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Carl Weisgerber

deutscher Landschafts- und Tiermaler

Carl Weisgerber (* 25. Oktober 1891 in Ahrweiler; † 22. Februar 1968 in Düsseldorf) war ein deutscher Landschafts- und Tiermaler der Düsseldorfer Schule.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Carl Weisgerber wurde 1891 im durch Weinbau und Tourismus geprägten Städtchen Ahrweiler im Ahrtal als viertes Kind der Eheleute Carl Hubert und Elisabeth Weisgerber geboren. Carl Weisgerber wuchs in Ahrweiler mit seinen vier Geschwistern Maria, Anna, Elisabeth und Wilhelm in der Niederhutstraße 23 auf. Ein weiterer Bruder Heinrich Weisgerber war bei der Geburt 1887 verstorben.

Die Familie Weisgerber besaß in Ahrweiler ein Polster- und Sattlergeschäft, in dem alle Weisgerber-Kinder und damit auch der junge Carl mithelfen mussten. Schon früh zeigte sich nach mündlichen Berichten der Familie die künstlerische Begabung Carls. Gefördert durch die Leidenschaft des Vaters Carl Hubert für das Laientheater begann er als Kulissenmaler die Theaterbühnen zu illustrieren, daneben verbrachte er seine Freizeit mit Jägern und Förstern im Wald und auf der Jagd. Er begann Tiere zu präparieren und zu zeichnen, blieb aber im elterlichen Handwerkerbetrieb. Gouachen und Pastelle mit Ahrtal- und Ahrweiler-Motiven aus dieser Zeit sind erhalten.

Im Alter von 26 oder 27 Jahren wurde Willy Spatz auf das junge Talent aufmerksam. Ermuntert und gefördert von Spatz bewarb sich Weisgerber 1918 an der Düsseldorfer Kunstakademie. Am 4. Januar 1919 ist er in Düsseldorf das erste Mal gemeldet. Weisberger studierte in der Landschaftsklasse von Max Clarenbach an der Kunstakademie Düsseldorf. Später wechselte er zur Tiermalerei in die Klasse von Julius Paul Junghanns, sein Studium beendete Weisgerber wahrscheinlich 1922/1923. Eine lebenslange Freundschaft verband ihn mit dem Tiermaler Georg Wolf, der ebenfalls bei Junghanns studiert hatte.

Am 7. Februar 1924 heiratete er in Düsseldorf die aus Oberwesel-St. Goar stammende Amalie Mathilde Hirsch, 1927 wurde der einzige Sohn des Ehepaares geboren. Weisgerber verbrachte sein ganzes Künstlerleben in Düsseldorf, unterbrochen von Aufenthalten im Ahrtal, in der Eifel und in der Umgebung von Adenau sowie Reisen nach Holland, Ostfriesland, Schweden, Tirol und in das damalige Jugoslawien.

Weisgerber zählt zu den Künstlern, die an den Ausstellungen des Jungen Rheinlandes, der Rheingruppe und der Rheinischen Sezession beteiligt waren.[1] Sein Ölbild Wintertag am Niederrhein muss 1941/1942 an der Großen Deutschen Kunstausstellung durch Adolf Hitler für 3.500 RM erworben worden sein.[2]

Er starb in Düsseldorf am 22. Februar 1968 und wurde auf dem Friedhof in Düsseldorf-Oberkassel beerdigt.

AusstellungenBearbeiten

Gruppenausstellungen

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Weisgerber, Carl. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 5: V–Z. Nachträge: A–G. E. A. Seemann, Leipzig 1961, S. 102.
  • Bernhard Kreutzberg: Der Maler Carl Weisgerber, Sohn der Stadt Ahrweiler (1891–1968). Ahrweiler 1984.
  • Heike Wernz-Kaiser: Carl Weisgerber – einer der erfolgreichsten Maler der Ahrregion. In: Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler, 2011, S. 88–91 (PDF).
  • Heike Wernz-Kaiser (Hg): Carl Weisgerber (1891–1968), Tier- und Landschaftsmaler der Düsseldorfer Malerschule. Ahrweiler 2011.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Annette Baumeister: Liste der Künstler und Künstlerinnen, die zwischen 1919 und 1933 an den Ausstellungen des Jungen Rheinlands, der Rheingruppe und der Rheinischen Sezession beteiligt waren. Bei www.eifel-und-kunst.de. abgerufen am 14. Juni 2913. Zitiert in: Sandra Labs: Johanna Ey und die Avantgarde der Düsseldorfer Kunstszene. Diplomica, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8428-8121-1. S. 91.
  2. Ines Schlenker: Adolf Hilter’s Purchases at the GDK, 1937–1944. In: dies.: Hitler’s Salon. Peter Lang, 2007. S. 251.
  3. Sabine Maria Schmidt: Kniefall der Moderne. Rezeption und Zerstörung der Großen Knienden von Wilhelm Lehmbruck. In: Uwe Fleckner (Hrsg.): Das verfemte Meisterwerk – Schicksalswege moderner Kunst im »Dritten Reich«. Akademie-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-05-004360-9. S. 236
  4. kubikat