Carrie (Roman)

Roman von Stephen King

Carrie ist das erste veröffentlichte Werk des US-amerikanischen Schriftstellers Stephen King. Herausgegeben wurde der Roman im Jahre 1974 durch den Doubleday-Verlag. Dieses Buch machte Stephen King berühmt.[1] Die Übersetzung ins Deutsche von Elisabeth Epple wurde 1977 durch den Schneekluth-Verlag herausgebracht. Eine Neuübersetzung von Wolfgang Neuhaus veröffentlichte der Gustav Lübbe-Verlag im Jahre 1992.

InhaltBearbeiten

AufbauBearbeiten

Das Buch ist in die beiden Teile „Blutsport“, „Ballnacht“ und in den Epilog „Trümmer“ gegliedert. Die Rahmenhandlung umfasst verschiedene Erzählebenen. Die Haupthandlung spielt im Jahr 1979. Daneben wird das Geschehen und die involvierten Personen durch Zeitungsartikel (Wochenzeitung Enterprise vom 19. August 1966 – „Ein Regen von Steinen“, Jack Gaver: „Carrie. Die schwarze Dämmerung der TK“. Esquire. 12. September 1980.), wissenschaftliche Aufsätze (David R. Congress: „Als der Schatten explodierte“. Tatsachen, Dokumente und spezifische Schlussfolgerungen aus dem Fall Carrietta White. Tulane University Press 1981), die Verhandlungen der White-Kommission und persönliche Berichte (Susan Snell: „Ich heiße Susan Snell“. Simon & Schuster. New York. 1986) näher geschildert.

HandlungBearbeiten

Im Mittelpunkt der Handlung steht die 16-jährige Schülerin Carietta White, genannt Carrie, die in der US-Kleinstadt Chamberlain[2] lebt. Carietta wächst ohne ihren Vater auf, der vor ihrer Geburt auf einer Baustelle ums Leben gekommen ist. Bereits im Alter von drei Jahren lässt sie mit ihren telekinetischen Kräften einen Steinregen über dem Haus niedergehen, in dem sie mit ihrer Mutter lebt, als diese ihr in religiösem Wahn die Augen herausschneiden will.

Im Alter von 16 Jahren bekommt Carrie nach dem Sportunterricht unter der Dusche ihre erste Periode. Sie erschrickt, und ihre Mitschülerinnen hänseln und demütigen sie deshalb. In der Folge treten einige Fälle von Telekinese als Reaktion auf Beleidigungen, Demütigungen oder Ignoranz ihrer Mitmenschen auf, und Carrie wird sich der Tatsache bewusst, dass diese mysteriösen Ereignisse von ihr verursacht worden sind. Sie denkt neu über die Beziehung zu ihrer Mutter nach, die alles Körperliche und Sexuelle als grässliche Sünde darstellt und über Jahre verhindert hat, dass Carrie wie ein normales Mädchen aufwachsen konnte. Nachdem ihre Mutter sie vorher häufig hart bestraft hat, gelingt es Carrie, die sich nun ihrer Macht bewusst wird, den Einfluss ihrer Mutter zurückzudrängen.

Mit Hilfe einer Lehrerin legt Carrie allmählich ihre Ängste ab und wird daraufhin sogar von einem Jungen zum Frühlingsball der Schule eingeladen. Für den Ball näht sie sich gegen den erbitterten Widerstand der Mutter ein schönes Kleid. Ihre Mutter schmiedet unterdessen einen Mordplan gegen ihre Tochter, weil sie darin die einzige Möglichkeit sieht, Carrie vom Satan reinzuwaschen. Zur gleichen Zeit besorgen sich andere Schüler zwei Eimer Schweineblut, mit dem sie Carrie beim Frühlingsball übergießen wollen. Carrie und ihr Begleiter Tommy werden zu König und Königin des Balls gewählt. Als sie auf der Bühne stehen, schüttet Carries Mitschülerin Chris mithilfe eines Zugseils die heimlich unter der Decke befestigten Eimer mit dem Schweineblut über Carrie und Tommy. Einer der Eimer fällt Tommy auf den Kopf und tötet ihn, was zunächst nicht klar ist. Als alle Anwesenden über den 'Streich' lachen, fühlt sich Carrie von allen hintergangen und rächt sich mit ihren telekinetischen Fähigkeiten. Zunächst schließt sie alle Türen, sodass niemand entkommen kann, setzt dann die Sprinkleranlage in Betrieb und löst damit tödliche Stromschläge aus. Schließlich eskaliert ihre Zerstörungswut, und die Schule geht in Flammen auf. Am Ende können nur zwölf Personen gerettet werden.

Auf dem Weg nach Hause richtet Carrie weitere Verwüstungen an, bei denen weitere Menschen zu Tode kommen. Das Zentrum der Stadt wird zerstört. Beim anschließenden Gebet in der Kirche beschließt Carrie, ihre Mutter umzubringen, weil sie nun weiß, dass ihre Mutter sie töten will. Zu Hause angekommen, verwickelt ihre Mutter Carrie in ein Gespräch und sticht ihr daraufhin ein Küchenmesser in die Schulter. Die schwer verletzte Carrie bringt durch ihre telekinetischen Kräfte das Herz ihrer Mutter zum Stillstand. Anschließend rächt sie sich an Chris und deren Freund Billy, die das Schweineblut unter der Decke des Ballsaales angebracht hatten. Susan, eine der wenigen Mitschülerinnen, die Mitleid und keinen Groll gegenüber Carrie empfanden, findet die im Sterben liegende Carrie.

Wegen der Vorkommnisse, bei denen 440 Menschen gestorben sind, ziehen viele Bewohner aus Chamberlain weg. Die Stadt stirbt langsam aus und verwandelt sich zusehends in eine Touristenattraktion für Leute, die den Ort wegen der geschehenen, schauerlichen Begebenheiten sehen wollen.

RezensionenBearbeiten

Entstehungsgeschichte und VeröffentlichungBearbeiten

Die Geschichte entstand in einer Zeit, in der der Autor noch in einem Wohnwagen lebte und zwar auf einer tragbaren Schreibmaschine seiner Frau Tabitha, auf der auch der Roman „Misery“ geschrieben wurde. Ursprünglich als Kurzgeschichte für das Magazin Cavalier (Magazin) konzipiert, jedoch schon nach den ersten drei Seiten im Müll entsorgt.

Später behauptete King, dass er sich dadurch herausgefordert gefühlt hatte, als ihm eine Frau entgegenhielt, er könne nur über „Macho-Dinge“, nicht aber über Frauen zu schreiben. Seine Ursprungsidee war eine Geschichte über einen Vorfall in einem Mädchenduschraum und einem Mädchen mit telekinetischen Kräften. Er sah die Szene vor sich, in der die anderen Mädchen eine tragische Heldin mit Damenbinden bewerfen, als sie überraschenderweise ihre Periode bekommt. Die Menstruation, welche weibliche (übernatürliche) Hormone freisetzt und Zerstörung auf die Peinigerinnen herabregnen lässt … Seine Frau hätte die weggeworfene Szene aus dem Müll wieder hervorgeholt und ihm bei der Herangehensweise an die weibliche Perspektive durch ihre Sicht unterstützt. Durch Tabithas Hilfe wurde die Arbeit wieder aufgenommen und zu einem Roman ausgeweitet. Gemäß eigener Aussage von Stephen King, wäre er hartnäckig geblieben, vor allem um seine Bewältigung des Alkoholismus zu therapieren und am Ende nicht als „größter Versager aller Zeiten“ dazustehen[3].

In seinem Buch „Danse Macabre“ stellt fest Stephen King, dass einer der Subtexte in „Carrie“ der Feminismus ist[4]: De Palmas Herangehensweise an das Material war leichter und geschickter als mein Eigenes ... es stellte sich heraus, dass die High School ein Ort von fast bodenlosem Konservatismus und Bigotterie ist ... Jugendliche, die sie besuchen, dürfen nicht mehr „über ihrer gesellschaftlichen Schicht hinaus Karriere machen“. Doch das Buch hat noch etwas mehr Subtext, denke ich – zumindest hoffe ich es. Wenn sich „Die Frauen von Stepford“ damit beschäftigen, was Männer von Frauen wollen, dann geht es bei Carrie hauptsächlich darum, wie Frauen ihre eigenen Machtkanäle finden und was Männer an Frauen und der Sexualität von Frauen fürchten ... beim Schreiben des Buches im Jahr 1973 wurde mir bewusst, was die Frauenbefreiung für mich und andere meines Geschlechts bedeutete. Das Buch ist in seinen erwachseneren Implikationen ein unbehagliches männliches Zurückweichen vor einer Zukunft der weiblichen Gleichberechtigung. Für mich ist Carrie White ein trauriger missbrauchter Teenager, ein Beispiel für die Art von Person, deren Geist häufig für immer in dieser Grube von „Männer- und Frauenfressern“ einer normalen Vorstadt-Highschool, gebrochen wird. Aber sie ist auch eine Frau, die zum ersten Mal ihre eigenen Kräfte spürt und wie Samson am Ende des Buches jedem in Sichtweite die Schläfe niederreißt. Schweres, pralles Zeug – aber im Roman ist es nur da, wenn man es nehmen will.

