CashMo

deutscher Rapper und Produzent

CashMo (* 17. April 1984; bürgerlich Achim Welsch[2] in Stolberg) ist ein deutscher Rapper und Musikproduzent.

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
1994
  DE 51 07.04.2017 (1 Wo.)
  CH 68 09.04.2017 (1 Wo.)
Hoez & Broz
  DE 96 13.10.2017 (1 Wo.)
  CH 100 15.10.2017 (1 Wo.)
1998
  DE 16 27.11.2020 (…Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig/2020 Wo.)

BiografieBearbeiten

Cashmo wuchs nach der Trennung seiner Eltern zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester in Duisburg auf. Im Alter von elf Jahren kam er nach mehreren Verhaltensauffälligkeiten wie Diebstahl ins Jugendheim, wo er in Kontakt mit US-Rap kam. Mit 15 Jahren kam es erneut zu Konflikten mit dem Gesetz und Cashmo wurde zu einem halben Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Kurz nach Entlassung wurde Cashmo wegen eines Tankstellenüberfalls zu einer erneuten, dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. In der Justizvollzugsanstalt Siegburg hörte Cashmo auch die ersten deutschen Rapper und schrieb während des Gefängnisaufenthaltes auch seine ersten Reime. Dadurch kam er mit anderen Häftlingen in Kontakt, mit denen er während der Umschlüsse Songs aufnahm. 2002 endete der Gefängnisaufenthalt und Cashmo gründete zusammen mit Tu2Face, der durch die während der Haftstrafe aufgenommenen Tapes auf Cashmo aufmerksam geworden war, die Rapformation „Rebellous-Soldia“. Nach vereinzelten regionalen Erfolgen sendeten sie drei Jahre nach Gründung Demotapes an verschiedene Hip-Hop-Labels. Daraufhin reagierte Plattenpapzt und sicherte ihnen einen Platz auf dessen kommendem Release zu, welches aufgrund persönlicher Differenzen mit Tu2Face allerdings nie zu Stande kam. Später wurden erneut Demotapes zu Labels geschickt. So entstand ein Kontakt zum Radiosender WDR, der ein Lied der Rapgruppe kaufte und fortan im Radio spielte.

Die Rapformatierung „Rebellous-Soldia“ wurde kurze Zeit später aufgelöst und Cashmo konzentrierte sich auf seine Solo-Karriere. In Aachen eröffnete er ein eigenes Studio, wo er seine Songs aufnahm und nun erneut mit Plattenpapzt in Kontakt kam. Zusammen gründeten sie das Label „Blokkmukke“. Im Mai 2008 erschien schließlich das Streetalbum „Im Visier“. Im Februar 2010 wurde der Freetrack „Beton Rap“ veröffentlicht, zu welchem ein Video gedreht wurde. Er soll einen Vorgeschmack auf das angekündigte Debütalbum von Cashmo bieten. Cashmo hatte auch mal einen Vertrag bei Baba Saads Label Halunkenbande. 2013 erschien seine Free Ep 180 Grad . Davor erschien die Free EP Lost Tapes, auf der unter anderem MoTrips älterer Bruder Elmo gefeaturet wurde.

Im Lied Alman, 2020 veröffentlicht auf seinem Album 1998 und auf einem YouTube-Video, rappte Cashmo davon, „wie es ist, wenn du als Alman im Kanak-Viertel aufwächst“ und beschrieb Situationen, wie er als ethnischer Deutscher in migrantisch geprägtem sozialen Umfeld benachteiligt worden sei. Dies führte zu einer Debatte über Rassismus gegen weiße Deutsche. Ein Kommentator im Portal hiphop.de stellte dazu fest, dass dieses Lied eine „braune Bubble“ anziehe – in einer früheren Version des Artikels war von einem „rechten Mob“ die Rede – und meinte:[3]

„Eine integrative und per se linke Kultur wie Hiphop ist eigentlich Träger dieser Botschaft. Einen schwarz-rot-goldenen Clip, der Nationalstolz propagiert, macht sich zwangsläufig die Gegenseite zu eigen. Wenn Deutschrap sich als Projektionsfläche für rechte Parolen eignet und Cashmo von einer braunen Bubble hofiert wird, ist das eine absurde Gemengelage.“

Empört über die Formulierung „rechter Mob“ reagierte der Cashmo mit einem zwanzigminütigen Video auf den Artikel und trug vor, dass seine Fans aus allen möglichen Ländern kämen, dass er nichts mit Rassismus zu tun habe und einfach nur erzähle, was er erlebt habe, und bekräftigte seine Botschaft durch das Statement „Ich ficke die AfD, ich ficke die Nazis, ich ficke alle Rassisten“. Er sagte auch, dass er als Deutscher bei diesem Thema „immer die Schnauze halten“ müsse. Journalisten von hiphop.de hätten „wie hetzende Missgeburten“ versucht, ihn zu zerstören.[4]

DiskografieBearbeiten

Alben

  • 2008: Im Visier
  • 2012: Lost Tapes
  • 2013: 180 Grad
  • 2013: In Erinnerung
  • 2017: 1994
  • 2017: Hoez & Broz
  • 2018: Welcome to Hate (EP, zusammen mit Twin)
  • 2019: Die Mac EP
  • 2020: Welcome to Hate 2 (EP zusammen mit Twin)
  • 2020: 1998

Juice-Exclusives

  • 2008: Blokkmukke (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #86)

Freetracks

  • 2006: Sie gucken jetzt feat. Bizzy Montana
  • 2008: Allgegenwärtig
  • 2008: Kantenmuzik feat. Sprachtot
  • 2008: Alte Regel feat. Elmo
  • 2010: Beton Rap
  • 2010: Hustla feat. Nikotin
  • 2011: Wenn ich schreibe
  • 2011: Mischkonsum feat. Bizzy Montana
  • 2011: Yooo
  • 2018: Ein Leben lang

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chartquellen: Deutschland / Schweiz
  2. CashMo im Interview (Memento vom 4. Februar 2011 im Internet Archive)
  3. Cashmo zieht mit „Alman“ ein Publikum an, das wir im Hiphop nicht haben wollen. Artikel vom 30. Oktober 2020 im Portal hiphop.de, abgerufen am 29. November 2020
  4. Sabastian Eder: Debatte um Rapper Cashmo: „Was hab’ ich mit Hitler zu tun?“ Artikel vom 11. November 2020, abgerufen am 28. November 2020