Computer Bild

Computerzeitschrift

Computer Bild aus dem Axel-Springer-Verlag ist eine Computerzeitschrift, die in mehreren Ländern, teils unter anderem Namen, herausgegeben wird.

Computer Bild
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Beschreibung Computerzeitschrift
Sprache Deutsch
Verlag Computer Bild Digital GmbH (Deutschland)
Hauptsitz Hamburg
Erstausgabe 2. September 1996[1]
Erscheinungsweise zweiwöchentlich
Verkaufte Auflage 157.929 Exemplare
(IVW 1/2020)
Verbreitete Auflage 158.328 Exemplare
(IVW 1/2020)
Reichweite 1,75 Mio. Leser
(MA 2020 I)
Chefredakteur Dirk Kuchel
Weblink computerbild.de
ISSN (Print)

In Deutschland ist Computer Bild eine der auflagenstärksten und meistverkauften Computerzeitschriften, nach der c't. Die erste Ausgabe erschien am 2. September 1996 zu einem Preis von 1,- DM unter der Leitung des seinerzeitigen Chefredakteurs Harald Kuppek. Neben Computerthemen sollte auch über Telekommunikation, HiFi, Video und TV informiert werden. Laut Editorial der Erstausgabe sollten (Zitate) echte Verständlichkeit, Lesespaß, klare Urteile mit Ampelfarben und teure, aufwendige Vergleichstest den Leser in diesem Info-Dschungel an die Hand nehmen.

DeutschlandBearbeiten

Die Eigenschreibweise in Deutschland ist COMPUTERBILD oder COMPUTER BILD, auch kurz CoBi und CB.

InhalteBearbeiten

Die Zeitschrift richtet sich an PC-Einsteiger, die das Betriebssystem Microsoft Windows benutzen. Es werden stets alle Fachbegriffe erklärt und die Erläuterungen mit vielen Bildschirmfotos illustriert, die dem Leser jeden Mausklick detailliert verdeutlichen. Es sind in jeder Ausgabe Tests zu verschiedenem elektronischen Zubehör (z. B. Speicherkarten) oder Standard-Hardware enthalten.[2]

VariantenBearbeiten

Computer Bild ist bei den vielen Zeitschriftenhändlern in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz in verschiedenen Varianten verfügbar: ohne Datenträger, mit CD oder mit DVD.

Die CD enthält das meiste der im Heft besprochenen Software und zusätzlich eine oder mehrere Gratisversionen des Programms für das Titelthema.

Auf der DVD war zusätzlich zu den Inhalten der CD fast immer ein Film vertreten, der sich auch auf einem DVD-Player abspielen ließ; seit Dezember 2019 bietet Computer Bild keinen Film auf DVD mehr an, sondern einen Gutschein für den jeweiligen Film, um diesen bei Netzkino im HD zu streamen.[3] Auf jedem Medium sind (seit 2019) die Bitdefender Internet Security und der COMPUTER BILD-Abzock-Schutz enthalten. Die Medien enthalten meist eine bis fünf Kaufprogramme, nur Sondereditionen enthalten mehr solche Programme.

Computer Bild ist in Deutschland im Abonnement in drei Varianten verfügbar: als Heft, mit CD und mit DVD. Frei Haus geliefert kosten sie genauso viel wie im Kioskverkauf.

LeitungBearbeiten

Harald Kuppek hat die Zeitschrift gegründet und war bis Dezember 2006 auch Herausgeber und Chefredakteur. Von 2007 bis 2016 war der Herausgeber der ehemalige Bild-Chefredakteur (bis 2015) Kai Diekmann.[4]

Seit Oktober 2006 war Hans-Martin Burr Chefredakteur, er verließ das Unternehmen am 28. Februar 2012 auf eigenen Wunsch.[5][6][7] Von 2012 bis 2017 war Axel Telzerow Chefredakteur. Auf ihn folgte 2018 Dirk Kuchel.[8][9]

Sonderhefte und ZubehörBearbeiten

Computer Bild veröffentlicht regelmäßig Sonderhefte.

Computer Bild bot in Zusammenarbeit mit Kaspersky Lab die Kaspersky Security Suite CBE (Computer Bild-Edition) an, welche sich in fast jeder CD-/DVD-Ausgabe bis Oktober 2012 befand und bis Mai 2013 gültig war. Im Mai 2013 wurde Kaspersky jedoch gegen Norton Internet Security CBE getauscht,[10] welche wiederum Anfang 2014 durch die G Data Security Suite CBE ersetzt wurde. Die Kaspersky Security Suite CBE war immer die Vorgängerversion der aktuellen Kaspersky Internet Security und war für Windows ab XP geeignet. Außerdem wird eine Software mit dem Namen Computer Bild-Abzockschutz angeboten, die vor Betrügern im Internet warnen soll.

BücherBearbeiten

Im Ullstein-Verlag sind Taschenbücher zu verschiedenen Computerthemen unter dem Namen Computer Bild erschienen, die im Buchhandel erwerbbar oder über den Online-Shop bestellbar sind.

Computer Bild vs. UnisterBearbeiten

Am 28. Juni 2012 veröffentlichte Computer Bild in der Ausgabe 15/2012 Rechercheergebnisse, die nahelegten, dass das Leipziger Unternehmen Unister das Vertrauen von potentiellen Kunden mit unsauberen Methoden zu erlangen versucht und sie hernach „abzockt“, beispielsweise mit den Webseiten fluege.de, Flug24.de, Billigfluege.de, ab-in-den-urlaub.de, Travel24.com, Reisen.de, Preisvergleich.de oder Partnersuche.de.[11] Nach einer nicht erfolgreichen Abmahnung seitens Unister Anfang Juli 2012[12] erwirkte Unister einen Gerichtsbeschluss am Landgericht Leipzig, um eine weitere Verbreitung der Computer-Bild-Ausgabe zu verhindern.[13]

Zu den Vorwürfen der Computer Bild gegen Unister gehörten unzulässig aufgeschlagene Service-Pauschalen, ein undurchsichtiges Firmenkonstrukt, erfundene gestrichene höhere Vergleichspreise bei Flugangeboten, erkaufte scheinbare Verbraucherschutzsiegel, konstruierte Vergleichsportale, die nur Konzernfirmen miteinander verglichen, ohne diese Zusammengehörigkeit offenzulegen und anderes.[14]

AuflageBearbeiten

Computer Bild hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 83,4 Prozent gesunken.[15] Sie beträgt gegenwärtig 157.929 Exemplare.[16] Das entspricht einem Rückgang von 791.532 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 51 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[17]
Entwicklung der Abonnentenzahlen[18]

Internet-PortalBearbeiten

Im Juli 2007 hat Computer Bild ein Internet-Portal gestartet, das zugleich die Online-Inhalte von Computer Bild Spiele und Audio Video Foto Bild beinhaltet. Das Online-Portal wurde von der Computerbild Online Dienstleistungs-GmbH betrieben. Neben Inhalten der Druckzeitschrift gibt es tagesaktuelle Meldungen, einen interaktiven Preisvergleich und es gab bis 2018 ein Forum zu den Themen Hardware, Software und Telekommunikation. Chefredakteur des Onlineangebots ist Felix Disselhoff.

Im Februar 2012 wurde aufgrund stark gesunkener Verkaufsauflage bekanntgegeben, dass die Redaktion der Druckausgabe mit der Online-Ausgabe unter dem Dach der Computer Bild Digital GmbH zusammengelegt wird (Teilbetriebsübergang). Da diese Tochterfirma im Unterschied zur bisherigen direkten Arbeitgeberin Axel Springer AG nicht tarifgebunden ist, protestierten Mitarbeiter der Print-Redaktion gegen das Vorgehen.[19]

Im August 2013 unterzog die Axel Springer AG der Webseite von Computer Bild einem Relaunch. Laut dem Unternehmen sollten dadurch neue Stammnutzer und neue Zielgruppen erreicht werden.

Die Webseite von Computer Bild konnte laut AGOF im Mai 2013 13,56 Millionen Menschen (Unique User) erreichen. Die IVW wies im Juli 2013 42,67 Millionen Gesamtbesuche (Visits) aus.

AblegerBearbeiten

Als Ableger erschien zuerst 1999 Computer Bild Spiele, die im August 2019 eingestellt wurde. Danach folgte 2004 Audio Video Foto Bild, die aus der Unterhaltungselektronik-, Musik- und Film-Redaktion der Computer Bild heraus entwickelt wurde.

Computer Bild außerhalb DeutschlandsBearbeiten

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Inzwischen wurden, vorwiegend in Osteuropa, ausländische Ableger der COMPUTERBILD gegründet:

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. E-Paper der Erstausgabe der Zeitschrift Computerbild (Memento des Originals vom 18. Mai 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/epaper.computerbild.de 2. September 1996
  2. Ratgeber: Windows Vista vom USB-Stick installieren. computerbild.de, Juli 2009
  3. Netzkino: Gratis HD-Film mit jedem Heft! 20. Dezember 2019, abgerufen am 9. April 2020.
  4. computerbild.de
  5. axelspringer.de
  6. kress.de
  7. „Computer Bild“ legt Print- und Online-Redaktion zusammen – Chefredakteur Burr geht. horizont.net, 28. Februar 2012
  8. dwdl.de
  9. meedia.de
  10. Kaspersky-Lizenz abgelaufen – Jetzt wechseln: Norton Internet Security CBE. computerbild.de
  11. Johannes Jöcker: Computerbild-Exklusiv: Millionengeschäft mit Online-Abzocke „Made in Germany“. 1. Juli 2012, archiviert vom Original am 7. Juli 2012; abgerufen am 12. Juli 2012.
  12. anw: Neue Vorwürfe gegen Reiseportalbetreiber Unister. In: heise online. 2. Juli 2012, abgerufen am 12. Juli 2012.
  13. as: Verwirrung um Verbreitungsverbot der Computerbild. In: heise online. 8. Juli 2012, abgerufen am 12. Juli 2012.
  14. Hans von der Burchard: Die Machenschaften des Abzock-Imperiums Unister. In: Welt online. 4. Juli 2012, abgerufen am 12. Juli 2012.
  15. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  16. laut IVW, erstes Quartal 2020 (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  17. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  18. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  19. „Computer Bild“: Print-Redaktion protestiert gegen Ausgliederung. horizont.net, 2. März 2012