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Christoph Bach (Schauspieler)

deutscher Schauspieler
Christoph Bach, 2015

Christoph Bach (* 1975 in Reutlingen) ist ein deutscher Schauspieler.

LebenBearbeiten

Bereits während seiner Schulzeit nahm Christoph Bach an Workshops am Tübinger Landestheater teil. Nach dem Zivildienst studierte er in Berlin zunächst Germanistik, Philosophie und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft an der Freien Universität Berlin, ehe er seine Schauspielausbildung an der Berliner Universität der Künste absolvierte. Ende der 1990er Jahre entwickelte er gemeinsam mit dem Regisseur Jan-Christoph Glaser die 12-teilige Martial-Arts-Clip-Serie Auftrag Moabit, die in Christian Ulmens Show Unter Ulmen auf MTV ausgestrahlt wurde.

Sein Kinodebüt gab Christoph Bach im Jahr 2003 in dem surrealen Drama Narren. Im gleichen Jahr erhielt er für seine Rolle des Einzelgängers Edzard in Detroit von Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser den Förderpreis Deutscher Film als Bester Darsteller. In den folgenden Jahren machte er sich mit der Darstellung von Außenseiter-Porträts und ambivalenten Charakteren einen Namen im deutschen Arthouse-Kino. Bach war zu sehen im Kammerspiel Close (2004) von Marcus Lenz, in Florian Schwarz’ vielbeachtetem Debütfilm Katze im Sack, der Tragikomödie Finnischer Tango (2008) und dem Hooligan-Drama 66/67 – Fairplay war gestern (2009). 2006 widmete Das kleine Fernsehspiel ihm eine vierteilige Reihe.

Im Fernsehen spielte Bach 2005 die Hauptrolle in Elisabeth Scharangs Film Mein Mörder, der 2006 mit dem Österreichischen Fernsehpreis und auf dem TV-Festival in Biarritz mit dem FIPA D’Or ausgezeichnet wurde. Darin verkörperte er einen traumatisierten jungen Mann, der als kleiner Junge während der Zeit des Nationalsozialismus in die Mühlen einer Kinder-Euthanasie-Anstalt geriet und Jahre später von seinem Peiniger Rechenschaft verlangt. Daneben wirkte Bach in Fernsehfilmen wie Das Schneckenhaus (2006) von Florian Schwarz, Blindflug (2007) von Ben von Grafenstein und dem Polit-Drama Prager Botschaft (2007) mit.

2008 spielte er in Dutschke (2009) unter der Regie von Stefan Krohmer die Rolle des Studentenführers Rudi Dutschke. Für seine darstellerische Leistung wurde Christoph Bach 2010 mit dem Deutschen Fernsehpreis als „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet. In Olivier Assayas’ Verfilmung des Lebens von Ilich Ramírez Sánchez Carlos – Der Schakal war Bach 2010 als Hans-Joachim Klein zu sehen.

Es folgten Shirley – Visions of Reality (2012), Gustav Deutschs filmische Belebung von 13 Gemälden Edward Hoppers, und Frauke Finsterwalders Finsterworld (2013), in dem er die Rolle des tragisch scheiternden Geschichtslehrers Nickel übernahm. In der ebenfalls 2013 realisierten Tragikomödie Global Player – Wo wir sind isch vorne von Hannes Stöhr, spielte er den um das Überleben seiner Firma kämpfenden Michael Bogenschütz.

2015 übernahm Christoph Bach in der skandinavisch-britischen TV-Serie The Heavy Water War eine der Hauptrollen und verkörperte den deutschen Wissenschaftler Werner Heisenberg. Im selben Jahr spielte er in dem mehrfach ausgezeichneten schweizerisch-deutschen Science Fiction-Film Polder den langsam dem Wahnsinn verfallenden Spieleentwickler Marcus.

Daneben war Christoph Bach in einer Reihe von Tatort-Produktionen zu sehen. In der Wiener Tatort-Folge Kein Entkommen wurde er 2012 als ehemaliger serbischer Freischärler Mirko Gradic selbst zur Zielscheibe, der sich und seine Familie in große Gefahr bringt. Zudem spielte er 2015 in dem Ludwigshafener Tatort LU als Dr. Mark Moss einen Mörder.

2016 stand er für Sönke Wortmanns historische Krankenhausserie Charité (2017) als der deutsche Arzt und Forscher Paul Ehrlich vor der Kamera.

Christoph Bach lebt in Berlin. Er ist mit der Video-Künstlerin Rebecca Riedel verheiratet.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten