Cernavodă

Kleinstadt im Kreis Constanța, Rumänien
Cernavodă
Wappen von Cernavodă
Cernavodă (Rumänien)
(44° 20′ 17″ N, 28° 2′ 1″O)
Basisdaten
Staat: RumänienRumänien Rumänien
Historische Region: Dobrudscha
Kreis: Constanța
Koordinaten: 44° 20′ N, 28° 2′ OKoordinaten: 44° 20′ 17″ N, 28° 2′ 1″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 50 m
Fläche: 46,69 km²
Einwohner: 17.022 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 365 Einwohner je km²
Postleitzahl: 905200
Telefonvorwahl: (+40) 02 41
Kfz-Kennzeichen: CT
Struktur und Verwaltung (Stand: 2020[2])
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Liviu-Cristian Negoiță (PNL)
Postanschrift: Str Ovidiu nr. 11
loc. Cernavodă, jud. Constanța, RO–905200
Website:

Cernavodă (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i) ist eine Stadt in Rumänien in der Region Dobrudscha, Kreis Constanța. Cernavodă hat ca. 17.000 Einwohner (2011) und liegt an der Donau am Beginn des Donau-Schwarzmeer-Kanals.

Cernavodă

Der Name der Stadt stellt die rumänische Schreibung des bulgarischen черна вода (tscherna woda) dar, was „schwarzes Wasser“ bedeutet, der bulgarische Name lautet bis heute so. Historische bzw. anderssprachige Namen der Stadt sind thrakisch Axiopa, altgriechisch Ἀξιούπολις Axioúpolis und türkisch Boğazköy.

LageBearbeiten

Die Stadt ist an die rumänische Autobahn A2 zwischen Bukarest und Constanța angebunden. Zwischen 1890 und 1895 entstand nach Plänen des Ingenieurs Anghel Saligny eine erste Eisenbahnbrücke über die Donau, die mit mehr als vier Kilometern seinerzeit die längste Brücke in Europa war. Sie erhielt zunächst den Namen Carol-I.-Brücke nach dem rumänischen Herrscher, später bekam sie ihren Namen nach dem Ingenieur: Anghel-Saligny-Brücke.

Das Kernkraftwerk Cernavodă ist das einzige Kernkraftwerk in Rumänien.

GeschichteBearbeiten

Die Stadt ist Fundort der charakteristischen Terrakotten der Hamangia-Kultur (4800–4300 v. Chr.) und Namensgeber der späteren Cernavodă-Kultur (4000–3200 v. Chr.).[3]

In der Antike existierte hier die Stadt Axiopolis (altgriechisch Ἀξιούπολις Axioupolis), welche am Donauweg von Troesmis über Durostolum und Novae nach Viminatium und Sirmium führte.[4] In der Nähe verlief auch die Via Pontica. Der ursprüngliche dakische Name der Stadt war Axíopa, er bedeutet ebenfalls „schwarzes Wasser“.[5]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Cernavodă – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Angaben bei prezenta.roaep.ro, abgerufen am 10. März 2021 (rumänisch).
  3. Ian Shaw, Robert Jameson (Hrsg.): A dictionary of archaeology. Blackwell, Oxford 2002, ISBN 0-631-23583-3, S. 267.
  4. Karte: Balkan, 6. Jahrhundert
  5. James P. Mallory, Douglas Q. Adams (Hrsg.): Encyclopedia of Indo-European Culture. Fitzroy Dearborn, London u. a. 1997, ISBN 1-88496-498-2, S. 145–146.