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Copa do Brasil
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Voller Name Copa do Brasil de Futebol
Verband CBF
Gründung 1989
Mannschaften 86
Spielmodus K.-o.-System (4 Runden)
Titelträger Cruzeiro EC (6. Titel)
Rekordsieger Cruzeiro EC
(6 Siege)
Rekordspieler ?
Rekordtorschütze BrasilienBrasilien Romário (36 Tore)
Aktuelle Saison 2019
Qualifikation für Copa do Brasil
Copa Libertadores
Die Copa do Brasil von 1994 und 2001 im Trophäenschrank von Cruzeiro Belo Horizonte

Die Copa do Brasil ist seit 1989 der brasilianische Pokalwettbewerb im Fußball. Seit 2013 ermitteln 86 Fußballvereine aus den 26 brasilianischen Bundesstaaten und dem Distrito Federal im K.-o.-System den Pokalsieger. Der Pokalsieger ist für die nächstjährige Copa Libertadores qualifiziert. Der Name des Wettbewerbes ist nicht mit der Copa Brasil zu verwechseln: dies war von 1975 bis 1980 und 1984 bis 1986 die offizielle Bezeichnung für die brasilianische Meisterschaft.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die zur Ermittlung der brasilianischen Teilnehmer am Südamerikapokal, der seinerzeit neugeschaffenen Copa Libertadores, 1959 ins Leben gerufene Taça Brasil war der erste nationale Wettbewerb in Brasilien und gilt als der Vorgänger des heutigen Pokalwettbewerbes, wenngleich dies keine offizielle Anerkennung seitens des Verbandes CBF, der Confederação Brasileira de Futebol gefunden hat. Mit der Einführung einer nationalen Meisterschaft 1967 verlor die Taça Brasil, zu deutsch in etwa Brasilien-Pokal, aber schnell an Bedeutung und der Wettbewerb wurde 1968 eingestellt. 2010 wurden alle Sieger des Taça Brasil nachträglich durch den CBF als nationale Meister anerkannt.

Nach der Umstellung des Modus der Meisterschaft, des Campeonato Brasileiro de Futebol, Ende der 1980er Jahre gab es vor allem für die Vereine aus den fußballerisch weniger gewichtigen Bundesstaaten weniger Möglichkeiten sich auch national zu präsentieren. Um hier Abhilfe zu schaffen wurde 1989 mit der Copa do Brasil erneut ein landesweiter Pokalwettbewerb etabliert.

Die Gewinner der Copa do Brasil nehmen an der Copa Libertadores teil. Von 1991 bis 1995 waren die unterlegenen Finalisten für die Copa Conmebol startberechtigt.

In den ersten fünf Jahren nahmen 32 Vereine an der Copa teil. Qualifiziert waren die Meister aller Staaten. Die Staaten mit den höchsten Zuschauerzahlen durften einen zweiten Teilnehmer entsenden. Oft war dies der Vizemeister, aber auch auf andere Weise, wie beispielsweise ein Pokalturnier auf Staatsebene, wurde der zweite Teilnehmer ermittelt. Ab 1995 wurde vier Staaten ein dritter Teilnehmer zuerkannt. 1996 waren neben den ursprünglichen 32 Mannschaften auch acht Vereine mit den höchsten Zuschauerzahlen in der Meisterschaft startberechtigt. Von 1997 bis 2003 wurden diese acht Vereine durch zehn Klubs ersetzt die von der CBF nach unveröffentlichten Kriterien bestellt wurden.

2004 wurde der Wettbewerb auf 64 Vereine erweitert von denen 54 durch die Staatswettbewerbe bestimmt werden, wobei sich ein, zwei oder drei Teams je Staat qualifizieren, abhängig von der Platzierung im nationalen Verbandsranking (CBF-Ranking). Die restlichen 10 Plätze werden an die bestplatzierten nicht qualifizierten Vereine der nationalen Vereinsrangliste (CBF-Ranking) vergeben. Seit 2001 nehmen – aus Termingründen wie offiziell beschieden ist – keine Vereine mehr teil die an der Copa Libertadores teilnehmen. Dadurch ist es nicht möglich den Pokalsieg im darauffolgenden Jahr zu verteidigen.

