Chakuza

österreichischer Rapper
Chakuza, offizielles Pressebild zu "ZODIAK", 2014

Chakuza (* 22. Februar 1981 in Linz; bürgerlich Peter Pangerl) ist ein österreichischer Hip-Hop-Musiker.

BiografieBearbeiten

Chakuza ist gelernter Koch und gründete nach seiner Ausbildung gemeinsam mit DJ Stickle und MC J die Formation Verbale Systematik, welche sich 2002 in Beatlefield umtaufte. Wenig später verließ J die Formation. Das Produzentenduo war ab 2005 für einen Großteil der Produktionen aus dem Hause ersguterjunge verantwortlich, auf denen Chakuza auch mit Features vertreten ist. Er sieht sich selbst jedoch eher als Rapper, weniger als Produzent.

2005 erhielt der Rapper Bushido bei einem Konzert in Österreich eine Demo-CD des Produzenten-Teams. Diese konnte überzeugen und sowohl Chakuza als auch DJ Stickle wurden daraufhin beim Label ersguterjunge unter Vertrag genommen. 2006 zog Chakuza von Österreich nach Berlin.

Chakuza und DJ Stickle sind bereits auf den Alben Staatsfeind Nr. 1 und dem ersguterjunge Sampler Vol. 1 Nemesis von Bushido zu finden. Im April 2006 wurde bei ersguterjunge Chakuzas und Stickles Album Suchen und Zerstören mit Features von Bushido, Baba Saad, D-Bo und Bahar veröffentlicht. Außerdem nahm er zusammen mit Eko Fresh und Bushido den Song Vendetta auf.

Anfang Oktober 2006 folgte zusammen mit Bizzy Montana das Kollaboalbum Blackout. Es stieg auf Platz 69 der deutschen Albumcharts ein.

Am 2. März 2007 erschien sein erstes Soloalbum City Cobra, welches auf Platz 10 der deutschen Album-Charts einstieg. Zuvor wurde die Single Eure Kinder, auf der auch Bushido zu hören ist, am 23. Februar veröffentlicht. Am 7. März 2007 war Chakuza mit Bushido zu Gast bei TRL.

Im August 2007 wurde Chakuza für den MTV Music Awards in der Kategorie New Sounds of Europe nominiert. Im Rahmen der Music Week, welche eine Woche vor der Verleihung der Awards stattgefunden hat, ist Chakuza beim Urban Sounds-Abend im Münchener Kesselhaus am 29. Oktober neben K.I.Z und Samy Deluxe aufgetreten. Er war der Ersatz für die Rapper B-Tight und Sido, die als Headliner auftreten sollten, jedoch absagen mussten.

Am 16. Mai 2008 erschien Chakuzas zweites Soloalbum Unter der Sonne. Bereits am 24. April 2008 wurde das Video zur gleichnamigen Singleauskopplung veröffentlicht, die ebenfalls am 16. Mai 2008 erschien.

Am 16. April 2010 wurde Chakuzas drittes Soloalbum Monster in mir über ersguterjunge veröffentlicht. Kurz zuvor erschien die digitale Singleauskopplung Monster, auf welcher der jamaikanische Reggae-Sänger Konshens vertreten ist.

Im November 2010 verließ Chakuza das Label ersguterjunge. Er begründete den Weggang damit, dass er fortan selbstständiger agieren möchte.[1] Parallel dazu zog er von Berlin zurück in seine Heimatstadt Linz.[2]

Am 3. Dezember 2010 erschien das Mixtape Suchen & Zerstören II, auf dem Gastbeiträge von Timid Tiger, Vega, Bizzy Montana, Marc Sloan, Jack Untawega, D-Bo, David Asphalt und Nyze enthalten sind. Musikalisch wurde es danach still um den Rapper. Unzufriedenheit mit der bisherigen Stilrichtung und private Probleme waren die Ursachen für die kreative Pause.[3]

Im November 2012 gab Chakuza bekannt, dass er nun bei Four Music unter Vertrag steht.

Am 8. März 2013 veröffentlichte Chakuza das Album Magnolia. Das vierte Soloalbum unterscheidet sich stilistisch und musikalisch deutlich von den vorangegangenen Veröffentlichungen. War Chakuza zuvor als Battle- und Gangsterrapper bekannt geworden, gab er sich nun nachdenklich, sensibel und reflektiert.[4][5]

Mitte Februar 2014 hatte Chakuza einen Gastauftritt in der ATV-Serie Wien – Tag & Nacht.

Am 5. September veröffentlichte er das Album Exit und gab zeitgleich seinen Rückzug in die niederländische Provinz bekannt, wo er seinen Ruhepol gefunden hat.[6]

Als Vervollständigung der Trilogie neben Magnolia und Exit veröffentlichte Chakuza 2016 das Album Noah.

Danach gab er bekannt, künftig auch wieder Battlerap-Alben produzieren zu wollen. Im März 2017 veröffentlichte er Blackout 2, zusammen mit Bizzy Montana.

Chakuza ist vor allem dafür bekannt, dass er sich eher weniger am alltäglichen Geschehen beteiligt und etwas zurückgezogen lebt. Er gilt gemeinhin als wortkarger und spröder Typ.

