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Keramikfiguren der Cotocollao-Kultur im Museo del Banco Central del Ecuador (2015)

Die Cotocollao-Kultur war eine präkolumbische Kultur der Formativen Periode in der Sierra Ecuadors nahe Quito. Sie existierte vom 18. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. und kann in vier keramische Phasen unterteilt werden. Archäologische Erkundungen durch Villalba ergaben 70 weitere Fundstätten im Längstal von Quito und denen von Los Chillos und Tumbaco. Die Siedlungsspuren weisen auf agrarische Subsistenzwirtschaft hin, die auf dem Anbau von Mais, Kartoffeln, Knolligem Sauerklee, Quinoa und Anden-Lupine beruhte. Als Steingerät diente unter anderem Obsidian. Ob und inwieweit zwischen den Siedlungen Beziehungen bestanden, ist bisher unbekannt. Mit dem Ausbruch des Vulkans Pululahua ging die Cotocollao-Kultur unter.[1]

Stilistische Ähnlichkeiten in der Ausgestaltung der Keramiken sprechen dafür, dass zwischen den Cotocollao-Kulturen in den Anden und der Machalilla-Kultur an der Pazifikküste Handelsbeziehungen bestanden.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. J. A. Zeidler: The Ecuadorian Formative. In: Helaine Silverman, William Isbell (Hrsg.): Handbook of South American Archaeology. Springer, New York 2008, ISBN 978-0-3877-5228-0, S. 471f.
  2. J. A. Zeidler: The Ecuadorian Formative. In: Helaine Silverman, William Isbell (Hrsg.): Handbook of South American Archaeology. Springer, New York 2008, ISBN 978-0-3877-5228-0, S. 467