Der Charakter der Carrie White basiert auf einer Mischung aus zwei Mädchen, die Stephen King während des Besuchs der Grundschule und der High School beobachten konnte. An ein Detail konnte sich King erinnern[5]: Sie war ein äußerst eigenartiges Mädchen, das aus einer sehr eigentümlichen Familie stammte. Ihre Mutter war keine religiöse Spinnerin wie Carries Mutter, sondern eine Spielverrückte, süchtig nach Gewinnspielen, eine Frau, die Zeitschriften abonnierte für andere Leute, die an Wettbewerben teilnahmen … ihre Tochter hatte das ganze Schuljahr über nur einen Satz Kleidung zum Wechseln und wurde von allen anderen Kinder gehänselt. Ich erinnere mich sehr gut an den Tag, an dem sie mit einem neuen Outfit, welches sie sich selbst gekauft hatte, zur Schule kam. Sie war ein schlicht aussehendes Mädchen vom Lande, und tauschte eines Tages ihren schwarzen Rock und die weiße Bluse gegen eine bunt karierte Bluse mit Puffärmeln und einem damals modischen Rock aus. Und alle machten sich über sie noch schlimmer lustig, weil niemand wollte, dass sie ihre ursprüngliche Form änderte. King sagte, er habe sich gefragt, wie es wohl gewesen wäre, bei einer solchen Mutter aufwachsen zu müssen und machte aus dieser Geschichte eine Umkehrung des Aschenputtel-Märchens. Laut einer Biographie von King heiratete das Mädchen später „einen Mann, der so seltsam war wie sie, bekam Kinder und brachte sich schließlich um.“

Carries Telekinese resultierte aus Kings früherer Lektüre zu diesem Thema. King erinnert sich dazu wie folgt: „Carrie wurde nach Rosemarys Baby geschrieben, aber vor Der Exorzist, welcher dieses Feld wirklich eröffnete. Ich habe nicht viel von Carrie erwartet. Ich dachte mir: »Wer möchte schon ein Buch über ein armes kleines Mädchen mit Menstruationsbeschwerden lesen?« Ich konnte einfach nicht glauben, dass ich es geschrieben habe.“ Am Anfang war King angesichts seines Romans nicht besonders zuversichtlich, da er einerseits Carries Frauenprobleme (als Mann) nicht nachvollziehen konnte und andererseits an der Bedeutung des Romans zweifelte. Erst mit Unterstützung seiner Frau Tabitha, die damals in einem Donut-Laden beschäftigt war, beschloss er, mit seiner schriftstellerischen Arbeit fortzufahren. King strukturierte seinen Roman in der Art, so dass er mehrere selbstbewusste Erzähler einbrachte, wobei drei Erzähler die Warnung des Romans vor den Beschränkungen der Vernunft und der Möglichkeit des Missbrauchs im Produkt der Vernunft verstärken.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung arbeitete King als Englischlehrer an der Highschool Hampden Academy und hatte größere finanzielle Probleme. Um Kosten zu sparen, ließ King das Telefon aus seinem Haus entfernen. Somit war sein Telefon außer Betrieb, als King die Nachricht erhielt, dass sein Buch zur Veröffentlichung ausgewählt wurde. Doubleday-Redakteur William Thompson, der später Kings enger Freund werden sollte, schickte Ende März oder Anfang April 1973 ein Telegramm an Kings Haus mit dem Wortlaut: „Carrie officially a Doubleday Book. USD 2.500,- Vorschuss.“ Laut King kaufte er mit dem Geld aus dem Vorschuss einen neuen Ford Pinto. Am Muttertag, dem 13. Mai 1973, nur einen Monat später, kaufte die New American Library für 400.000 Dollar die Taschenbuchrechte, die laut Kings Vertrag mit Doubleday aufgeteilt wurden. King trat schließlich von seiner Lehrtätigkeit zurück, nachdem er die Vergütung für die Veröffentlichung von „Carrie“ erhalten hatte. Von der gebundenen Ausgabe wurden nur 13.000 Exemplare verkauft. Das ein Jahr später erschienene Taschenbuch verkaufte sich im ersten Jahr über eine Million Mal.

