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Carl Achleitner

österreichischer Schauspieler

LebenBearbeiten

Carl Achleitner machte von 1979 bis 1983 eine Ausbildung als Koch und Kellner im Linzer Theaterrestaurant „Casino“. Im Anschluss wechselte er ans Theater. Er absolvierte von 1985 bis 1989 eine Schauspielausbildung an der Schauspielakademie Zürich. Weitere Studien erfolgten 1993–1995 bei Susan Batson, Mitglied des Actors Studio in New York City.

Theaterengagements hatte er unter anderem am Landestheater Vorarlberg (1988, Der gute Mensch von Sezuan), am Schauspiel Bonn (1989, König Ottokars Glück und Ende), an der Schauburg, dem Jugendtheater der Münchner Kammerspiele (1989–1992), am Münchner Volkstheater (1993, in Don Quijote nach Motiven von Cervantes), am Schauspielhaus Wien (1994, in Angels in America von Tony Kushner), an der Scala Wien (seit 2003), am Stadttheater Mödling (seit 2004), am Fritz-Rémond-Theater in Frankfurt am Main (2009) und an der Komödie (2009–2010, als Zuhälter Bonbon in Irma la Douce) in Frankfurt.

Neben Theaterengagements hat er bisher in über 90 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Er spielte u. a. den Maler und Ich-Erzähler Florian in der Adalbert Stifter-Verfilmung Brigitta von Dagmar Knöpfel, den Yellow-Press-Reporter Bernd Konecny in Andreas Grubers Kinofilm Die Schuld der Liebe mit Sandrine Bonnaire. Kleinere Rollen hatte er in den Kinofilmen Rosenstraße als SS-Sturmbannführer und in Klimt mit John Malkovich. In dem Fernsehfilm Sterne leuchten auch am Tage verkörperte er unter der Regie von Roland Suso Richter die Rolle Carl Heinzeller, den Staatsanwalt und illoyalen Vorgesetzten der weiblichen Hauptdarstellerin (Veronica Ferres). Das ZDF verpflichtete Achleitner für den Fernsehfilm Wolken über Sommarholm aus der Inga Lindström-Fernsehreihe. In der ORF-Krimiserie Vier Frauen und ein Todesfall hatte er 2004–2008 die durchgehende Serienrolle des Bankbeamten Helmut „Heli“ Bacher. 2010 spielte er den Chefsteward Franz Navratil in der Verfilmung des Pavel Kohout-Romans Die lange Welle hinterm Kiel von Nikolaus Leytner, an der Seite von Christiane Hörbiger und Mario Adorf.

2012 folgten internationale Engagements in der russischen TV-Reihe Smersch – Spies must die, in welcher Achleitner den SS-Mann Otto Skorzeny verkörperte, sowie als Johannes Trithemius in der europäischen Serie Borgia um die Renaissance-Familie Borgia. Nikolaus Leytner engagierte Achleitner 2012 erneut, diesmal für den Fernsehfilm Die Auslöschung mit Klaus Maria Brandauer und Martina Gedeck in den Hauptrollen.

2016 wurde Carl Achleitner für die Titelrolle in Marc Schlegels Komödie Das Begräbnis des Harald Kramer von der Non-Profit-Organisation „NewFilmmakers Los Angeles“ in Hollywood mit dem Darstellerpreis „Best Performance in Comedy“ ausgezeichnet.

Achleitner ist Mitglied in der 2009 gegründeten Akademie des Österreichischen Films. Seit 2013 vertritt er die Interessen der österreichischen Filmschauspieler im Vorstand der Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VdFS).

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. NewFilmmakers Los Angeles Best of 2015 Awards. In: LA Film Festival NewFilmmakers Los Angeles. (newfilmmakersla.com [abgerufen am 31. August 2017]).