ModusBearbeiten

Das Turnier durchläuft acht Runden. Für die ersten drei Runden werden zehn Gruppen ausgelost. Die ersten beiden Runden dieser Gruppenphase bestehen aus nur einem Spiel. Heimrecht hat die Mannschaft, die im CBF-Ranking schlechter steht. Bei einem Unentschieden kommt die im Ranking besser palzierte Mannschaft eine Runde weiter. Die dritte Runde der Gruppenphase wird in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Hier gilt die Auswärtstorregel. Die zehn Sieger der Gruppenphase ziehen in die vierte Runde ein. Die fünf Sieger der vierten Runde treffen dann im Achtelfinale auf die hierfür bereits direkt qualifizierten elf Teilnehmer.

Ab dem Achtelfinale werden alle weiteren Spiele in Hin- und Rückspielen ausgetragen. Dies gilt auch für die Endspiele.

Im Copa do Brasil gilt die Auswärtstorregel, die sonst in südamerikanischen Wettbewerben unüblich ist und beispielsweise erst 2005 bei der Copa Libertadores eingeführt wurde.

TeilnehmerBearbeiten

Die Anzahl der Teilnehmer änderte sich im Zuge der Wettbewerbsgeschichte wiederholt.

Jahr Teilnehmer
1989–1994 32
1995 36
1996 40
1997 44
1998 42
1999 64
2000 89
2001–2002 64
2003 65
2004–2012 64
2013–2015 87
2016 86
2017– 91

Seit 2017 nehmen insgesamt 91 Klubs aus allen fünf Regionen und allen 27 Bundesstaaten teil. Die jeweiligen Regionalverbände senden 70 ihrer erfolgreichen Klubs aus den Staatsmeisterschaften und Staatspokalspielen des Vorjahres. Die Auswahl liegt bei den Regionalverbänden und die Anzahl der Startplätze pro Verband legt der CBF fest.

Weiteren zehn Plätze werden an die am höchsten auf der historischen CBF-Klubrangliste, dem CBF-Ranking, platzierten Mannschaften vergeben, die sich nicht über die Staatenmeisterschaften qualifizieren konnten.

Das Teilnehmerfeld wird ab komplementiert um elf direkt fürs Achtelfinale qualifizierte Klubs. Dieses sind:

Sieger der Copa do BrasilBearbeiten

Jahr Sieger Ergebnis Finalist
1989   Grêmio FBPA 0:0 Sport Recife
2:1
1990   CR Flamengo 1:0 Goiás EC
0:0
1991   Criciúma EC 1:1 Grêmio FBPA
0:0
1992   Internacional Porto Alegre 1:2 Fluminense FC
1:0
1993   Cruzeiro EC 0:0 Grêmio FBPA
2:1
1994   Grêmio FBPA 0:0 Ceará SC
1:0
1995 Corinthians São Paulo 2:1 Grêmio FBPA
1:0
1996   Cruzeiro EC 1:1 SE Palmeiras
2:1
1997   Grêmio FBPA 0:0 CR Flamengo
2:2
1998   SE Palmeiras 0:1 Cruzeiro EC
2:0
1999   EC Juventude 2:1 Botafogo FR
0:0
2000   Cruzeiro EC 0:0 São Paulo FC
2:1
2001   Grêmio FBPA 2:2 Corinthians São Paulo
3:1
2002 Corinthians São Paulo 2:1 Brasiliense FC
1:1
2003   Cruzeiro EC 1:1 CR Flamengo
3:1
2004   EC Santo André 2:2 CR Flamengo
2:0
2005   Paulista FC 2:0 Fluminense FC
0:0
2006   CR Flamengo 2:0 CR Vasco da Gama
1:0
2007   Fluminense FC 1:1 Figueirense FC
1:0
2008   Sport Recife 1:3 Corinthians São Paulo
2:0
2009 Corinthians São Paulo 2:0 Internacional Porto Alegre
2:2
2010   Santos FC 2:0 EC Vitória
1:2
2011   CR Vasco da Gama 1:0 Coritiba FC
2:3
2012   SE Palmeiras 2:0 Coritiba FC
1:1
2013   CR Flamengo 1:1 Athletico Paranaense
2:0
2014   Atlético Mineiro 2:0 Cruzeiro EC
1:0
2015   SE Palmeiras 0:1 Santos FC
2:1
(5:4 i. E.)
2016   Grêmio FBPA 3:1 Atlético Mineiro
1:1
2017   Cruzeiro EC 1:1 CR Flamengo
0:0
(5:3 i. E.)
2018   Cruzeiro EC 1:0 Corinthians São Paulo
2:1
2019 Athletico Paranaense Internacional Porto Alegre

