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Cristian Preda

rumänischer Politologe und Politiker (Demokratisch-Liberalen Partei), MdEP
Cristian Preda (2013)

Cristian Dan Preda (* 26. Oktober 1966 in Bukarest) ist ein rumänischer Politologe und Politiker (PD-L, PMP, parteilos).

LebenBearbeiten

Preda studierte Philosophiegeschichte an der Universität Bukarest und der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und schloss 1991 sowohl mit dem rumänischen Lizenziat als auch mit dem französischen DEA ab. Ab 1992 war er als wissenschaftliche Hilfskraft an der Fakultät für Politikwissenschaft der Universität Bukarest tätig, 1996 stieg er zum Assistenten auf. Seine Promotion erfolgte 1998 an der französischen Elitehochschule École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris. Die Dissertation befasst sich mit dem „Liberalismus der Hoffnungslosigkeit“ in den Jahren 1938–1960.[1] Sein Doktorvater ist Pierre Manent.

Anschließend lehrte er weiter als Lektor an der Universität Bukarest, ab 2000 als Conferențiar (Juniorprofessor). Im Juli 2004 wurde Preda zum Professor berufen. Von 2004 bis 2010 amtierte er zudem als Dekan der Politikwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bukarest.[2]

Parallel zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit fungierte Preda von 1999 bis 2000 als Berater des Staatspräsidenten Emil Constantinescu (PNȚCD). Unter dem Außenminister Mihai Răzvan Ungureanu war er von 2005 bis 2007 Staatssekretär für Frankophonie. Der Staatspräsident Traian Băsescu berief ihn anschließend in seinen Beraterstab, dem er von 2007 bis 2009 angehörte.

Bei der Europawahl 2009 wurde Preda als Vertreter von Băsescus Partidul Democrat Liberal (PD-L) ins Europäische Parlament gewählt, wo er sich der EVP-Fraktion anschloss. Von Juli bis Dezember 2012 war er stellvertretender Vorsitzender der PD-L.[2] Anfang 2014 wechselte Preda von der PD-L zur Partidul Mișcarea Populară (PMP). Bei der Europawahl im Mai desselben Jahres wurde er als Spitzenkandidat der PMP für eine weitere Amtszeit gewählt. Im September 2014 trat er wieder aus der PMP aus, behielt jedoch sein Mandat als Parteiloser. Er gehört weiterhin der EVP-Fraktion an. Im Januar 2019 trat er der neuen Partei PLUS des ehemaligen Ministerpräsidenten und EU-Kommissars Dacian Cioloș bei.[3]

Preda ist außerdem Mitglied im Verwaltungsrat des Europäischen Demokratiefonds (EED).[4]

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cristian Preda: Le liberalisme du desespoir. Tradition liberale et critique du totalitarisme dans les annees 1938-1960. Dissertation, EHESS Paris 1998.
  2. a b Lebenslauf Christian Dan Preda auf der Website des Europäischen Parlaments, abgerufen 1. Oktober 2018.
  3. Un europarlamentar cunoscut s-a înscris în partidul Plus, condus de Dacian Cioloș. Stirile Pro TV, 29. Januar 2019.
  4. About EED, Abfragedatum: 12. März 2017.