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Dörnberg (Habichtswald)

Siedlung in Deutschland

Dörnberg ist ein Ortsteil und zugleich Sitz der Gemeindeverwaltung der Gemeinde Habichtswald im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland). Es hat 2333 Einwohner.[1]

Dörnberg
Gemeinde Habichtswald
Koordinaten: 51° 20′ 30″ N, 9° 20′ 33″ O
Höhe: 348 (320–415) m ü. NHN
Einwohner: 2333 (15. Jan. 2014)[1]
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34317
Vorwahl: 05606
Karte
Dörnberg von oben
Dorf Dörnberg mit dem Hohen Dörnberg

Geographische LageBearbeiten

 
Dörnberg liegt im oberen Laubachtal

Dörnberg liegt im Nordostteil des Naturparks Habichtswald etwa 11 km (Luftlinie) westnordwestlich der Kasseler Innenstadt zwischen Ahnatal-Weimar im Nordosten, dem Habichtswalder Ortsteil Ehlen im Südwesten und dem Zierenberger Kernort im Nordwesten und innerhalb des Hohen Habichtswaldes stößt Dörnberg im Osten bzw. Südosten an zwei Ortsteile von Kassel: Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe.

Nördlich des auf etwa 320 bis 415 m ü. NHN[2] gelegenen Dorfs erhebt sich als dessen Hausberg der Hohe Dörnberg (578,7 m), südlich der Essigberg (597,5 m), westlich der Burghasunger Berg (479,7 m) und westnordwestlich der Große Bärenberg (600,7 m). Durch Dörnberg fließt, unter anderem unterirdisch entlang der Laubachstraße, in Südsüdost-Nordnordwest-Richtung der Warme-Zufluss Laubach, der ab der an der Untersten Mühle gelegenen Kressenborn-Einmündung Lubach heißt. Hindurch führt zwischen Dörnberg und Kassel die Bundesstraße 251 (Brilon-Kassel); von dieser Straße zweigt etwa in der Ortsmitte bei der Dorfkirche die nach Zierenberg führende Landesstraße 3211 ab.

Ostsüdöstlich von Dörnberg befindet sich im Wald der Standort der ehemaligen Igelsburg. In dessen Nähe liegt der Silbersee und südlich des Dorfs das Höllchen, zwei nach Ende des Basaltabbaus entstandene Seen.

GeschichteBearbeiten

 
Unterwegs in der Quergasse

Vom Hohen Dörnberg leitet die Ortschaft ihren Namen ab und von dieser die Freiherren von Dörnberg, die im 11. bis 13. Jahrhundert hier ansässig waren. Im Jahr 1074 stellte Siegfried I., Erzbischof von Mainz die Schenkungsurkunde für das Kloster Hasungen aus, in der die Kirchen in Ehlen und Dörnberg erwähnt werden, welche somit an das Kloster fielen. Das 13. und 14. Jahrhundert bescherte Dörnberg eine kleine Töpferei und das Braurecht, welches zu einem Aufschwung in der Besiedelung führte.

Die bis dahin selbständige Gemeinde Dörnberg wurde am 31. Dezember 1971 im Rahmen der Gebietsreform mit der Gemeinde Ehlen zur neuen Gemeinde Habichtswald zusammengeschlossen.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Ehemalige Basaltgrube Silbersee

Die Kirche von Dörnberg ist auf den Grundmauern einer Kapelle (ca. 1160) erbaut. Der Kirchturm weist heute noch das alte Mauerwerk aus. Er wurde als Wehrturm erbaut, der in 6 m Höhe noch einen alten Einstieg besitzt. Der Kirchenbau, sowie er sich heute darstellt, wurde im 15. und 16. Jahrhundert gebaut.

PersönlichkeitenBearbeiten

VereineBearbeiten

  • FSV Dörnberg
  • TSV Dörnberg
  • Sportschützen Dörnberg
  • Freiwillige Feuerwehr Habichtswald-Dörnberg
  • Musikverein Dörnberg
  • RCCC Habichtswald
  • TTC Habichtswald

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistische Zahlen, Stand 15. Januar 2014, auf habichtswald.de
  2. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 411.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dörnberg (Habichtswald) – Sammlung von Bildern