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City-Bahn (Zuggattung)

ehemalige Zuggattung im Nahnverkehr
DB-Baureihe 218 mit einer City-Bahn, hier Nordausfahrt des Bahnhofs Marienheide (1986)

Die City-Bahn (CB) war eine Zuggattung im Nahverkehr, die die Deutsche Bundesbahn (DB) 1984 einführte, um Nebenstrecken attraktiver zu machen. Hierfür wurden alte n-Wagen modernisiert und ein dichter Taktfahrplan eingeführt. Mit zunehmender Verbreitung wechselte die DB zur Schreibweise CityBahn. Die City-Bahn wurde vom Stadt-Express abgelöst.

Strecken und FahrzeugeBearbeiten

 
City-Bahn in Marienheide (1986)

Die erste Strecke mit diesem Angebot war die Verbindung KölnOverathGummersbachMeinerzhagen, die 1984 auf der Aggertalbahn und Volmetalbahn als Aggertaler eröffnet wurde. Für den Betriebsversuch auf der stilllegungsgefährdeten Strecke erhielten zusammen 25 n-Wagen, davon sieben Steuerwagen, eine moderne Innenausstattung, wie sie zwei Jahre später auch bei den Triebwagen der Baureihe 628.2 Verwendung fand. Analog der S-Bahn Rhein-Ruhr wurden die Züge außerdem reinorange/kieselgrau lackiert, entsprechend der sogenannten Pop-Lackierung aus den frühen 1970er Jahren. Auch ein Café gehörte zur Einrichtung. Bespannt wurden die Züge von zehn passend lackierten Diesellokomotiven der Baureihe 218. Das modernisierte Rollmaterial und der Stundentakt führten zu deutlichen Fahrgastzuwächsen. Ab 1985 fuhren die neuen City-Bahn-Garnituren von Köln nach Gummersbach teilweise auf der Volmetalbahn weiter über Marienheide bis nach Meinerzhagen. Ab Mai 1986 endete die CB in Marienheide, ab Mai 1987 bereits in Gummersbach.

Die zweite City-Bahn-Strecke war ab 1987 die Niederelbebahn zwischen Hamburg und Stade. Da die Strecke elektrifiziert ist, wurden Lokomotiven der Baureihe 141 eingesetzt. Praktisch gleichzeitig begann der Einsatz auf der Strecke Stuttgart–Aalen, die ebenfalls elektrifiziert ist. Bei beiden Strecken wurde die kieselgrau-orange Außenlackierung der Fahrzeuge nicht mehr verwendet. Mittlerweile wurde im Rahmen des neuen Farbkonzepts der Deutschen Bundesbahn die mintgrün-lichtgrauen Produktfarben der Deutschen Bundesbahn mit pastellgrünem Streifen unter den Fenstern, wie bei der Baureihe 628.2, verwendet. Die Lokomotiven waren, soweit bereits farblich angepasst, orientrot.

1989 erfolgte auch der Einsatz von City-Bahnen im Großraum Hannover, im Saarland und in der Westpfalz. Dort standen die speziell hierzu hergerichteten n-Wagen aber erst ab 1990 zur Verfügung. Im Saarland kamen in den ersten Jahren auch die Kaffeeküch-Bistrowagen nach dem Vorbild der ersten City-Bahn in Köln zum Einsatz, meistens auf der Relation Saarhölzbach–Saarlouis–Saarbrücken–Homburg/Saar–Kaiserslautern.

1995 wurden die City-Bahnen zum Stadt-Express umbenannt, später lösten Regionalbahnen und Regional-Express-Züge die City-Bahn als Zuggattung ab. In Hannover wurde die dortige City-Bahn durch die S-Bahn Hannover abgelöst.

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WeblinksBearbeiten