KritikBearbeiten

Das ursprünglich 98 Seiten und in seiner überarbeiteten Version ca. 300 Seiten enthaltene Frühwerk kann nach Meinung von Marion Weber in seiner Qualität noch nicht[6] mit Romanen wie „Brennen muss Salem“ oder „Es“ mithalten.

Stephen King bedient sich des Bildes des „Loser-Teenagers“. Es geht um die Tochter Carrie, die „in Sünde gezeugt“ wurde und in aller Brutalität durch ihre eigene Mutter dafür büßen muss. Carrie wird zu einer äußerst scheuen und zurückhaltenden Person, die in ihrer Entwicklung schwer gehemmt ist und nicht normal wie andere Mädchen aufwachsen darf. Ihr sind ganz natürliche Vorgänge wie die Frauwerdung völlig fremd, da alles was auch nur annähernd mit Sexualität zu tun hat, von der Mutter auf eine wahnhafte Art und Weise verteufelt und bestraft wird.

In der kranken Welt der Margret White, in der der strafende Gott des Alten Testamentes die größte Rolle spielt und in der alle nicht bibelstrengen Frauen Huren seien, ist es der Fluch des Blutes, der mit aller Gewalt ausgebrannt, wenn nötig sogar ausgemerzt werden muss. Mit diesem Unwissen ist Carrie der Grausamkeit ihrer Mitschülerinnen ausgesetzt, die sie auf übelste Art und Weise diskrimieren. Bei Carrie geht es vor allem um den Horror des Alltages, der verlogenen Welt der sauberen Vorstadtsiedlungen und der archaischen Ängste (einer Frau).

Die Figuren und ihre Gefühle wie Wut, Hass und Mitleid werden von King sehr präzise in Szene gesetzt, so dass es dem Leser leicht fällt, eine emotionale Bindung zu ihnen herzustellen. Die Figuren bleibne nachvollziehbar und damit nachfühlbar. Stephen Kings Spannung basiert auf Erfahrungen[7], die viele in ähnlicher Form bereits selbst erlebt haben.

CharaktereBearbeiten

  • Carrietta „Carrie“ White: namensgebende Protagonistin des Romans. Sie leidet unter ihrer bigotter Mutter und besitzt überirdische telekinetische Kräfte, die sie gegen ihre Feinde einsetzt.
  • Margret White: Carries Mutter, die unter religiösem Fanatismus leidet und die weibliche Entwicklung ihrer einzigen Tochter mit grausamen Wahn unterdrückt.
  • Sue Snell: Carries Mitschülerin, die sie in der Duschszene mit Tampons bewirft und eine der Hauptverantwortlichen des Mobbings.
  • Tommy Ross: Sues Freund, der allerdings mit Carrie in der Ballnacht ausgeht.
  • Chris Hargensen: Carries Mitschülerin, ebenfalls eine der Hauptmobberinnen.
  • Billy Nolan: Chris Freund, ein weiterer Antagonist.
  • Rita Desjardin: Gymnastiklehrerin in Carries Schule, die Carrie während ihrer Menstruation schlägt. Danach sieht sie ihren Fehler ein und ist Carrie gegenüber eher wohlwollend eingestellt.

VerfilmungenBearbeiten

Verknüpfungen zu anderen Werken und zur RealitätBearbeiten

  • Carries Mutter arbeitet in der Blue Ribbon Wäscherei, wo auch Barton Dawes aus dem Roman Sprengstoff arbeitet und wo in der Kurzgeschichte 'Der Wäschemangler' ebendieser Amok läuft (siehe Nachtschicht).
  • Carries Geburtstag ist der 21. September – wie auch der von Stephen King. Der 21. September kommt auch in anderen Romanen vor, etwa in Sie: Annie Wilkes tötete am 21. September vermutlich ihre Patientin Laura Rothberg.
  • Carrie hat ein reales Vorbild. Als Kind lebte King in Durham, Maine und besuchte die Schule im benachbarten Lisbon Falls. Ausgerechnet ein umfunktionierter Leichenwagen brachte ihn und andere Kinder dorthin – und eine der Mitfahrerinnen war ein seltsames Mädchen, neben dem niemand gerne saß: Carrie. Wie King berichtet, nahm sie sich im Erwachsenenalter das Leben.
  • Bei den Verwüstungen, die Carrie anrichtet, entstehen einige Brände. Unter anderem fliegt eine Citgo-Tankstelle in die Luft. Im Roman Glas gibt es einen Ort namens Citgo, an dem Erdöl gefördert wird. Weiterhin lautet der Name eines Tankwarts Teddy Duchamp; einer der Jungen aus Die Leiche heißt ebenfalls so.

