Hauptmenü öffnen

Cláudia Neto

portugiesische Fußballspielerin

Cláudia Teresa Pires Neto (* 18. April 1988 in Portimão) ist eine portugiesische Fußballnationalspielerin und derzeit Kapitänin der Frauen-Nationalmannschaft. Sie spielt seit 2018 in der Frauen-Bundesliga für den VfL Wolfsburg, mit dem sie 2018 das deutsche Double gewann.

Cláudia Neto
Cláudia Neto (cropped).jpg
Cláudia Neto im Trikot von Linköpings FC
Personalia
Name Cláudia Teresa Pires Neto
Geburtstag 18. April 1988
Geburtsort PortimãoPortugal
Größe 166 cm
Position Mittelfeld
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
UAC Lagos
2008–2013 Prainsa Zaragoza
2013–2014 Espanyol Barcelona
2014–2018 Linköpings FC 63 0(2)
2018– VfL Wolfsburg 9 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2004– Portugal U-18 2 0(0)
2004– Portugal U-19 30 0(5)
2006– Portugal 109 (14)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 31. August 2017

2 Stand: 17. Juli 2017

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

VereinBearbeiten

 
Neto (vorne, 2. von links) mit der Mannschaft von Linköpings FC am 8. November 2014 vor dem Spiel gegen Swesda 2005 Perm

Neto spielte zunächst Futsal für UAC Lagos, spielte dann ab 2008 in der spanischen Liga für Prainsa Zaragoza und anschließend für Espanyol Barcelona. Seit August 2014 spielte sie in der schwedischen Damallsvenskan für Linköpings FC. Ihr erstes Spiel für die Schwedinnen war das Finale des Schwedischen Pokals, das Linköping mit 2:1 gegen Kristianstads DFF gewann.[1] In der Saison 2014/15 nahm sie mit Linköping an der UEFA Women’s Champions League 2014/15 teil, für die die Mannschaft als Dritter der Meisterschaft 2013 anstelle des in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Vizemeisters Tyresö FF teilnahm. Neto kam in sechs Spielen zum Einsatz und schied im Viertelfinale gegen den dänischen Meister Brøndby IF nach einer 0:1-Heimniederlage und einem 1:1 im Rückspiel aus. Den Pokal konnten sie in der Saison dann verteidigen und 2016 auch die Meisterschaft gewinnen. Im Pokal erreichten sie zwar wieder das Finale, unterlagen diesmal aber dem FC Rosengård mit 1:3 und auch im Super-Cup-Finale der Mannschaft aus Rosengård mit 1:2.

NationalmannschaftBearbeiten

Neto bestritt am 13. Mai 2004 mit 16 Jahren ihr erstes Spiel in der portugiesischen U-18-Mannschaft. Nach einem weiteren U-18-Spiel kam sie Ende September/Anfang Oktober 2004 in zwei Spielen der U-19-Mannschaft in der ersten Qualifikationsrunde für die U-19-Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2005 zum Einsatz und qualifizierte sich mit ihrer Mannschaft für die Eliterunde, in der sie aber mit ihrer Mannschaft im Frühjahr 2005 ausschied, wobei sie beim 4:1 gegen Israel ihr erstes Länderspieltor erzielte. Ende September/Anfang Oktober 2005 nahm sie erneut mit der U-19-Mannschaft an der ersten Qualifikationsrunde für die U-19-Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2006 teil und erreichte wieder die Eliterunde.

