Carl Joseph von Wreden

Politiker im Großherzogtum Hessen und dort Minister und Landtagsabgeordneter

Carl Joseph von Wreden (* 1761 in Mannheim; † 20. Januar 1829 in Darmstadt) war ein Politiker im Großherzogtum Hessen und dort Minister und Landtagsabgeordneter.

Carl Joseph von Wreden war der Sohn des Mannheimer Hofkammerrates und Hofkassierers Friedrich Suibert Wrede (* 1723 in Brilon), seit dem 12. März 1791 Freiherr von Wrede. Carl Joseph von Wrede schloss sein Studium der Theologie in Heidelberg und Nancy ab und war danach geheimer Referendar in Kurköln und 1802 bis 1803 in bischöflich Salzburgischen Diensten, bevor er 1803 in die Dienste Hessen-Darmstadts trat. Zunächst war er Mitglied der Generalorganisationskommission in Arnsberg. Zwischen 1804 und 1818 war er Mitglied des Gesamtministeriums in Darmstadt und dort für die Bereiche Kirche und Schule zuständig. 1819 wurde er durch die Universität Gießen zum Dr. Phil et Jur. promoviert.

Von 1820 bis zu seinem Tod 1829 war er Mitglied der ersten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen, also Landtagsabgeordneter.

1827 designierte Großherzog Ludwig I. Carl Joseph von Wreden als Bischof von Mainz, erhielt aber keine Zustimmung des Papstes hierzu.

QuellenBearbeiten

  • Hannelore Götz, Klaus-Dieter Rack: Hessische Abgeordnete 1820–1933, Ergänzungsband: Biographische Nachweise für die erste Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen (Darmstädter Archivschriften 10), Darmstadt 1995, Seite 135
  • Johann Friedrich von SchulteWreden, Karl Josef von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 44, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 252.
  • Klaus-Dieter Rack, Bernd Vielsmeier: Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biografische Nachweise für die Erste und Zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen 1820–1918 und den Landtag des Volksstaats Hessen 1919–1933 (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 19 = Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission. NF Bd. 29). Hessische Historische Kommission, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-88443-052-1, S. 980–981.