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Curt Bernd Sucher

deutscher Theaterkritiker, Autor und Hochschullehrer
Curt Bernd Sucher (2011)

Curt Bernd Sucher (auch C. Bernd Sucher; * 1949 in Bitterfeld) ist ein deutscher Theaterkritiker, Autor und Hochschullehrer. Er war verantwortlicher Redakteur für das Sprechtheater und Autor bei der Süddeutschen Zeitung. Sucher leitet den Postgraduate-Studiengang „Theater-, Fernseh- und Filmkritik“ an der Hochschule für Fernsehen und Film München in Kooperation mit der Theaterakademie August Everding.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Sucher wurde in Bitterfeld geboren und wuchs in Hamburg auf. Nach dem Abitur studierte er an der Universität Hamburg, der University of Michigan in Ann Arbor und der Universität München Germanistik, Theaterwissenschaft und Romanistik und promovierte über Martin Luther und die Juden: „Martin Luthers Stellung zu den Juden. Eine Interpretation aus germanistischer Sicht“.

Von 1978 bis 1980 war er leitender Kulturredakteur der Schwäbischen Zeitung in Ulm und wechselte dann zur Süddeutschen Zeitung in München, wo er bis 1999 verantwortlicher Redakteur für das Sprechtheater und der erste Theaterkritiker war. Bis 2005 schrieb er als Exklusivautor für diese Zeitung und arbeitete danach als freier Autor und Kritiker, unter anderem für Die Zeit und Theater heute.

Während seiner Zeit als Redakteur unterrichtete Sucher seit 1989 an der Deutschen Journalistenschule München und der Universität München am Institut für Theaterwissenschaft. 1992 und 1993 war er als Dozent an der Universität Eichstätt (Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur) tätig, 1995 und 1996 am Moskauer Gitis-Institut (Theaterkritik). Seit 1996 ist er Professor an der Hochschule für Fernsehen und Film[1], leitet seit dem Wintersemester 1997/1998 den Postgraduate-Studiengang „Theater-, Fernseh-, Filmkritik“, in Kooperation mit der Theaterakademie August Everding.[2]

Er ist Mitglied von Jurys, u. a. bei: Berliner Theatertreffen[3], Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis[4], Körber Studio Junge Regie[5], Heidelberger Stückemarkt; und Juror und Festivalmacher bei radikal jung am Volkstheater München[6].

Seit 1999 ist C. Bernd Sucher Mitglied des PEN-Clubs, wurde 2004 Mitglied des Rotary Club München-Hofgarten und 2014 des Münchener Herrenclubs.

Mit seiner literarischen Vortragsreihe Suchers Leidenschaften tritt er seit 1999 gemeinsam mit Theaterkünstlern in München und anderen Städten Europas auf, die Reihe wurde auch im Fernsehprogramm des Bayerischen Rundfunks gezeigt.

Sucher lebt zusammen mit seinem Mann in München und im Chiemgau[7].

Vortragsreihe Suchers LeidenschaftenBearbeiten

In der Spielzeit 1999/2000 begann Sucher seine literarische Vortragsreihe Suchers Leidenschaften, mit der er seitdem in München, Wien, Zürich, Hamburg, Weimar, Berlin, Frankfurt, Essen und Paris (auf französisch) zu Gast war, begleitet von Schauspielerin und Schauspielern. Im Zentrum seiner Lesungen steht immer ein Buch- oder Theater-Autor. Sucher stellt dem Publikum seine persönliche Sichtweise auf Leben und Werk des Autors vor.

Seit 1999 wirkten Protagonisten der Ensembles des Bayerischen Staatsschauspiels, der Münchner Kammerspiele, des Wiener Burgtheaters, des Zürcher Schauspielhauses mit, ergänzt von Senta Berger, Ulrich Matthes, Martina Gedeck, Monika Bleibtreu, Otto Sander, Thomas Thieme, Sophie Rois, Dörte Lyssewski, Burghart Klaußner, Angela Winkler, Charles Brauer, Udo Samel mit.

Aus der Reihe wurden vier Bücher – zuletzt 2008 Die gefährlichen Franzosen –, acht Essays zu französischen Autoren (Matthes & Seitz, Berlin) und 20 Hör-Bücher (u. a. mit den Schauspielern Senta Berger, Udo Samel, Ulrich Matthes, Sunnyi Melles, Thomas Thieme, Angela Winkler).

2010 begann neben den Lesungen die Ausstrahlung von Suchers Leidenschaften im Bayerischen Fernsehen, die schließlich mit einer Gala des Bayerischen Rundfunks anlässlich des 15-jährigen Jubiläums von Suchers Leidenschaften endete[8].

Werke (Auswahl)Bearbeiten

Filmprojekte (Auswahl)Bearbeiten

Sucher arbeitete an verschiedenen Filmprojekten für ARTE und 3sat mit, war Kommentator in der Sendung Foyer (3sat) und Moderator bei ARTE und 3sat, verwirklichte sich darüber hinaus in eigenen Filmen, u. a. für BR und ARTE.

  • 2008 für ARTE Europas Erbe – DIE GROSSEN DRAMATIKER: Henrik Ibsen und Samuel Beckett, Sendetermin September 2008, Liveauftritt in der Finalshow auf ARTE
  • 2010 für ARTE in Avignon. Dort moderierte er live eine Zusammenfassung über einen ganzen Tag das THEATER – FESTIVAL AVIGNON 2010.
  • 2011 Suchers Leidenschaften: Hermann Hesse mit Rolf Boysen im Bayerischen Fernsehen (Sendetermin: 14. April 2011). Die zweite Sendung Suchers Leidenschaften: Virginia Woolf mit Sunnyi Melles (Sendetermin: 9. Juni 2011).
  • Bis März 2013 wurden zehn Folgen von Suchers Leidenschaften vom BR produziert.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kurzvorstellung aller Professoren an der HFF München
  2. Sedcard von Bernd Sucher auf der Homepage der Theaterakademie August Everding
  3. Juroren-Übersicht des Berliner Theatertreffens
  4. Geschichte des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises
  5. Körber Studio Junge Regie Festivalarchiv (Memento des Originals vom 25. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.koerber-stiftung.de
  6. Geschichte des Theaterfestival radikal jung am Volkstheater
  7. Interview in der ZEIT mit Ute Lemper, abgerufen am 19. Oktober 2016
  8. Fest-Gala: 15 Jahre Suchers Leidenschaften beim BR