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Carl Abegg-Arter

Schweizer Rohseidenhändler und Bankier
Leon Bonnat: Porträt von Carl Abegg-Arter, Öl auf Leinwand
Aktie der SKA vom 31. Mai 1898 über 500 Franken mit Unterschrift von Carl Abegg-Arter als Verwaltungsrath

Carl Abegg-Arter (* 10. April 1836 in Küsnacht; † 23. August 1912 in Zürich; auch Karl Abegg-Arter) war ein Schweizer Rohseidenhändler und Bankier. Er war der Vater von August und Carl Abegg.

LebenBearbeiten

1852 schickten ihn seine Eltern für drei Jahre nach Mailand, um dort das Seidengeschäft zu erlernen. Anschliessend arbeitete er in einer Seidenfabrik in Hottingen. Im Alter von 21 Jahren ging er als deren Interessenvertreter nach New York. 1861 war er Mitbegründer und bis 1884 Mitbesitzer der Firma Rübel & Abegg in Zürich. Danach beteiligte er sich an der von seinen Sohn Carl gegründeten Firma Abegg & Co. Daneben wirkte er seit 1868 im Verwaltungsrat und von 1883 bis 1911 als Präsident der Schweizerischen Kreditanstalt in Zürich. Ausserdem war er Mitbegründer der Schweiz Transport-Versicherungs-Gesellschaft, der Zürich Versicherungs-Gesellschaft, der Bank für Orientalische Eisenbahnen und der Bank für elektrische Unternehmungen. Zeitweise gehörte er der Verwaltung der Eisenbahn-Gesellschaft Saloniki-Monastir, der Bagdadbahn, der Gotthardbahn, der Deutsch-Überseeischen Elektrizitäts-Gesellschaft, der Compania Barcelonesa de Electricidad und der Schweizerisch-Argentinischen Hypothekenbank an. Er führte das Präsidium des Aufsichtsrats des Elektrizitätswerk Strassberg und war Vizepräsident des Verwaltungsrats der Banca Commerciale Italiana[1]. Er war langjähriges Mitglied des Zürcher Handelsgerichts und ein Förderer von Kultur- und Humanitätsbestrebungen, speziell der Universität Zürich. Er fand auf dem Friedhof Enzenbühl seine letzte Ruhestätte.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Klaus Hellwig: Carl Abegg-Arter und die Schweizerische Kreditanstalt in: der aktiensammler 2/10, S. 20.