WissenswertesBearbeiten

Carrie ist Kings sechster Roman, allerdings der erste veröffentlichte. Zuvor schrieb er das unveröffentlichte Buch The Aftermath, Todesmarsch, das unveröffentlichte Sword in the Darkness, Amok und Menschenjagd. Drei davon wurden unter dem Pseudonym Richard Bachman veröffentlicht. Für den Vornamen Carrie seiner Roman-Hauptfigur ließ sich Schriftsteller Stephen King von der Inschrift eines Grabsteins auf einem Friedhof inspirieren. Ebenso entlehnte King den Namen Georgie des kleinen Jungen mit Papierboot, der von dem bösen Clown Pennywise in Es in die Kanalisation gezogen wird, dem Grabstein eines Friedhofs.[11]

MusicalBearbeiten

1988 entstand eine Musicaladaption unter dem Titel Carrie: The Musical mit einem Libretto von Lawrence D. Cohen, Liedtexten von Dean Pitchford und Musik von Michael Gore. Friedrich Kurz produzierte gemeinsam mit der Royal Shakespeare Company einen ersten Tryout, der vier Wochen in Stratford-upon-Avon gezeigt wurde und am 13. Februar 1988 dort Premiere feierte. Die Produktion hatte große technische Probleme und mehrfach wurde während der vier Wochen Spielzeit das Buch geändert. Mehrmals kam es zu schweren Unfällen, so wurde die Hauptdarstellerin Barbara Cook während der Premiere beinahe durch ein Teil des Bühnenbilds enthauptet und kündigte darauf hin.

Am 28. April 1988 begannen Previews einer erneut überarbeiteten Fassung in New York im Virginia Theatre. Die Premiere fand am 12. Mai statt und bereits am 15. Mai, nach nur 16 Previews und 5 Vorstellungen, schloss die Produktion, nachdem Investoren trotz guter Verkaufszahlen ihre Gelder zurückzogen. Laut New York Times war die mehr als 7 Millionen Dollar teure Produktion teuerste quick flop in der Geschichte des Broadways.

Anschließend gab es nur drei nicht genehmigte Amateuraufführungen des Stücks 1999 in New York, 2001 in Dänemark und 2008 in Schottland.

Am 20. November 2009 fand in New York ein Reading einer stark überarbeiteten Version des Musicals statt. Diese wurde 2012 im Off-Broadway Theater MCC erstmals aufgeführt. Die neue Produktion begann mit Previews am 31. Januar, feierte Premiere am 1. März und schloss wie geplant am 8. April nach 34 Previews und 46 Vorstellungen. Diese neue Version wurde erstmals offiziell für die Aufführung durch andere Theater verfügbar gemacht.[12][13][14]

HörbuchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stephen King: Carrie Literaturschock. Abgerufen am 10. Januar 2018.
  2. Steven King Wiki (englisch)
  3. Charles L. Grant: Stephen King: I like to go for the Jugular. Twilight Zone Magazine. April 1981
  4. Stephen King, Danse Macabre – Die Welt des Horrors, Ullstein, München, 2001, ISBN 3-548-36259-1
  5. Stephen King: Das Leben und das Schreiben. Ullstein. 2000. ISBN 978-3-550-07143-0.
  6. Der Fluch des Blutes. Buch-Rezension Stephen King: Carrie von Marion Weber auf Phantastik Couch im Februar 2006
  7. Der Fluch des Blutes. Buch-Rezension Stephen King: Carrie von Marion Weber auf Phantastik Couch im Februar 2006
  8. Carrie Dieter Wunderlich: Buchtipps & Filmtipps. Abgerufen am 10. Januar 2018.
  9. Carrie Movieplot. Abgerufen am 10. Januar 2018.
  10. Carrie Moviepilot. Abgerufen am 10. Januar 2018.
  11. Die Stephen King Story. Dokumentarfilm von Mathilde Bernard und Mark Kaczmarczyk, 2019, 55 Min. Produziert von Rachals Film München im Auftrag von Kabel eins
  12. Carrie The Musical Fans Website (Memento des Originals vom 9. Mai 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.graiai.com
  13. A Few Stills from Carrie the Musical
  14. Carrie the Musical auf der Website von R&H Theatrical

WeblinksBearbeiten