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Christoph Buchheim

deutscher Wirtschaftshistoriker

Christoph Karl Buchheim (* 18. April 1954 in München; † 28. Dezember 2009 in Heidelberg) war ein deutscher Wirtschaftshistoriker.

LebenBearbeiten

Als Sohn des Universitätsprofessors Hans Buchheim und seiner Ehefrau Bernhild Weinheimer besuchte er von 1960 bis 1964 die Simmern-Schule in München. Danach kam er bis 1967 auf das Münchner Maximilians-Gymnasium. Nach dem Umzug der Familie nach Mainz absolvierte er das Rabanus-Maurus-Gymnasium und erlangte das Abitur.[1]

In den Jahren von 1973 bis zum Frühjahr 1978 studierte er in München die Fächer Neuere Geschichte, Sinologie und Volkswirtschaftslehre. Das Diplom im Fach Volkswirtschaftslehre bestand er 1978 in München. Danach ging er bis 1979 an die Universität von Oxford zu einem Graduiertenstudium. Im Jahre 1982 erlangte er die Promotion zum Dr. rer. pol. in München mit dem Thema Deutsche Gewerbeexporte nach England in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Referent war Knut Borchardt, Korreferent Wolfgang Zorn.

Von 1979 bis 1985 arbeitete er als Assistent beim Seminar für Wirtschaftsgeschichte in München an der Universität. In den Jahren von 1985 bis 1989 betätigte er sich am Institut für Zeitgeschichte als wissenschaftlicher Mitarbeiter. An der Universität München erlangte er 1989 mit dem Thema Die Wiedereingliederung Westdeutschlands in die Weltwirtschaft 1945-1958 die Habilitation.

Von 1990 bis 1991 nahm er die Vertretung eines Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Saarland wahr. Zum Ordinarius für Wirtschafts- und Sozialgeschichte wurde er an die Universität Mannheim im Jahre 1991 berufen. Das Amt eines Dekans der Fakultät für Volkswirtschaftslehre führte er in Mannheim von 2001 bis 2003. Von 2001 bis 2006 gehörte er dem Senat der Universität Mannheim an. Im Jahre 2005 wurde ihm ein Lehrauftrag an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung Koblenz-Vallendar übertragen.[2]

Publikationen (Auswahl)Bearbeiten

  • Währungsreform und soziale Marktwirtschaft : Rückblicke und Ausblicke mit Peter Hampe, München 1989
  • Die Wiedereingliederung Westdeutschlands in die Weltwirtschaft 1945-1958, Oldenbourg, München 1990, ISBN 3-486-55801-3.
  • Industrielle Revolutionen. Langfristige Wirtschaftsentwicklung in Großbritannien, Europa und in Übersee, dtv, München 1994, ISBN 3-423-04622-8.
  • Zerrissene Zwischenkriegszeit. Wirtschaftshistorische Beiträge. Knut Borchardt zum 65. Geburtstag mit Michael Hutter und Harold James, Baden-Baden 1994
  • Finanzpolitische Förderung des Wachstums in der Bundesrepublik nach 1948/49 : Lehren für Ostdeutschland heute, Mannheim 1994
  • Wirtschaftliche Folgelasten des Krieges in der SBZ/DDR, Baden Baden 1995
  • Einführung in die Wirtschaftsgeschichte, Beck, München 1997, ISBN 3-406-41901-1.
  • After the Slump. Industry and Politics in 1930s Britain and Germany, mit Redvers Garside, Frankfurt/Main 2000
  • Das Zusammenspiel von Wirtschaft, Bevölkerung und Wohlstand aus historischer Sicht, Mannheim 2003
  • mit Volker Zimmermann: Die Tschechoslowakei und die beiden deutschen Staaten, Klartext, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0452-1 (= Veröffentlichungen der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission Band 10 und Veröffentlichungen zur Kultur und Geschichte im östlichen Europa, Band 36).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christoph Buchheim, Deutsche Gewerbeexporte nach England in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Dissertation, München 1982
  2. Biographische Daten