Am 9. März 2006 wurde sie beim Algarve-Cup-Spiel gegen Irland zu ihrem ersten A-Länderspiel eingewechselt. In der im April ausgetragenen Eliterunde scheiterte sie dann mit der U-19-Mannschaft an Titelverteidiger Russland, konnte sich aber Ende September/Anfang Oktober 2006 erneut mit der U-19-Mannschaft in der ersten Qualifikationsrunde für die U-19-Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2007 für die Eliterunde qualifizieren. Im März 2007 wurde sie dann beim Algarve-Cup 2007 zu ihren nächsten beiden A-Länderspielen jeweils eingewechselt, schied aber dann in der Eliterunde im April mit der U-19-Mannschaft erneut aus. Am 6. Mai 2007 hatte sie dann in der Qualifikation für die EM 2009 beim 0:0 gegen Schottland ihren ersten Pflichtspieleinsatz in der A-Nationalmannschaft. Sie kam in sieben der acht Qualifikationsspiele zum Einsatz und stand am 27. Oktober 2007 beim 1:5 gegen Dänemark erstmals in der Startelf. Ihre Mannschaft konnte aber kein Spiel gewinnen und schloss die Qualifikation auf dem letzten Platz ab. In der Qualifikation für die WM 2011 konnten die Portugiesinnen zwar vier Spiele gewinnen, da aber die anderen vier Spiele verloren wurden, reichte es nur zum dritten Platz in der Qualifikationsgruppe. Beim 7:0 gegen Armenien erzielte sie dabei am 31. März 2010 ihr erstes A-Länderspieltor zum zwischenzeitlichen 3:0.[2]

Als Stammspielerin der Nationalmannschaft nahm sie dann auch an den Qualifikationen zu den folgenden Europa- und Weltmeisterschaften teil, konnte sich aber erst 2016 mit ihrer Mannschaft für eine Endrunde qualifizieren. Dabei hatte sie als Mannschaftskapitänin entscheidenden Anteil an der erfolgreichen Qualifikation. So erzielte sie beim 6:1 im zweiten Qualifikationsspiel gegen Montenegro die ersten beiden Tore für Portugal. Nach zwei Niederlagen gegen den Nachbarn Spanien, einem 3:0-Sieg in Montenegro und einem torlosen Remis in Finnland lagen sie beim Rückspiel im heimischen Stadion gegen Finnland dann bereits nach 27 Minuten mit 0:2 hinten, aber Neto gelang zwei Minuten später zunächst der Anschlusstreffer, dann in der 45. Minute per Elfmeter der Ausgleich und in der 84. Minute erneut per Elfmeter noch der Siegtreffer.[3] Damit hatten sie aber immer noch drei Punkte weniger als die Nordeuropäerinnen und benötigten am letzten Spieltag einen Sieg in Irland und waren zudem auf spanische Nachbarschaftshilfe gegen Finnland angewiesen, was die Spanierinnen mit einem 5:0-Sieg auch lieferten. In Irland war es dann wieder Neto, die in der 78. Minute das einzige Tor der Partie erzielte.[4] Damit waren die Portugiesinnen und die Finninnen punktgleich und da die Portugiesinnen den direkten Vergleich gewonnen hatten, waren sie Gruppenzweite. Allerdings waren sie die schlechtesten Gruppenzweiten und mussten daher in zwei Playoffspielen gegen den zweitschlechtesten Gruppenzweiten Rumänien antreten, wobei sie zuerst Heimrecht hatten. Nach einem 0:0 im Heimspiel stand es auch im Rückspiel nach 90 Minuten 0:0, so dass das Spiel verlängert wurde. Dann gelang Andreia Norton, die in der 78. Minute zu ihrem ersten A-Länderspiel eingewechselt worden war, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Verlängerung mit ihrem ersten A-Länderspieltor das 1:0 für Portugal. Zwar konnten die Rumäninnen in der 111. Minute noch ausgleichen, aufgrund der Auswärtstorregel war Portugal aber erstmals für die EM-Endrunde qualifiziert.[5]

Am 1. März 2017 machte sie beim Algarve-Cup 2017 gegen Russland als vierte Portugiesin ihr 100. Länderspiel.[6] Sie gehörte auch zum portugiesischen Kader für die EM 2017 und kam als Kapitänin in den drei Gruppenspielen, nach denen Portugal ausschied, zum Einsatz.

ErfolgeBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten