Charles Brown (Konstrukteur)

englischer Maschinenkonstrukteur
Charles Brown (vorne, 3. von rechts), besucht 1891 anlässlich der Elektrotechnischen Ausstellung, das Wasserkraftwerk zu Lauffen am Neckar

Charles Brown (* 30. Juni 1827 in Uxbridge, Middlesex (heute London); † 6. Oktober 1905 in Basel) war ein englischer Maschinenkonstrukteur und Gründer der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik.

BiografieBearbeiten

Charles Brown war Autodidakt und Praktiker mit einem ausserordentlichen räumlichen Vorstellungsvermögen. Er brachte sich das Ingenieurwesen selbst bei und bildete sich bei der Maschinenfabrik Maudslay, Sons and Field in London weiter. 1851 trat er in die Firma Sulzer in Winterthur ein, die damals 100 Angestellte zählte. Er heiratete Eugénie Pfau und hatte mit ihr sechs Kinder. Als Angestellter von Sulzer entwickelte er eine Ventildampfmaschine, für die er 1878 die Goldene Medaille der Weltausstellung in Paris erhielt.

1871 entschloss er sich die Firma zu verlassen, weil er die Gebrüder Sulzer nicht für den Bau von Dampflokomotiven gewinnen konnte. Zusammen mit Investoren gründete Brown die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) und wurde deren Direktor. 1884 wechselte er zur Maschinenfabrik Oerlikon (MFO), nachdem er das Angebot erhalten hatte, die elektrotechnische Abteilung aufzubauen. Bereits ein Jahr später verließ er die Stelle, um im Auftrag von Armstrong, Mitchell & Co. (Newcastle upon Tyne) eine Marinewerkstätte in Pozzuoli aufzubauen. Ab 1890 war er als selbständiger Ingenieur in Basel tätig.

Sein älterer Sohn Charles Eugene Lancelot Brown gründete 1892 zusammen mit Walter Boveri in Baden die Firma Brown, Boveri & Cie. (BBC), wobei der Vater Beraterdienste leistete. Der jüngere Sohn Sidney Brown, der ebenfalls in leitender Funktion für die BBC arbeitete, trug eine viel beachtete Kunstsammlung zusammen, die heute im Museum Langmatt in Baden zu sehen ist, und war 1882 erster Präsident des späteren Radsportvereins RV Winterthur.

QuelleBearbeiten

LiteraturBearbeiten