind die Dörfer Dornitz und Dalena ausgewiesen.

GeschichteBearbeiten

Domnitz wurde bereits im frühesten Mittelalter als Dohmnitz erwähnt. Die Orte Domnitz und Dalena standen einige Jahrhunderte unter adliger Gerichtsbarkeit der Herren aus dem Winkel zu Wettin.[1][2] Sie lagen wie das zum Amt Rothenburg gehörige Dornitz[3] im Saalkreis des Erzstifts Magdeburg. Mit der Angliederung des Erzstifts Magdeburg an Preußen gehörten die drei Orte ab 1680 zum brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg. Mit dem Frieden von Tilsit wurden Domnitz, Dornitz und Dalena im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Sie gehörten zum Kanton Löbejün.[4] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurden die drei Orte im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[5]

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Dalena und Dornitz eingegliedert.

Am 1. Januar 2011 wurden die Gemeinden Städte Löbejün und Wettin sowie den Gemeinden Brachwitz, Döblitz, Domnitz, Gimritz, Nauendorf, Neutz-Lettewitz, Plötz und Rothenburg, die zuvor bereits in der Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis Nord zusammengeschlossen waren, zur neuen Stadt Löbejün-Wettin, die bereits am 7. April 2011 ihren jetzigen Namen Wettin-Löbejün erhielt, zusammengefasst.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Bernhard Zarski wurde am 10. Juni 2001 gewählt.

VereineBearbeiten

Die Domnitzer Freiwillige Feuerwehr wurde im Januar 1862 gegründet.

PersönlichkeitenBearbeiten

In Domnitz wurde der Skispringer Andreas Wank (* 1988) geboren. Der Bildhauer Jörg-Tilmann Hinz lebte und arbeitete im Ort. Auch der Pfarrer und Kirchenliederdichter Andreas Christian Bernstein lebte und starb hier.

VerkehrBearbeiten

Quer durch Domnitz und Dornitz führt der Abschnitt der Bundesstraße 6 von Halle nach Könnern. Die Bundesautobahn 14 (Dresden-Leipzig-Halle-Magdeburg-Schwerin-Wismar) führt im Nordosten an Domnitz vorbei und überquert dabei drei Mal die Plötze, an der Straße nach Löbejün liegt der Abzweig Löbejün. Die Bahnstrecke Halle–Halberstadt führt ebenfalls parallel zur A 14 nordöstlich an Domnitz vorbei, an ihr liegt auch der Bahnhof des Ortes.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Domnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten