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Compact Memory ist eine frei zugängliche digitale Bibliothek von bisher 305[1] vorwiegend deutschsprachigen jüdischen Periodika aus dem Zeitraum 1771 bis 1938.

Die Zeitschriften mit einem Gesamtumfang von über 1.000.000 Seiten wurden von 2000 bis 2006 im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts digitalisiert. Damit liegen für die Geschichte des Judentums in Deutschland und Österreich wichtige Quellen wie die Allgemeine Zeitung des Judentums, Der Israelit und die Jüdische Rundschau vollständig als E-Texte vor und können standortunabhängig benutzt werden, ohne dass die teils in schlechtem Erhaltungszustand befindlichen Originale Schaden nehmen. Projektpartner waren die RWTH Aachen, das Sondersammelgebiet Judentum an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg und die Bibliothek Germania Judaica. Die Zeitschriften-Datenbank wird sukzessive erweitert, unter anderem in Kooperation mit dem Leo Baeck Institut, New York, und weiteren Bibliotheken und Institutionen.

Die Datenmenge der eingescannten Seiten beträgt etwa 137 Gigabyte. Die Zeitschriften sind über eine Navigationsleiste mit Haupt- und Untereinträgen einzeln recherchierbar. Außerdem steht eine Suchfunktion zur Verfügung, in der nach Titeln/Schlagworten sowie Autoren gesucht werden kann. Neben einer automatisierten Texterkennung wurden über 81.000 Einzelbeiträge von mehr als 10.000 Autoren nach den Regeln für die Formalkatalogisierung bibliographisch erschlossen.

2004 wurde Compact Memory von der UNESCO als digitales Weltkulturerbe anerkannt.[2]

Compact Memory ist seit 2014 Bestandteil des digitalen Judaica-Portals der Universitätsbibliothek Frankfurt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Die Auswahl von Compact Memory im Portal liefert 305 Titel (Stand: Mai 2019).
  2. Miriam Beiseler: Eine Datenbank als Weltkulturerbe. In: Deutsche Welle. 8. April 2004, abgerufen am 27. Mai 2019.