Christina Meckelnborg

deutsche Altphilologin

Christina Meckelnborg (geborene Lucke, * 17. Juni 1956 in Berlin) ist eine deutsche Klassische Philologin (Latinistin).

LebenBearbeiten

1979 bis 1983 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin, wo sie 1982 mit der Dissertation P. Ovidius Naso Remedia amoris: Kommentar zu Vers 397–814 bei Franco Munari promoviert wurde. 1983 bis 1985 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Münster. 1985 bis 1987 absolvierte sie das Bibliotheksreferendariat an der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und war dann bis 1988 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. Von 1988 bis 1991 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin (DFG) im Landeshauptarchiv Koblenz.

Nach ihrer Habilitation wurde sie 1991 als Professorin für Klassische Philologie und Mittellatein an die Universität Osnabrück, zunächst an deren Standort Vechta, berufen. 2016 trat sie in den Ruhestand.

Meckelnborg ist als Autorin herausragender papyrologischer, kodikologischer und exegetischer Schriften bekannt. Darüber hinaus erstellte sie eine Neuausgabe der Lateinischen Phraseologie von Carl Meißner, die zuerst 2004 bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erschien und bis 2015 fünf Neuauflagen erfuhr. 2015 legte Meckelnborg eine neue Edition der ältesten brandenburgischen Chronik, des Tractatus de urbe Brandenburg, vor. Enno Bünz schreibt dazu: „Neueditionen von erzählenden Quellen führen vielfach zu stellenweise verbesserten Texten, haben aber selten so grundstürzende Folgen, wie in diesem Fall.“[1]

LiteraturBearbeiten

  • Vademecum der Geschichtswissenschaft, Band 2004/2005, S. 478.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Enno Bünz: Rezension von Christina Meckelnborg: Tractatus de urbe Brandenburg. 2015. In: "Neues Archiv für sächsische Geschichte." Bd. 87, 2016, S. 306‒307, hier S. 307.