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Christkönig (Bischofsheim)

Kirchengebäude in Deutschland
Christkönig-Kirche in Bischofsheim

Christkoenig bischofsheim aussenseite dominikus boehm.jpg

Konfession: römisch-katholisch
Patrozinium: Jesu als Christkönig (Rex Christus)
Weihedatum: 22. November 1926
Pfarrer: Karl Zirmer
Pfarrgemeinde: Christkönig
Anschrift: Hochheimer Straße 3
65474 Bischofsheim

Koordinaten: 49° 59′ 29,7″ N, 8° 21′ 25,3″ O

Christkönig-Kirche Bischofsheim
Detail Portalnische

Die Christkönig-Kirche ist die katholische Kirche in Bischofsheim im Kreis Groß-Gerau in Hessen.

Inhaltsverzeichnis

ÜberblickBearbeiten

Die Kirche gehört zur Pfarrgruppe Mainspitze mit den Pfarren Herz Jesu Gustavsburg, St. Marien Ginsheim und eben Christkönig in Bischofsheim im Dekanat Rüsselsheim, zugehörig zum Bistum Mainz. Die Kirche trägt das Patrozinium Jesu als Christkönig (Rex Christus) und befindet sich in der Hochheimer Straße 3 in Bischofsheim.

Nach dem Abriss der alten Kirche (Baujahr 1902) wurde der Neubau nach einem Entwurf von Architekt Dominikus Böhm in nur drei Monaten gebaut. Seit Einführung des Christkönigsfestes durch Papst Pius XI. im Jahre 1925 war die Christkönigkirche in Bischofsheim das erste Gotteshaus in Deutschland, das Christus, dem König am 22. November 1926 durch Bischof Ludwig Maria Hugo geweiht wurde.

Böhm hatte sich in einem 1926 ausgeschriebenen Architektenwettbewerb mit einem sechsgeschossigen kubischen Bau mit dem angeschlossenem, siebengeschossigen Turm an der Nordwestecke als Gewinner durchgesetzt. Die Fassade zeigt eine Kombination aus Mauerwerk und gliedernden Betonelementen, das Westportal ist in eine fast gebäudehoch geschnittene Nische mit gestufter Laibung. Der eher dunkle, schlichte Innenraum hat im Kontrast zum Außenbau ein parabolförmiges Tonnengewölbe aus Beton, in das wiederum parabolförmige Nischen zu den seitenschiffartigen Durchgängen geschnitten sind.[1]

„Dem Innenraum der Christkönigkirche liegt ein emotional aufgeladenes Raumkonzept zugrunde, das Böhms tief gläubiger Haltung und Exzentrik entspricht.“

Christine Nielsen, Werkliste, 2005

Die Innenausstattung stammte von Hans Wissel.[2]

1928 besuchte der damalige Nuntius Eugenio Pacelli (und spätere Papst Pius XII.) die Opelwerke in Rüsselsheim und den damaligen innovativen und provozierenden Kirchenbau aus Beton.[2]

AusstattungBearbeiten

Die Orgel wurde im Jahre 2009 von der Orgelbaufirma Reichenstein (Windesheim) erbaut. Das Besondere an diesem Instrument ist, dass ein Großteil der Register des Hauptwerkes auf Wechselschleifen steht, und damit auch im Positiv (II. Manual) und Pedal registriert werden können; ein eigenes Pedalwerk fehlt. Das Instrument hat 14 klingende Register (darunter ein Vorabzug).[3]

I Hauptwerk C–g3
1. Bourdon 16'
2. Principal 08'
3. Salicional 08'
4. Copula 08'
5. Octave 04'
6. Blockflöte 04'
7. Nasard 0223'
8. Superoctave (vorab Nr. 11) 02'
9. Terz 0135'
10. Larigot 0113'
11. Mixtur IV 02'
12. Basson-Hautbois 08'
Tremulant
II Positiv C–g3
13. Rohrflöte 08'
14. Salicional (WS Nr. 3) 08'
15. Blockflöte (WS Nr. 6) 04'
16. Nasard (WS Nr. 7) 0223'
17. Schwiegel 02'
18. Terz (WS Nr. 9) 0135'
19. Larigot (WS Nr. 10) 0113'
20. Basson-Hautbois (WS Nr. 12) 08'
Tremulant
Pedal C–f1
21. Bourdon (WS Nr. 1) 16'
22. Principal (WS Nr. 2) 08'
23. Copula (WS Nr. 4) 08'
24. Octave (WS Nr. 5) 04'

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Voigt, Ingeborg Flagge (Hrsg.): Dominikus Böhm 1880–1955. Tübingen 2005, ISBN 3-8030-0646-5; S. 131
  2. a b Markus Juraschek-Eckstein: Christkönigkirche (Bischofsheim), Strasse der Moderne, abgerufen am 20. Januar 2016
  3. Informationen zur Orgel (gesehen am 21. November 2018)