Comoro

Ortsteil von Dili
Comoro
Der Suco Comoro liegt im Westen des Verwaltungsamts Dom Aleixo.
Daten
Einwohnerzahl 44.411 (2015)[1]
Chefe de Suco Eurico da Costa de Jesus
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
12 de Outubro 14.025
30 de Agosto 8.797
4 de Setembro 6.467
Aimutin 1.886
Bayaleste neu
Fomento I 2.336
Fomento II 2.044
Fomento III 817
Golgota 1.945
Moris Dame neu
Posto Penal 759
Ramelau Delta 969
São José 1.973
São Miguel 798
Comoro (Osttimor)
Comoro
Comoro
Koordinaten: 8° 33′ S, 125° 31′ O

Comoro (Komoro) ist ein Stadtteil im Westen Dilis, der Hauptstadt Osttimors und Suco des Verwaltungsamts Dom Aleixo (Gemeinde Dili).

GeographieBearbeiten

Comoro
Orte Position[2] Höhe
12 de Outubro 8° 33′ S, 125° 31′ O ?
4 de Setembro 8° 34′ S, 125° 32′ O ?
Aimutin 1 8° 33′ S, 125° 33′ O 50 m
Aimutin 2 8° 34′ S, 125° 33′ O 50 m
Aimutin Laran 8° 34′ S, 125° 33′ O 64 m
Beduku 8° 35′ S, 125° 32′ O 124 m
Haslaran 8° 34′ S, 125° 32′ O 64 m
Kampung Baru 8° 33′ S, 125° 32′ O m
Kelapa 8° 33′ S, 125° 32′ O ?
Lapangan Terbang Comoro 8° 33′ S, 125° 31′ O ?
Lih Baulelo 8° 34′ S, 125° 30′ O ?
Lurumata 8° 33′ S, 125° 33′ O m
Manleu Lidun 8° 35′ S, 125° 32′ O ?
Marinir 8° 32′ S, 125° 32′ O m
Mate Lahotu 8° 32′ S, 125° 32′ O ?
Merdeka 8° 33′ S, 125° 32′ O 10 m
Pantai Kelapa 8° 33′ S, 125° 32′ O m
Paularan 8° 32′ S, 125° 32′ O m
Pomento 8° 33′ S, 125° 32′ O 64 m
Rai Nain 8° 33′ S, 125° 33′ O ?
São José 8° 33′ S, 125° 33′ O ?
São Miguel 8° 33′ S, 125° 33′ O ?
 
Die Seen von Tasitolu und die Insel Atauro im Hintergrund

Das eigentliche Comoro liegt heute im Suco Madohi. Der Suco wurde nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Osttimors 2002 aus den Sucos Loscabubu, Suleur, Malinamoc und Rai Naca Doco zusammengefügt.[3] Vor der Gebietsreform 2015 hatte Comoro eine Fläche von 25,18 km².[4] Bis 2017 waren es 15,36 km²,[1] dann wurden im Norden die neuen Sucos Bebonuk, Madohi und Manleuana von Comoro abgetrennt, um die Verwaltungsstrukturen dem Bevölkerungswachstum anzupassen. Zu Manleuana kamen die Aldeias Badiac, Lemocari, Mane Mesac und Mauc. Die Aldeia Moris Foun ging an Bairro Pite. Die Aldeia Mate Lahotu Beto Timur wurde aufgelöst, dafür entstanden mit Bayaleste (Baya Leste) und Moris Dame zwei neue Aldeias[5][6] Im Suco Comoro befinden sich nun die 14 Aldeias 12 de Outubro, 30 de Agosto, 4 de Setembro, Aimutin, Bayaleste, Fomento I, Fomento II, Fomento III, Golgota, Moris Dame, Posto Penal, Ramelau Delta, São José und São Miguel.[5]

Der Suco liegt im Westen des Verwaltungsamts Dom Aleixo. Östlich von Comoro liegen die Sucos Fatuhada, Bairro Pite (beide ebenfalls Verwaltungsamt Dom Aleixo) und Dare (Verwaltungsamt Vera Cruz). Westlich liegt der Suco Tibar (Verwaltungsamt Bazartete, Gemeinde Liquiçá). Im Norden mündet der Rio Comoro in die Straße von Wetar, der allerdings nur in der Regenzeit Wasser führt. Weiter westlich liegen die drei Salzseen von Tasitolu, in die mehrere kleine Flüsse und Bäche, wie der Mota Tasitolu münden. Durch den Norden des Sucos führt die Nördliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen des Landes.[7]

Die Außenbezirke der Landeshauptstadt Dili reichen bis an die Seen von Tasitolu. An der Küste liegt an der Grenze zu Fatuhada das Viertel São José, westlich davon bis zum Rio Comoro Kelapa (deutsch Kokosnuss), Paularan und Mate Lahotu, und südlich Pantai Kelapa (Pantaikelapa, portugiesisch Praia dos Coqueiros, deutsch Kokosnussstrand), Lurumata. Zwischen der Grenze zu Bairro Pite und dem Rio Comoro befinden sich die Viertel Aimutin (aufgeteilt in Aimutin 1, Aimutin 2 und Aimutin Laran), Pomento, Haslaran, Rai Nain, 4 de Setembro und Manleu Lidun. Am Westufer des Rio Comoros liegen von der Mündung abwärts die Viertel Marinir, Merdeka und Beduku. Südlich des Flughafens von Dili liegen Lapangan Terbang Comoro, Kampung Baru (Kampungbaru) und 12 de Outubro und südlich der Seen von Tasitolu Lih Baulelo.[7][8]

EinwohnerBearbeiten

In den seit 2017 noch zu Comoro gehörenden Aldeias leben 44.411 Einwohner (2015).[1] Fast 93 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Daneben gibt es kleine Minderheiten anderer Sprachen: Tetum Terik, Baikeno, Bunak, Fataluku, Makasae oder Mambai.[9]

GeschichteBearbeiten

Comoro war eines der Zentren der Unruhen von 2006, die Osttimor und vor allem Dili erschütterten. Auch in den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen verschiedenen Banden.[10]

PolitikBearbeiten

 
Eurico da Costa de Jesus, Chefe de Suco (2016)

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Eurico da Costa de Jesus zum Chefe de Suco gewählt[11] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[12]

InfrastrukturBearbeiten

Der Suco verfügt über drei Polizeistationen und ein kommunales Gesundheitszentrum in der Rua 30 de Agosto.[8]

Schulen im Suco sind die Escola Primaria Tasitolu, die Escola Primaria Kampung Baru, die Escola Primaria Aimutin, vier weitere Grundschulen, die Escola Pre-Secondario 30 de Agosto No. 1, die Escola Pre-Secondario 12 de Outubro, das Externato de São José, die Escola Secondaria Fimatil,[8][13] die Escola Santa Madalena de Canossa und das Colégio São Miguel Arcanjo.[14] Im Colégio São Miguel Arcanjo befinden sich die Räume des Televisão Educação Timor.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Strand an der Mündung des Rio Comoro

Die Künstlervereinigung Arte Moris mit ihrer Kunstschule ist im ehemaligen Nationalmuseum in Comoro beheimatet.

Inmitten des Kreisverkehrs in Comoro steht die 2014 eingeweihte, überlebensgroße Statue von Nicolau Lobato, nachdem auch der Flughafen benannt ist. Lobato war der erste Premierminister und später Präsident Osttimors. Er starb 1978 im Kampf gegen die indonesischen Invasoren.

Seit 2008 steht in Tasitolu eine sechs Meter hohe Monumentalstatue von Papst Johannes Paul II. Sie bildet so ein Gegenstück zur Jesusstatue auf der Ostseite in Cristo Rei. Neben der Papststatue befindet sich eine Kapelle, die ebenfalls an ihn und seine Messe am 12. Oktober 1989 in Tasitolu erinnert.

Ein Beispiel für die in Osttimor weit verbreiteten Mariengrotten (Gruta) ist die Lourdesgrotte Unserer Lieben Frau von Lourdes von Comoro mit einer mannsgroßen Marienstatue.

Die Salzseen von Tasitolu sind Lebensraum für zahlreiche Vögel. Das Meer vor der Küste ist ein hervorragendes Tauchgebiet.

SportBearbeiten

Der Fußballverein Boavista Futebol Clube Timor-Leste (ehemals Carsae FC) hat seinen Sitz in Golgota.[15]

WeblinksBearbeiten

Commons: Comoro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Timor-Leste: Poverty in a Young Nation (Memento vom 25. Dezember 2010 im Internet Archive) (PDF-Datei; 1,10 MB)
  4. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  5. a b Direcção-Geral de Estatística: DILI EM NÚMEROS 2016, S. 3, abgerufen am 8. März 2019.
  6. Independente: Four New Villages For Dili, 17. April 2017, abgerufen am 15. März 2019.
  7. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  8. a b c UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF-Datei; 583 kB)
  9. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Comoro (tetum; PDF-Datei; 7,75 MB)
  10. International Crises Group: Timor-Leste’s Elections: Leaving Behind a Violent Past?, Update Briefing, Asia Briefing N°134, Dili/Jakarta/Brussels, 21 February 2012 (Memento vom 3. März 2012 im Internet Archive) (PDF-Datei; 1,33 MB)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  13. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  14. Escola Santa Madalena de Canossa
  15. Facebook-Auftritt des Carsae FC: Impressum, abgerufen am 28. Februar 2017.

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap