Cross-country Short Track

Disziplin des Mountainbike-Cross Country

Der Cross-country Short Track, auch Cross-country Shortrace oder Cross-country Kurzstrecke (Abk. XCC) ist die jüngste Disziplin des Mountainbike-Cross Country.[1][2] Die Disziplin ist vergleichbar dem Cross Country (olympisch) (XCO), die Rundenlänge und die Renndauer sind jedoch deutlich kürzer und fordern von den Fahrern andere Leistungsspitzen und mehr Risiko. Das neue Format soll enge und taktische Rennen ermöglichen und dadurch das Cross-country attraktiver für Zuschauer und TV machen. Nach der Vorstellung im Jahr 2017 wurde der Cross-country Short Track zur Saison 2018 durch die UCI als neue Disziplin offiziell anerkannt und in den Cross-country Weltcup aufgenommen. Die Premiere im fand am 18. Mai 2018 in Albstadt statt, erster Sieger bei den Männern war Mathieu van der Poel.[3][4] 2021 werden erstmals Weltmeister im Cross-country Short Track ermittelt.

ReglementBearbeiten

Cross-country Short Track-Rennen werden auf einen Rundkurs mit einer Streckenlänge zwischen 1 und 1,5 Kilometer Länge ausgetragen, so dass für eine Runde zwischen zwei und drei Minuten benötigt werden. Ein Rennen soll plus/minus 25 Minuten dauern, was einer Renndistanz von etwa 10 Runden entspricht. Der Kurs selbst soll 100 Prozent befahrbar, breit und flüssig sein, ohne Singletrail-Passagen oder spezielle „Features“ und ein Überholen auf der gesamten Strecke erlauben.

Ein Rennen beginnt mit einem Massenstart, Sieger ist wer nach Absolvieren der kompletten Renndistanz als Erster die Ziellienie überquert.

Teilnahmeberechtigt sind jeweils 40 Frauen und 40 Männer. Bei Weltcuprennen sind die 16 Besten der aktuellen Weltcup-Gesamtwertung und die 24 Besten aus der aktuellsten Weltrangliste qualifiziert. Bei freien Plätzen (z. B. bei Ausfall oder Nichtmeldung eines Athleten oder einer Athletin oder wenn ein Athlet oder eine Athletin sowohl über das Ranking als auch den Weltcup qualifiziert ist) rücken die nächsten in der Weltrangliste nach.

Um einer Spezialisierung vorzubeugen und/oder dem Einsatz von speziellen Rädern etc. entgegenzuwirken, müssen bei Weltcuprennen die gleichen Rahmen benutzt werden, die auch am Folgetag im Cross-Country (XCO) gefahren werden. Die minimale Reifenbreite ist auf 45 Millimeter begrenzt. Eine Reparatur darf während des Rennens in speziellen Technischen Zonen durchgeführt werden.

Für Cross-country Short Track-Rennen gibt es UCI-Punkte, die in das Ranking im Cross-Country einfließen. Bei Rennen im Rahmen des Weltcups zählen die Punkte auch für das Klassement im Cross-Country (XCO). Die Punkte für Weltcuprennen entsprechen etwa der Hälfte der Punkte der Rennen über die olympische Distanz (XCO). Alle anderen Rennen sind grundsätzlich als Einzelrennen der class 3 eingestuft.

WettkämpfeBearbeiten

Im Weltcup ist der Cross-country Short Race seit 2018 fester Bestandteil der Wertung im Cross-country. Das Shortrace ist dabei eine Art Prolog für das Hauptrennen über die olympische Distanz (XCO), bei dem die Startaufstellung für die ersten beiden Startreihen des Hauptrennens ermittelt wird. Zudem werden UCI-Punkte für die Weltcupwertung und die UCI-Rangliste vergeben. Der Rennkalender der UCI beinhaltet weitere Einzelrennen, die meist auch in Verbindung mit einem Wettkampf über die olympische Distanz organisiert werden.

Die Weltmeisterschaftsrennen werden im Rahmen der UCI-Mountainbike-Weltmeisterschaften ausgetragen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Short Track-Weltcup: UCI konkretisiert Ablauf und Regeln. acrossthecountry.net, 31. März 2018, abgerufen am 7. März 2021.
  2. XCC – Alles zum neuen Short-Track-Race im Worldcup. Abgerufen am 8. März 2021.
  3. MTB-Weltcup Albstadt: Schurter und viele weitere Favoriten - Große Unbekannte Short Track. rad-net.de, 16. Mai 2018, abgerufen am 23. März 2021.
  4. MTB-Weltcup: Van der Poel und Langvad gewinnen Short Race-Premiere. rad-net.de, 18. Mai 2018, abgerufen am 24. März 2021.