Christoph Kohl (Architekt)

italienischer Architekt und Stadtplaner
Christoph Kohl (2018)

Christoph Kohl (* 20. Februar 1961 in Bozen, Südtirol, Italien) ist ein italienischer Architekt und Städtebauer.

LebenBearbeiten

Christoph Kohl studierte Architektur an der Universität Innsbruck, an der Technischen Universität Wien sowie in Italien an der Università Iuav di Venezia in Venedig. Nachdem er ab 1993 ein gemeinsames Architekturbüro mit Rob Krier in Berlin betrieben hatte,[1] war er ab Juni 2010 geschäftsführender Gesellschafter der Christoph Kohl Gesellschaft von Architekten mbH. 2018 wurde das Büro in CKSA, Christoph Kohl Stadtplaner Architekten GmbH, umfirmiert und übernimmt auch Leistungen im Bereich Stadtplanung und Bauleitplanung.

Christoph Kohl stellt das Wiederanknüpfen an traditionelle Raumkompositionen ins Zentrum seiner städtebaulichen Praxis. Er strebt eine Rückdimensionierung von Architektur an und positioniert sich damit gegen kontextlose ahistorische und antiurbane städtebauliche Entwicklungen. Mittels dieses antimodernistischen und gleichzeitig progressiven städtebaulichen Ansatzes schreibt er so die Traditionen der europäischen Stadt fort.[2] Wegen seiner großflächig durchkomponierten Siedlungsentwürfen gilt er auch als ein Vertreter des New Urbanism. Für das Studienjahr 2018/19 ist er Vertretungsprofessor für Städtebau/Urbanism an der Hochschule Anhalt in Dessau.[3]

ProjekteBearbeiten

Zu seinen wichtigsten Projekten gehören:

  • Kirchsteigfeld[4], Potsdam, D (1992–1997)
  • Brandevoort, Helmond, NL (Stadtneugründung; seit 1996)
  • Stadsbleek, Oldenzaal, NL (seit 2003)
  • Assumerhof, Heemskerk, NL (2003–2011)
  • Centrumgebied Vleuterweide, Utrecht, NL (2005–2011)
  • Waterfront, Dalfsen, NL (seit 2007)
  • Stadsblokken-Meinerswijk, Arnhem, NL (2007–2009)
  • Katharinum, Leipzig, D (2008–2011)
  • Speicherstadt Brauhausberg, Potsdam, D (2009–2015)
  • BSU-Masterplan, Perm, RU (2011–2014)
  • De Oevers, Roelofarendsveen, NL (seit 2012)
  • Innenstadtentwicklung – Ost, Pforzheim, D (2012–2014)
  • Grüne Aue-Biesdorf, Berlin, D (seit 2015)
  • Krefeld-Fischeln, Krefeld, D (seit 2015)
  • Lichterfelde Süd, Berlin D (2014–2017)
  • Burgplatz-Passage, Leipzig (2017–2019)

PublikationenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans Ibelings: Onmoderne Architectuur. Hedendaags traditionalisme in Nederland. Rotterdam: NAi Uitgevers, 2004. ISBN 978-90-5662-351-7. (Online)
  • Robert Uhde: Neue alte Stadt: Rob Krier · Christoph Kohl, Berlin: in Deutsche BauZeitschrift 6/2004, 106–111.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kleefisch-Jobst, Ursula / Flagge, Ingeborg (Hrsg.): Rob Krier: A Romantic Rationalist; Architect and Urban Planner, Springer, 2005.
  2. Webseite Christoph Kohl Stadtplaner Architekten GmbH. Abgerufen am 26. November 2018.
  3. Fachbereich 3 – Architektur, Facility Management und Geoinformation Vertretungsprofessor Christoph Kohl. Hochschule Anhalt. Abgerufen am 10. März 2019.
  4. Krier, Rob / Kohl, Christoph: Potsdam Kirchsteigfeld − Eine Stadt entsteht. awf-verlag, 1997.

WeblinksBearbeiten