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Die Cautio Treuhand GmbH war zum Schein eine private Holdinggesellschaft. Tatsächlich war sie ein Instrument des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels. Ihr Gründer und Leiter war Max Winkler.

Im Auftrag des nationalsozialistischen Staates kaufte sie von 1933 bis 1942 die Aktienmehrheiten aller Filmproduktionsgesellschaften auf. Dies konnte notfalls auch unter Miteinbeziehung von politischen Druckmitteln, wie zum Beispiel im Fall der österreichischen Tobis-Sascha-Filmindustrie AG, durchgesetzt werden.

Als 1942 die Filmindustrie vollständig verstaatlicht wurde, fungierte die neugegründete UFA-Film GmbH (UFI), geleitet von Reichsfilmintendant Fritz Hippler, als Dachgesellschaft für 11 Tochtergesellschaften, darunter die UFA-Filmkunst, Terra-Filmkunst, Tobis-Filmkunst, Bavaria-Filmkunst, Wien-Film, Prag-Film und Continental-Film. Die Cautio fungierte dabei weiter als Treuhandgesellschaft.

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