Am 31. Mai 2019 veröffentlichte Chakuza die EP Aurora über die Plattform iGroove.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  AT   DE   CH
2006 Blackout DE69
(1 Wo.)DE
Streetalbum mit Bizzy Montana
2007 City Cobra AT41
(7 Wo.)AT
DE10
(9 Wo.)DE
2008 Unter der Sonne AT13
(7 Wo.)AT
DE9
(7 Wo.)DE
CH29
(3 Wo.)CH
2010 Monster in mir AT3
(10 Wo.)AT
DE8
(3 Wo.)DE
CH26
(2 Wo.)CH
2013 Magnolia AT3
(6 Wo.)AT
DE5
(5 Wo.)DE
CH10
(3 Wo.)CH
2014 Zodiak AT4
(3 Wo.)AT
DE4
(3 Wo.)DE
CH13
(1 Wo.)CH
Exit AT4
(5 Wo.)AT
DE3
(4 Wo.)DE
CH10
(3 Wo.)CH
2016 Noah AT3
(3 Wo.)AT
DE5
(3 Wo.)DE
CH17
(2 Wo.)CH
2017 Blackout 2 AT9
(1 Wo.)AT
DE7
(2 Wo.)DE
CH33
(1 Wo.)CH
mit Bizzy Montana
2018 Suchen und Zerstören 3 AT9
(1 Wo.)AT
DE11
(1 Wo.)DE
CH33
(1 Wo.)CH
2019 Aurora AT10
(1 Wo.)AT
DE36
(1 Wo.)DE
CH29
(1 Wo.)CH
Aurora MC AT13
(1 Wo.)AT
DE22
(1 Wo.)DE
Magnolia X AT60
(1 Wo.)AT

MixtapesBearbeiten

 
Suchen & Zerstören II
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  AT   DE   CH
2006 Suchen & Zerstören DE50
(3 Wo.)DE
2010 Suchen & Zerstören II AT36
(1 Wo.)AT

EPsBearbeiten

  • 2003: Verbales Fadenkreuz von Verbale Systematik (Crew-EP)
  • 2007: Sollten alle untergehen
  • 2011: Lost Tapes (Online-EP)
  • 2013: Dieser eine Song
  • 2014: In Vallis (Juice-EP)
  • 2019: Aurora
  • 2019: Magnolia X

SinglesBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  AT   DE
2006 Vendetta
AT53
(7 Wo.)AT
DE32
(9 Wo.)DE
2007 Eure Kinder
City Cobra
AT51
(4 Wo.)AT
DE25
(13 Wo.)DE
mit Bushido
Sollten alle untergehen
City Cobra
DE72
(4 Wo.)DE
Alles Gute kommt von unten
Ersguterjunge Sampler 3
AT68
(2 Wo.)AT
DE57
(9 Wo.)DE
mit Bushido und Kay One
2008 Unter der Sonne
Unter der Sonne
AT54
(7 Wo.)AT
DE38
(9 Wo.)DE
feat. Bushido
2011 Salem II
AT69
(1 Wo.)AT
2013 Dieser eine Song
Magnolia
AT67
(1 Wo.)AT
DE73
(1 Wo.)DE
2014 Drehscheibe
Exit
DE97
(1 Wo.)DE
Off
Exit
AT69
(1 Wo.)AT
DE80
(1 Wo.)DE
Charlie Brown
Exit
AT66
(1 Wo.)AT
DE83
(1 Wo.)DE

Weitere Singles

  • 2008: Für das Volk (Tarééc feat. Chakuza)
  • 2013: Notlandung auf Berlin (feat. Sebastian Madsen)
  • 2016: Wien
  • 2016: Dings
  • 2016: Gold
  • 2016: Mond

Juice-ExclusivesBearbeiten

  • 2006: Kein Ausweg feat. Bushido & Bizzy Montana (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #63)
  • 2008: Alarmsignal (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #86)
  • 2009: Ghetto Boyz feat. Mac Tyer (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #95)
  • 2010: BF Anthem (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #106)
  • 2016: Noah (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #134)

FreetracksBearbeiten

  • 2005: Chakuza
  • 2005: Hand im Feuer
  • 2005: Sieh mich an
  • 2007: Was wollt ihr
  • 2008: Behind Blue Eyes feat. Bizzy Montana
  • 2008: Paparazzi feat. Raf Camora
  • 2008: Beatlefield Allstars Pt. 2 feat. D-Bo, Raf Camora, Pirelli, Bizzy Montana & Sonnik Boom
  • 2009: Ready or not feat. Sprachtot
  • 2009: Bitte guck nicht (BF-Allstars 2.5) feat. D-Bo & Raf Camora
  • 2009: Falling Down
  • 2009: Jungle Drum Mix
  • 2009: Schmutzig und roh feat. David Asphalt
  • 2010: Ikarus feat. David Asphalt
  • 2010: Das allerletzte Mal feat. Raf Camora
  • 2010: Wir gehen die Wände hoch feat. Sonnik Boom
  • 2010: Hiphop.de-Exclusive feat. David Asphalt
  • 2010: Eines Tages
  • 2010: Die Nach-der-Tour-Depression feat. David Asphalt
  • 2010: Halt die Fresse
  • 2013: Hurrikan (Prod. Steddy)
  • 2014: 300k

WeblinksBearbeiten

 Commons: Chakuza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

QuellenBearbeiten

  1. Chakuza verlässt ersguterjunge
  2. Backspin Videointerview (Memento vom 11. April 2013 im Webarchiv archive.today)
  3. Chakuza: Das dritte Leben des Peter Pangerl. In: The Red Bulletin. (redbulletin.com [abgerufen am 18. April 2017]).
  4. Rap.de: Auf zu neuen Ufern
  5. 16bars.de: Review: Chakuza - Magnolia
  6. Chakuza – Den Ausgang gefunden juice.de, abgerufen am 19. Mai 2015
  7. a b c Chartquellen: DE AT CH