Dahlem (bei Bitburg)

Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Dahlem ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dahlem
Dahlem (bei Bitburg)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dahlem hervorgehoben

Koordinaten: 49° 55′ N, 6° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 4,27 km2
Einwohner: 252 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06562
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 024
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Website: bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Ralf Otten
Lage der Ortsgemeinde Dahlem im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Geographische LageBearbeiten

Dahlem liegt rund 14 Kilometer südöstlich von Bitburg am Rande des Bitburger Gutlandes, in der Nähe des Flusses Kyll. Der Ort ist von landwirtschaftlichen Nutzflächen umgeben. Westlich des Ortes fließt der Teitelbach, südlich von Dahlem der Aubach.

Nachbarorte sind die Ortsgemeinden Sülm im Nordwesten und Trimport im Südwesten, sowie – jenseits der Kyll – Auw an der Kyll und Preist im Südosten, sowie die Stadt Speicher im Nordosten.

GeschichteBearbeiten

 
Eselskreuz

Im Ortsnamen ist das gotische „dal“ (althochdeutsch und mittelhochdeutsch: Tal, neudeutsch: dal, tell) = Tal, also Heim oder Haus im Tal wiedergegeben. Dahlem wird nach Heinrich Beyer in der Urkunde von 783 (Schenkung an das Kloster Echternach) erstmals als „Dalheim“ erwähnt. Die Schreibung des Ortsnamens erfolgt durchgehend in zweisilbiger Form, wenn auch mit wechselnder Wortgestaltung. So sind zu verzeichnen: Dalheim, Dalem villa (893), Dalheim (1258), Dalheym (1317), Dailheim (1326) und Dalheim (1377).

Zwischen 1750 und 1850 existierte die Knappmühle, welche heute nur noch als Ruine erhalten ist.

Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Dahlem bis zur Auflösung von Kurtrier zu dessen Amt Welschbillig. Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs, zugeordnet der Mairie Idenheim im Kanton Pfalzel des Arrondissements Trier im Saardepartement. Nach der Niederlage Napoleons kam Dahlem aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen. Der Ort gehörte nun zur Bürgermeisterei Idenheim im Kreis Bitburg des Regierungsbezirks Trier, der 1822 Teil der neu gebildeten Rheinprovinz wurde.[2][3]

Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Die Bürgermeisterei Idenheim wurde im Jahre 1930 aufgelöst und ihre Gemeinden in das Amt Bitburg-Land eingegliedert.[2] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Dahlem innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde Dahlem durch das Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung vom 7. November 1970 der neu gebildeten Verbandsgemeinde Bitburg-Land zugeordnet, die wiederum zum 1. Juli 2014 in die Verbandsgemeinde Bitburger Land aufging.[3][4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dahlem (die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen):[5]

Jahr Einwohner
1815 137
1835 214
1871 261
1905 225
1939 264
1950 249
1961 251
Jahr Einwohner
1970 257
1987 234
1997 235
2005 245
2011 269
2017 274
2018 262

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Dahlem besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Ralf Otten wurde am 17. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Dahlem.[7] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 86,14 % für fünf Jahre gewählt worden.[8]

Ottens Vorgänger Rudolf Werwy hatte das Amt von 2002 bis 2019 ausgeübt.[9][10]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Schild mit rotem Hintergrund. In der Schildmitte vier ineinander greifende silberne Ringe.“[11]
Wappenbegründung: Dahlem gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Amt Welschbillig im Kurfürstentum Trier. Dafür steht der Schildgrund, für den man eine Ausführung in roter Farbe wählte. Der Schöffe des Hochgerichtes Dahlem führte ein Siegel mit vier ineinander greifenden Ringen. Diese sind in Schildmitte silbern symbolisiert.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

SportBearbeiten

Dahlem bildet mit den Nachbargemeinden Sülm, Idenheim und Trimport den Sportverein DJK Eintracht DIST.[12]

Im Ort ist zudem ein Verein für Bogensport ansässig.[13]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Dahlem

VerkehrBearbeiten

Dahlem ist durch die Kreisstraßen K 35 und K 36 erschlossen und liegt rund sechs Kilometer westlich der B 50.

LiteraturBearbeiten

  • Ernst Wackenroder (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Bitburg (= Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 12/I). Trier 1983, ISBN 3-88915-006-3, S. 80 (315 S., Mit 12 Taf. u. 227 Abb. im Text. Nachdr. d. Ausg. Schwann, Düsseldorf 1927).

WeblinksBearbeiten

Commons: Dahlem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. a b Die Geschichte der Ortsgemeinde Dahlem. Verbandsgemeinde Bitburger Land, abgerufen am 12. Juni 2021.
  3. a b Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, abgerufen am 12. Juni 2021.
  4. Landesgesetz über die freiwillige Bildung der neuen Verbandsgemeinde Bitburger Land. In: Landesrecht Online. juris GmbH – Juristisches Informationssystem für die Bundesrepublik Deutschland, 22. November 2013, abgerufen am 11. Juni 2021.
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 14. August 2019.
  7. Information aus der Ratssitzung vom 17.06.2019. In: Bitburger Landbote, Ausgabe 28/2019. Linus Wittich Medien GmbH, abgerufen am 12. Juni 2021.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Bitburger Land, Verbandsgemeinde, achte Ergebniszeile. Abgerufen am 12. Juni 2021.
  9. Verleihung der Landesehrennadel im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Rudolf Werwy. In: Kreisnachrichten 05/2014. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, 1. Februar 2014, abgerufen am 12. Juni 2021.
  10. Rudolf Werwy: Bekanntmachung. In: Bitburger Landbote, Ausgabe 24/2019. Linus Wittich Medien GmbH, 5. Juni 2019, abgerufen am 12. Juni 2021.
  11. Eintrag zu Wappen der Gemeinde Dahlem in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 1. September 2016.
  12. Homepage der DJK Eintracht DIST
  13. Eifel-Bowhunter in Dahlem. Abgerufen am 27. Februar 2021.