Statistische ÜbersichtBearbeiten

nach Vereinen
Rang Verein Titel Finalt. Jahr(e)
(Finalteilnahmen kursiv)
1   Cruzeiro EC 6 8 1993, 1996, 1998, 2000, 2003, 2014, 2017, 2018
2   Grêmio FBPA 5 8 1989, 1991, 1993, 1994, 1995, 1997, 2001, 2016
3   CR Flamengo 3 7 1990, 1997, 2003, 2004, 2006, 2013, 2017
Corinthians São Paulo 3 6 1995, 2001, 2002, 2008, 2009, 2018
  SE Palmeiras 3 4 1996, 1998, 2012, 2015
6   Fluminense FC 1 3 1992, 2005, 2007
7   Internacional Porto Alegre 1 2 1992, 2009
  Sport Recife 1 2 1989, 2008
  CR Vasco da Gama 1 2 2006, 2011
  Santos FC 1 2 2010, 2015
  Atlético Mineiro 1 2 2014, 2016
12   Criciúma EC 1 1 1991
  EC Juventude 1 1 1999
  EC Santo André 1 1 2004
  Paulista FC 1 1 2005
16   Coritiba FC 2 2011, 2012
17   Goiás EC 1 1990
  Ceará SC 1 1994
  Botafogo FR 1 1999
  São Paulo FC 1 2000
  Brasiliense FC 1 2002
  Figueirense FC 1 2007
  EC Vitória 1 2010
  Athletico Paranaense 1 2013
nach Verband
Rang Verband Titel Finalt.
1   São Paulo 9 15
2   Rio Grande do Sul 7 11
3   Minas Gerais 7 10
4   Rio de Janeiro 5 13
5   Pernambuco 1 2
  Santa Catarina 1 2
7   Paraná 3
8   Goiás 1
  Ceará 1
  Bahia 1
  Distrito Federal 1

Nach einer am 8. Februar 2017 veröffentlichen Erhebung, war der CR Flamengo der bis dahin erfolgreichste Klub nach erzielten Punkten.[1] Die Erhebung wies auch die Klubs mit den meisten Spielen und Teilnahmen aus.

Von 1989 bis 2016 nahmen an 29 Austragungen 319 Klubs teil. Die häufigsten Teilnehmer mit jeweils 27 waren Atlético Mineiro und der EC Vitória. 114 Teilnehmer hingegen nahmen nur einmal teil. Die meisten Spiele bestritten mit 167 der Grêmio FBPA und CR Vasco da Gama gefolgt von CR Flamengo (165) und Atlético Mineiro (148).

Flamengo hat 97 Siegen in der Copa die meisten Spiele gewonnen. Hier folgten Grêmio mit 91 und Vasco 87. Die meisten Tore erzielte ebenfalls Flamengo (307), danach Vasco (305) und Atlético Mineiro (300).

Rangliste nach Punkten

Platz Verein Punkte Teilna.
1   Flamengo Rio de Janeiro 316 21
2   Vasco da Gama 299 25
3   Grêmio FBPA 293 23
4   Palmeiras São Paulo 265 21
5   Atlético Mineiro 265 27
6   Cruzeiro EC 235 20
7 Corinthians São Paulo 232 21
8   Fluminense FC 225 22
9   Botafogo FR 211 23
10   Vitória 209 27

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beste Klub in Pokal, Bericht auf futebolemnumeros.blogosfera.uol.com.br vom 8. Februar 2017, Seite auf portug., abgerufen am 21. Februar 2017