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Dakota Access Pipeline

Erdölpipeline zwischen Bakken-Formation in North Dakota und Patoka in Illinois
Karte der Dakota Access; Gelb: Standing Rock Reservation
Bau der Dakota Access an der 50th Avenue bei New Salem, (Nord-Dakota)

Die Dakota Access Pipeline (kurz DAPL), auch Bakken Pipeline genannt, ist eine weitgehend fertiggestellte Erdölpipeline in den USA mit einer Länge von 1.880 km. Sie führt von der erdölreichen Bakken-Formation in North Dakota durch die US-Bundesstaaten South Dakota und Iowa zum Pipelineknotenpunkt Patoka, Illinois.

Ihr Bau wird und wurde von über die USA hinausgehenden Protesten begleitet und nach mehrmaligen gerichtlichen Stopps zuletzt im Dezember 2016 durch den Präsidenten Barack Obama bis auf Weiteres auf Eis gelegt.[1] Sein Amtsnachfolger Donald Trump plädierte für die Fertigstellung des Projekts und hob per Dekret entsprechende Entscheidungen auf. Die Eröffnung der Pipeline fand am 1. Juni 2017 statt, die Prozesse vor Bundesgerichten gehen weiter.[2]

Inhaltsverzeichnis

Technische DatenBearbeiten

Im Endausbau transportiert die Pipeline 75.000 m³ (470.000 Barrel) Rohöl pro Tag nach Patoka, Illinois. Von dort aus kann das Öl über andere Pipelines weiter zu Raffinerien am Golf von Mexiko und der Ostküste der USA transportiert werden.[3]

BauherrBearbeiten

KritikBearbeiten

Das US Army Corps of Engineers (USACE) genehmigte das Projekt im Juli 2016. Die Gegner der Pipeline klagen vor Bundesgerichten gegen die Baupläne. Die Genehmigung für den Bauabschnitt in der Standing Rock Reservation wurde vom USACE erteilt, obwohl die bundesstaatlichen Behörden Environmental Protection Agency, das Department of the Interior und das Advisory Council on Historic Preservation darauf aufmerksam machten, dass durch das USACE kein adäquate Umweltverträglichkeitsprüfung (Environmental Impact Statement) erfolgte. Besonders im Bezug auf die Gefährdung der Trinkwasserreserven sei keine ausreichende Prüfung erfolgt.[9]

Gegen die Pipeline laufen Klagen der Sioux-Indianer aus der Standing Rock Reservation vor mehreren Bundesgerichten. Sie machen die Verletzungen ihrer garantierten Landrechte geltend. Außerdem berufen sie sich auf die Verfahrensfehler bei der Umweltverträglichkeitsprüfung.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rachel Dicker: A Lot of People Aren't Fans of This Pipeline in North Dakota. In: U.S. News & World Report. 8. September 2016, abgerufen am 12. September 2016.
  2. a b NYMag: The Dakota Access Pipeline Went Online Today, 1. Juni 2017
  3. Dakota Access Pipeline. In: www.daplpipelinefacts.com. Abgerufen am 15. September 2016.
  4. Demonstrators protest Dakota Access Pipeline in downtown Chicago. In: WGN-TV. 9. September 2016, abgerufen am 12. September 2016.
  5. Company Overview. In: www.energytransfer.com. Abgerufen am 9. September 2016.
  6. Deutsche Banken verdienen am Bau der Pipeline mit. Abgerufen am 10. September 2016.
  7. Who's Investing in the Dakota Access Pipeline? Meet the Banks Financing Attacks on Protesters. In: Democracy Now! Abgerufen am 10. September 2016.
  8. Who's Banking on the Dakota Access Pipeline? In: littlesis.org. Abgerufen am 10. September 2016.
  9. Georgianne Nienaber Writer: DAPL Pipeline Interests Try Outrageous Fait Accompli and Destroy Ancient Sites. In: The Huffington Post. 4. September 2016, abgerufen am 9. September 2016.